Treppensteigen, Herztodesrisiko

Treppensteigen: 39% weniger Herztodesrisiko laut Metaanalyse

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 03:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Meta-Analyse der University of East Anglia belegt: RegelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen reduziert das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-TodesfĂ€lle um 39 Prozent und die GesamtmortalitĂ€t um 24 Prozent.

Treppensteigen senkt Sterblichkeit: Meta-Analyse zeigt deutliche Effekte
Eine Person steigt eine helle, moderne Treppe in einem sonnendurchfluteten GebĂ€ude hinauf. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen belegen einen deutlichen Zusammenhang zwischen regelmĂ€ĂŸiger körperlicher BetĂ€tigung in Form von Treppensteigen und einer gesteigerten Lebenserwartung.

Eine im August 2026 im Fachmagazin American Journal of Cardiovascular Drugs veröffentlichte Meta-Analyse der University of East Anglia zeigt, dass diese einfache AlltagsaktivitĂ€t das Risiko fĂŒr einen kardiovaskulĂ€r bedingten Tod sowie die allgemeine Sterblichkeit erheblich senken kann.

Umfangreiche Datenbasis der University of East Anglia

Die Untersuchung der University of East Anglia stĂŒtzt sich auf eine systematische Übersicht von neun Studien, an denen insgesamt ĂŒber 480.000 Erwachsene im Alter zwischen 35 und 84 Jahren teilnahmen. Der durchschnittliche Nachbeobachtungszeitraum dieser Probanden betrug 14 Jahre. Innerhalb dieser groß angelegten Analyse konzentrierte sich eine spezifische Meta-Analyse auf fĂŒnf Studien mit insgesamt 455.619 Teilnehmern.

Die Ergebnisse, die auch im Rahmen des ESC-Kongresses prĂ€sentiert wurden, verdeutlichen das prĂ€ventive Potenzial des Treppensteigens. Demnach ist die regelmĂ€ĂŸige DurchfĂŒhrung dieser AktivitĂ€t mit einem um 39 Prozent niedrigeren Risiko fĂŒr einen Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert. Die GesamtmortalitĂ€t, also das Sterberisiko durch jegliche Ursache, verringert sich laut der Datenlage um 24 Prozent.

PrÀventive Effekte auf die Herzgesundheit

Über die Senkung der Sterblichkeitsrate hinaus identifizierten die Forscher weitere positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Den Analysen zufolge litten Personen, die regelmĂ€ĂŸig Treppen stiegen, seltener unter schwerwiegenden gesundheitlichen Ereignissen wie Herzinfarkten oder SchlaganfĂ€llen. Auch das Risiko fĂŒr die Entwicklung einer HerzschwĂ€che war in dieser Gruppe deutlich reduziert.

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Die statistische Auswertung der Daten aus dem American Journal of Cardiovascular Drugs legt nahe, dass Treppensteigen eine effektive Methode darstellt, um die kardiovaskulĂ€re Fitness ohne spezielles Equipment oder hohen Zeitaufwand im Alltag zu fördern. Die Forscher hoben hervor, dass die Bewegung eine leicht zugĂ€ngliche Form des Trainings darstellt, die weitreichende klinische Relevanz fĂŒr die öffentliche Gesundheit besitzt.

Empfehlungen fĂŒr den tĂ€glichen Bewegungsumfang

Hinsichtlich der optimalen IntensitÀt liefert die Forschung konkrete Anhaltspunkte. In den Untersuchungen wurde auf eine Studie aus dem Jahr 2023 verwiesen, die das niedrigste Gesundheitsrisiko bei einem Umfang von etwa sechs Etagen pro Tag feststellte. Dies entspricht circa 60 Stufen tÀglich.

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Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass bereits moderate, aber regelmĂ€ĂŸige Belastungen durch Treppensteigen ausreichen, um signifikante gesundheitliche Vorteile zu erzielen.

WĂ€hrend die positiven Effekte ĂŒber verschiedene Altersgruppen hinweg beobachtet wurden, unterstreichen die Experten die Bedeutung einer kontinuierlichen Integration solcher AktivitĂ€ten in den Tagesablauf, um langfristig von der Risikoreduktion zu profitieren. Die Studie unterstreicht damit den Wert körperlicher AktivitĂ€t, die sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen einfĂŒgt.

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