Treppensteigen: 39% weniger Herz-Kreislauf-Todesfälle laut Studie
Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 17:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine umfassende wissenschaftliche Auswertung der Universität East Anglia liefert detaillierte Belege für den gesundheitlichen Nutzen einer einfachen Alltagsaktivität: dem Treppensteigen.
Die im August 2026 veröffentlichte Übersichtsarbeit, die in Kooperation mit dem Norfolk/Norwich University Hospital entstand, unterstreicht das erhebliche Potenzial dieser Bewegungsform zur Senkung der Sterblichkeitsrate und zur Vorbeugung schwerwiegender Erkrankungen.
Signifikante Senkung des Sterberisikos durch Alltagsbewegung
Die im Fachmagazin American Journal of Cardiovascular Drugs vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Analyse von neun Einzelstudien. Mit einer Gesamtzahl von 480.479 Teilnehmern und einem durchschnittlichen Beobachtungszeitraum von 14 Jahren bietet die Untersuchung eine fundierte Datenbasis für die Bewertung präventiver Maßnahmen.
Laut den Analysen der Forscher ist regelmäßiges Treppensteigen mit einer Reduktion des Risikos für einen Herz-Kreislauf-Tod um 39 % verbunden. Auch über die kardiovaskuläre Gesundheit hinaus zeigen sich deutliche Effekte: Die allgemeine Gesamtsterblichkeit der Probanden, die regelmäßig Treppen nutzten, lag um 24 % niedriger als bei der Vergleichsgruppe.
Diese Zahlen verdeutlichen, dass bereits geringfügige Anpassungen des täglichen Bewegungsverhaltens weitreichende Auswirkungen auf die Lebenserwartung haben können.
Optimale Dosis und Effizienz im Vergleich zum Gehen
Ein zentraler Aspekt der Untersuchung betrifft die notwendige Intensität, um die beschriebenen gesundheitlichen Vorteile zu erzielen. Die Wissenschaftler identifizierten eine tägliche Menge von etwa sechs Treppenabsätzen als optimale Dosis. Dies entspricht einem Umfang von circa 60 bis 70 Stufen pro Tag.
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Besonders hervorzuheben ist die hohe zeitliche Effizienz dieser Belastungsform. Den Daten zufolge erzeugen bereits 5 bis 6 Minuten Treppensteigen einen gesundheitlichen Effekt, der in etwa 30 Minuten zügigem Gehen entspricht. Damit stellt das Treppensteigen eine besonders zeitsparende Methode dar, um die körperliche Fitness zu fördern und präventive Gesundheitsziele zu erreichen.
Struktur der Probanden und methodische Hintergründe
Die Untersuchung der Universität East Anglia deckt ein breites demografisches Spektrum ab. Die Teilnehmer der analysierten Studien befanden sich in einem Alter zwischen 35 und 84 Jahren. Mit einem Frauenanteil von 53 % sind die Ergebnisse für beide Geschlechter repräsentativ.
Die Analyse im August 2026 verdeutlicht zudem, dass die positiven Effekte über verschiedene Altersgruppen hinweg stabil bleiben. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass die individuelle körperliche Verfassung bei der Umsetzung berücksichtigt werden muss. So sei insbesondere bei bereits bestehenden Knieproblemen Vorsicht geboten, wenn diese Form der körperlichen Betätigung intensiviert wird.
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Fazit für die Gesundheitsvorsorge
Die Ergebnisse dieser groß angelegten Übersichtsarbeit rücken eine oft unterschätzte Form der Bewegung in den Fokus der öffentlichen Gesundheitsvorsorge. Da Treppen in den meisten Arbeits- und Wohnumgebungen vorhanden sind, bietet die Integration dieser Aktivität eine niederschwellige Möglichkeit zur Verbesserung der Volksgesundheit.
Die statistisch belegte Senkung der Sterblichkeitsraten legt nahe, dass die Förderung des Treppensteigens als fester Bestandteil präventiver Strategien dienen kann, um die Belastung durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen langfristig zu reduzieren.
