Trockene Haut im Alter: Pflegecreme innerhalb von fünf Minuten auftragen
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 15:18 Uhr | Redaktion boerse-global.deMit dem Beginn der kühleren Monate steigt in Apotheken und medizinischen Praxen der Beratungsbedarf zum Thema trockene Haut deutlich an. Wie die Fachpresse, darunter die Pharmazeutische Zeitung in einem Bericht vom 22. Oktober 2026, darlegt, setzen die sinkenden Außentemperaturen und das veränderte Raumklima der Hautbarriere spürbar zu.
Niedrige Luftfeuchtigkeit, trockene Heizungsluft sowie ungünstige Waschgewohnheiten belasten Haut und Haar in der kalten Jahreszeit erheblich und beschleunigen den Feuchtigkeitsverlust.
Ursachen und Risikofaktoren im Alter
Besonders ältere Menschen sind häufig von Xerosis betroffen. Ein altersbedingt verminderter Fettgehalt der Haut führt vor allem an den Beinen zu Spannungsgefühlen und Schuppenbildung, da die dünner werdende Epidermis weniger Feuchtigkeit binden kann. Starkes Kratzen bei einsetzendem Juckreiz birgt zudem das Risiko von Mikroverletzungen und Sekundärinfektionen.
Im Rahmen der pharmazeutischen Beratung gilt es, bestehende Grunderkrankungen und medikamentöse Therapien zu berücksichtigen. Chronische Hautleiden wie atopische Dermatitis oder Psoriasis neigen im Winter zu Schüben und bedürfen einer sorgfältigen Abstimmung der Basispflege.
Auch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus gehen regelmäßig mit trockener Haut einher. Zudem können systemische Arzneimittel, namentlich Glucocorticoide sowie Diuretika, den Feuchtigkeitsverlust zusätzlich begünstigen.
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Richtige Hautreinigung und Pflege nach dem Bad
Häufiges Waschen mit zu heißem Wasser und ungeeigneten Reinigungsmitteln schwächt den schützenden Hydrolipidfilm. Fachleute empfehlen daher eine Wassertemperatur zwischen 37 und 40 Grad Celsius sowie eine Duschdauer von unter fünf bis maximal zehn Minuten. Auf stark alkalische Seifen, aggressive Peelings und alkoholhaltige Produkte sollte verzichtet werden. Stattdessen sind milde, seifenfreie und pH-neutrale Reinigungsmittel ratsam.
Für den Erhalt der Hautbarriere ist der Zeitpunkt der Pflege entscheidend. Cremes oder Lotionen sollten unmittelbar nach dem Baden oder Duschen aufgetragen werden, idealerweise innerhalb von drei bis fünf Minuten auf die noch leicht feuchte Haut.
Zu den bewährten Inhaltsstoffen zählen feuchtigkeitsbindende Substanzen wie Urea, Glycerol und Hyaluronsäure sowie Lipide und Ceramide zur Stärkung der Lipidschicht. Vaseline oder Mineralöle dienen bei besonders trockenen Arealen als physikalischer Verschluss gegen übermäßige Verdunstung.
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Darreichungsformen und begleitende Maßnahmen
Für Patienten, die klassische Salben und Cremes als zu fettig ablehnen, stellen moderne Schaumzubereitungen eine anwenderfreundliche Alternative dar. Insbesondere für beanspruchte Hautpartien wie die Füße oder Schienbeine bieten wirkstoffhaltige Schäume mit Urea und rückfettenden Lipiden eine rasch einziehende Versorgung.
Neben der topischen Pflege spielen Verhaltensfaktoren eine wichtige Rolle. Bei der Zufuhr von Flüssigkeit gilt, dass Mengen über den regulären physiologischen Tagesbedarf hinaus den Hautzustand nicht weiter verbessern; ein Flüssigkeitsdefizit kann die Trockenheit hingegen verstärken.
Ergänzend wird in Wohnräumen eine relative Luftfeuchtigkeit von 30 bis 60 Prozent sowie das Tragen von atmungsaktiver Baumwollkleidung empfohlen. Bei tiefen Rissen, anhaltenden Rötungen, Nässen oder Verdacht auf entzündliche Hauterkrankungen sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.
