TSMC, KI-Chips

TSMC steigert Gewinn auf 21 Milliarden Euro durch KI-Boom

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 10:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der taiwanische Auftragsfertiger profitiert vom Ausbau von KI-Rechenzentren und rechnet im Schlussquartal mit weiterem Wachstum. Dafür erhöht TSMC seine Investitionen und baut zahlreiche Fabriken.

TSMC baut Kapazitäten für KI aus

  • TSMC steigerte den Gewinn im dritten Quartal auf gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar.
  • Der Umsatz erhöhte sich im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar.
  • Für das vierte Quartal erwartet der Konzern bis zu 54,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Der taiwanische Chiphersteller TSMC hat erneut ein Rekordergebnis vorgelegt. (Archivbild) - Bild: David Chang/EPA/dpa
Der taiwanische Chiphersteller TSMC hat erneut ein Rekordergebnis vorgelegt. (Archivbild) - Bild: David Chang/EPA/dpa

TSMC meldet Gewinnsprung im dritten Quartal

Der weltgrößte Chipauftragsfertiger TSMC hat im dritten Quartal einen weiteren Gewinnrekord aufgestellt und mehr verdient als von Experten erwartet. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um über zwei Drittel auf gut 763 Milliarden Taiwan-Dollar, während der Umsatz um 51 Prozent auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar kletterte.

Ausblick übertrifft Markterwartungen

TSMC fertigt unter anderem Chips für Nvidia, AMD und Apple. Für das laufende vierte Quartal peilt der Konzern eine Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent an.

Beim Umsatz erwartet TSMC 52,3 bis 54,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet bis zu 48,6 Milliarden Euro. Damit nimmt sich der Konzern etwas mehr vor als von Fachleuten erwartet.

Investitionen in neue Fabriken

Der Konzern profitiert insbesondere von der Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren, deren Ausbau vor allem in den USA voranschreitet. TSMC will in diesem Jahr bis zu 64 Milliarden US-Dollar in neue Anlagen investieren.

Derzeit arbeitet das Unternehmen am Bau oder an der Erneuerung von 20 Fabriken gleichzeitig. Im dritten Quartal lag die Bruttomarge bei 66,4 Prozent; Verwaltungs- und Vertriebskosten sind dabei nicht berücksichtigt.

TSMCs Quartalszahlen zeigen, wie stark der Ausbau von KI-Rechenzentren derzeit die Halbleiterindustrie prägt. Der Konzern fertigt zentrale Prozessoren und Beschleuniger für führende Technologieunternehmen und profitiert damit nicht nur von der Nachfrage nach einzelnen Endgeräten, sondern vom Aufbau kompletter Recheninfrastrukturen.

Die angekündigten Investitionen von bis zu 64 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr unterstreichen, dass TSMC die Nachfrage als längerfristig einschätzt. Der gleichzeitige Bau oder die Erneuerung von 20 Fabriken bindet erhebliche finanzielle und industrielle Kapazitäten. Dabei geht es auch darum, die Produktion besonders moderner Chips auszuweiten und geografisch breiter aufzustellen.

Chipindustrie bleibt unter Beobachtung

Der Ausblick fällt in eine Berichtssaison, in der Anleger besonders auf die Tragfähigkeit des KI-Investitionszyklus achten. Hohe Bestellungen bei Chipherstellern und Ausrüstern sprechen für anhaltenden Bedarf, zugleich steigen die Anforderungen an Kapital, Energieversorgung und Produktionskapazitäten.

Für TSMC bedeutet der Umsatzsprung eine starke Ausgangsposition für das Schlussquartal. Für Kunden und Abnehmer bleibt entscheidend, ob der Ausbau schnell genug vorankommt und ob die hohen Investitionen dauerhaft durch Nachfrage getragen werden. Die geplante Bruttomarge von 65 bis 67 Prozent signalisiert, dass der Konzern trotz des Kapazitätsausbaus mit hoher Profitabilität rechnet.

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