Tici, Unico

Tici Unico: Med-El prÀsentiert weltweit erstes unsichtbares Hörimplantat

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 04:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das CE-zertifizierte System ermöglicht laut Med-El Hören ohne externe Bauteile und wird schrittweise in Europa eingefĂŒhrt.

Med-El prĂ€sentiert Tici Unico: Hörimplantat ohne Ă€ußere Komponenten
Ein steriler, moderner medizinischer Forschungsraum mit hochwertiger Laborausstattung in hellem, natĂŒrlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Das Innsbrucker Medizintechnik-Unternehmen Med-El hat am 29. September 2026 das weltweit erste unsichtbare Hör-Implantat offiziell prĂ€sentiert. Das neu vorgestellte System trĂ€gt den Namen Tici Unico und ist nach Unternehmensangaben das weltweit erste und einzige kommerziell verfĂŒgbare unsichtbare Cochlea-Implantat.

Mit dieser Entwicklung zielt der österreichische Hersteller darauf ab, Menschen mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust eine Hörversorgung zu bieten, die gÀnzlich ohne sichtbare externe Komponenten am Kopf auskommt.

Kontinuierliches Hören ohne externe Komponenten

Klassische Cochlea-Implantate bestehen typischerweise aus zwei Hauptelementen: dem operativ eingesetzten Implantat unter der Haut sowie einem externen Audioprozessor, der hinter dem Ohr getragen und ĂŒber eine Sendespule mit dem inneren Teil verbunden wird.

Solche externen Prozessoren mĂŒssen im Alltag in verschiedenen Situationen – beispielsweise beim Duschen, beim Schwimmen oder wĂ€hrend des Schlafens – regelmĂ€ĂŸig abgenommen werden, wodurch die Betroffenen in diesen ZeitrĂ€umen nicht hören können.

Tici Unico setzt an dieser EinschrĂ€nkung an, indem die gesamte Technologie vollstĂ€ndig unter die Haut verlagert wird. Dadurch ermöglicht das System nach Angaben von Med-El ein durchgehendes Hören ohne jegliche Ă€ußere Bauteile.

Die Nutzerinnen und Nutzer können das Implantat auch beim Schlafen, beim Sport sowie beim Duschen und Schwimmen uneingeschrĂ€nkt nutzen. DarĂŒber hinaus ist das System so konstruiert, dass der Hörbetrieb selbst wĂ€hrend des Ladevorgangs kontinuierlich aufrechterhalten bleibt.

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Wer ein HörgerĂ€t oder klassisches Cochlea-Implantat trĂ€gt, kennt die Momente, in denen der externe Prozessor ab muss: beim Duschen, Schwimmen, Schlafen — und plötzlich ist Stille. Ein neu vorgestelltes vollimplantiertes System verlagert die gesamte Technik unter die Haut und soll durchgehendes Hören ermöglichen, selbst wĂ€hrend des Ladevorgangs. Unser kostenloser Leitfaden zeigt, fĂŒr wen diese Versorgung infrage kommt und wie Sie eine geeignete Klinik finden. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

CE-Zertifizierung und MarkteinfĂŒhrung in Europa

FĂŒr den Markteintritt in Europa hat das Medizintechnik-Unternehmen die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen: Tici Unico verfĂŒgt ĂŒber die CE-Zertifizierung und erfĂŒllt damit die rechtlichen Sicherheits- und Leistungsanforderungen fĂŒr Medizinprodukte in der EuropĂ€ischen Union.

Auf dieser Basis erfolgt die MarkteinfĂŒhrung schrittweise in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern, in denen das Implantat kĂŒnftig ĂŒber spezialisierte Kliniken bereitgestellt wird.

Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung

Hinter der Marktreife der vollimplantierten Hörlösung steht eine breite unternehmerische Infrastruktur des Tiroler Herstellers. Med-El beschĂ€ftigt an 30 Standorten mehr als 3.300 Menschen und exportiert seine Produkte an ĂŒber 5.340 Kliniken weltweit.

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Ein HörgerĂ€t, das im Alltag immer wieder abgenommen, geladen und neu aufgesetzt werden muss, kostet Kraft — und schließt ganze Lebensbereiche aus. FĂŒr Menschen mit schwerem bis hochgradigem Hörverlust stellt sich deshalb die Frage: Welche Versorgung passt wirklich zu meinem Alltag? Unser kostenloser Leitfaden erklĂ€rt in verstĂ€ndlicher Sprache, was ein vollimplantiertes Hören leistet, welche Voraussetzungen Sie mitbringen sollten und welche Kosten auf Sie zukommen. Leitfaden zur Implantat-Versorgung sichern

Die technologische Weiterentwicklung stĂŒtzt sich dabei auf ein hohes Forschungsbudget: Rund 15 bis 20 Prozent des Jahresumsatzes, der bei mehr als 400 Millionen Euro liegt, investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben kontinuierlich in den Bereich Forschung und Entwicklung.

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