THWS-Robotik: 28 Jugendliche programmieren einen Industrieroboter
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 01:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deDas Center für Robotik (CERI) der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) hat eine praxisorientierte Mitmach-Vorlesung für den wissenschaftlichen Nachwuchs ausgerichtet.
Wie der Informationsdienst Wissenschaft und lokale Medien am 30. Oktober 2026 berichteten, nahmen insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 an dem Programm teil. Die Veranstaltung stand unter dem Leitmotiv „Robotik: Transformiere Ideen in Realität!“ und wurde in Kooperation mit dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk MINT-EC durchgeführt.
Praktische Erfahrungen im Cobot-Labor
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der praktischen Arbeit. Im sogenannten Cobot-Labor erhielten die teilnehmenden Jugendlichen die Gelegenheit, selbst aktiv zu werden. Sie programmierten dort eigenständig einen Industrieroboter des Herstellers Universal Robot, um eine typische automatisierte Handhabungsaufgabe – eine sogenannte Pick-and-Place-Anwendung – zu lösen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen kennen, wie kollaborative Robotersysteme für industrielle Arbeitsabläufe eingerichtet und gesteuert werden.
Begleitend dazu vermittelte Prof. Dr. Matthias Scholer von der THWS den Teilnehmenden theoretische Grundlagen. Er gab einen detaillierten Überblick über verschiedene Robotertypen sowie die Herausforderungen und Potenziale der modernen Mensch-Roboter-Interaktion.
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Darüber hinaus stellte der Hochschullehrer den an der THWS angebotenen Bachelorstudiengang Robotik/Robotics vor, um Perspektiven für eine akademische Ausbildung in diesem Bereich aufzuzeigen.
Einblicke in Mobilrobotik und die RoboCup-Arena
Neben den praktischen Übungen bot das Center für Robotik der Hochschule Schweinfurt weitere Einblicke in seine Forschungseinrichtungen. Auf dem Programm stand die Besichtigung des Labors für Mobilrobotik sowie der institutseigenen RoboCup-Arena.
Diese Umgebungen dienen in der universitären Praxis dazu, autonome Systeme unter standardisierten Bedingungen zu testen und weiterzuentwickeln. Als Anschauungsbeispiel für fortgeschrittene Automatisierungstechnik präsentierte das Institut den Gästen zudem die Vorführung eines humanoiden Roboters.
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Positive Resonanz bei der Studien- und Berufsorientierung
Die Initiative stieß bei den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern auf reges Interesse. Laut Angaben von Prof. Dr. Matthias Scholer zeigte eine anschließende Befragung ein deutliches Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit der Teilnehmenden gab demnach an, dass die Veranstaltung wertvolle Unterstützung bei der persönlichen Studien- und Berufsorientierung geleistet habe.
Zudem erklärten die Befragten mehrheitlich, dass ein späteres Robotik-Studium für sie nun konkret infrage komme. Kooperationen wie jene zwischen Hochschullaboren und MINT-EC sollen Jugendlichen frühzeitig fundierte Einblicke in technische Disziplinen und reale Laborabläufe ermöglichen.
