Treppensteigen, Meta-Analyse

Treppensteigen: Meta-Analyse belegt 39% weniger Herzinfarkt-TodesfÀlle

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Meta-Analyse zeigt: RegelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen reduziert das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, um 39 Prozent. Auch die Gesamtsterblichkeit sinkt deutlich.

Treppensteigen senkt Sterblichkeit: Meta-Analyse zeigt prÀventive Effekte
Helle, moderne Treppe in einem minimalistischen GebĂ€ude mit natĂŒrlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Wissenschaftliche Untersuchungen unterstreichen die Bedeutung einfacher AlltagsaktivitĂ€ten fĂŒr die langfristige Gesundheit und die Lebenserwartung. Eine umfassende Meta-Analyse, die von Forschern der University of East Anglia sowie dem Norfolk & Norwich University Hospital durchgefĂŒhrt wurde, liefert neue Belege fĂŒr die prĂ€ventive Wirkung des Treppensteigens.

Die im August 2026 im Fachmagazin American Journal of Cardiovascular Drugs veröffentlichte Auswertung zeigt deutliche Korrelationen zwischen dieser Form der Bewegung und einer reduzierten Sterblichkeit.

Erhebliche Reduktion der Sterblichkeitsraten

Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen das Potenzial des Treppensteigens als kostengĂŒnstige und leicht zugĂ€ngliche Maßnahme der Gesundheitsvorsorge. Den Daten zufolge senkt regelmĂ€ĂŸiges Treppensteigen das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu versterben, um 39 %.

Über die spezifischen kardiovaskulĂ€ren Ursachen hinaus stellten die Wissenschaftler fest, dass die allgemeine Sterblichkeit – die sogenannte Gesamtsterblichkeit – durch diese AktivitĂ€t um 24 % reduziert wird.

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Diese Erkenntnisse wurden im August 2026 im Rahmen des ESC-Kongresses der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Forscher hoben dabei hervor, dass bereits moderate körperliche BetĂ€tigung im Alltag messbare Auswirkungen auf die Langlebigkeit haben kann.

Das Treppensteigen wird dabei explizit als einfache AktivitĂ€t zur Förderung der Herzgesundheit empfohlen, die ohne spezielle AusrĂŒstung oder zeitaufwendiges Training in den Tagesablauf integriert werden kann.

Umfangreiche Datenbasis ĂŒber einen Zeitraum von 14 Jahren

Die Aussagekraft der Analyse stĂŒtzt sich auf eine breite statistische Grundlage. In die Untersuchung flossen die Daten von insgesamt 480.479 Personen ein. Die Probanden befanden sich in einer Altersspanne von 35 bis 84 Jahren, wobei ergĂ€nzende Berichte aus Norwegen den Altersrahmen geringfĂŒgig weiter auf 34 bis 85 Jahre fassen. Der Anteil der Frauen an der gesamten Studienpopulation lag bei 53 %.

Besonders relevant fĂŒr die klinische Einordnung ist der lange Beobachtungszeitraum von 14 Jahren. Durch diese Langzeitbetrachtung konnten die Forscher die stabilen Effekte der regelmĂ€ĂŸigen Bewegung auf die Gesundheit der Teilnehmer validieren. Die Studie belegt, dass die positiven Auswirkungen nicht nur kurzfristiger Natur sind, sondern ĂŒber Jahrzehnte hinweg zur Stabilisierung der Vitalfunktionen beitragen können.

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Empfehlungen zur IntensitÀt und physiologische Vorteile

Hinsichtlich der optimalen Menge an tĂ€glicher Bewegung liefert die Analyse konkrete Anhaltspunkte, wenngleich die absolut ideale Dosis noch Gegenstand weiterer Forschung bleibt. Den Auswertungen zufolge deuten die Daten darauf hin, dass die BewĂ€ltigung von etwa sechs Stockwerken pro Tag den grĂ¶ĂŸten gesundheitlichen Nutzen verspricht. Dies entspricht einer Anzahl von etwa 60 bis 70 Treppenstufen tĂ€glich.

Die Vorteile des Treppensteigens zeigen sich laut den Forschungsergebnissen bereits ab einer geringen menge von sechs Treppenstufen pro Tag. Neben der Reduktion des Sterberisikos fĂŒhrt die AktivitĂ€t zu einer messbaren Verbesserung der kardiorespiratorischen Fitness.

Zudem konnten positive Effekte auf den Cholesterinspiegel beobachtet werden. Experten weisen darauf hin, dass auch kleine Einheiten im Alltag helfen können, das Risiko fĂŒr chronische Erkrankungen zu senken und die Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems nachhaltig zu stĂ€rken.

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