Traditionelle Medizin: Indien und China starten neue Bildungsallianz
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 13:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im Rahmen des Forums für Traditionelle Medizin der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) im chinesischen Nanchang in der Provinz Jiangxi haben Indien und China ihre akademische Kooperation verstärkt.
Die Zusammenkunft, die vom 16. bis zum 18. September 2026 stattfand, widmete sich dem Schwerpunkt, traditionelle Medizinsysteme durch moderne Technologien zu stärken und gemeinsam die globale Gesundheitsversorgung zu fördern. Neben dem fachlichen Dialog standen konkrete Bildungsinitiativen und institutionelle Partnerschaften im Mittelpunkt der Tagung.
Multilaterale Vernetzung und neue Bildungsinitiativen
Während einer spezifischen Bildungssitzung am 17. September 2026 kamen mehr als 100 Fachleute aus verschiedenen Ländern zusammen. Vertreten waren Experten unter anderem aus Russland, Frankreich, Portugal, Belarus, Südkorea, Pakistan und Indien. Ziel des Zusammentreffens war es, bestehende akademische Lehransätze zu verknüpfen und den internationalen Austausch über tradierte Heilweisen zu intensivieren.
Ein zentrales Ergebnis der Konferenz bildete der Start der Internationalen Bildungsallianz für traditionelle medizinische Techniken. Diese Initiative stützt sich auf die Leitprinzipien Vielfalt, Weitergabe des Wissens sowie Innovation und umfasst insgesamt sieben definierte Kooperationsfelder.
Getragen wird dieser Schritt unter anderem von der Jiangxi University of Traditional Chinese Medicine, die zugleich Mitglied der Medizinischen Universitätsallianz der SCO ist und eine zentrale Rolle in der akademischen Vernetzung einnimmt.
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Bilaterales Abkommen zwischen Ayurveda und Chinesischer Medizin
Neben den multilateralen Absichtserklärungen wurden auf der Konferenz auch bilaterale Vereinbarungen getroffen. So unterzeichnete der indische Ayurveda-Vertreter Dr. Dhanwantari Jha von Ayurved Nidhi am 17. September 2026 eine Grundsatzvereinbarung mit der Jiangxi University of Traditional Chinese Medicine.
Dieses Memorandum of Understanding legt den Grundstein für eine strukturierte Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Personalaustausch und gemeinsame Forschungsprojekte.
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Wie aus einem Bericht von indiaherald.com vom 8. Oktober 2026 hervorgeht, soll Jha Vorab-Berichten zufolge der einzige Teilnehmer aus Indien beziehungsweise aus dem Fachbereich der Ayurveda-Medizin gewesen sein; diese Information wurde bislang allerdings nicht unabhängig verifiziert.
Die Vereinbarungen zeigen dennoch ein wachsendes Bestreben, unterschiedliche traditionelle Medizinsysteme wie Ayurveda und Traditionelle Chinesische Medizin akademisch enger aneinanderzubinden und methodisch weiterzuentwickeln.

