TSMC, Umsatzrekord

TSMC: Umsatzrekord im Juli mit 44,7 Prozent Wachstum

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 03:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TSMC erzielt im Juli einen neuen Umsatzrekord und hebt die Jahresprognose an. Die Nachfrage nach KI-Chips sorgt für Vollauslastung der Produktion.

TSMC meldet Rekordumsatz im Juli: KI-Nachfrage treibt Halbleiterriesen
Ein Silizium-Wafer mit Mikrochip-Strukturen in einer modernen Halbleiter-Fertigungsanlage unter klinischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der weltweit führende Halbleiterhersteller TSMC hat im Juli einen neuen monatlichen Umsatzrekord aufgestellt und damit das zweite Mal in Folge historische Höchstwerte erreicht. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, profitierte der Konzern maßgeblich von der ungebrochenen Nachfrage nach Chips für Anwendungen im Bereich des Hochleistungsrechnens und der künstlichen Intelligenz.

Rekordwachstum und angehobene Jahresprognosen

Im Juli belief sich der Umsatz von TSMC auf NT$467,58 Milliarden, was umgerechnet etwa 14,5 Milliarden US-Dollar entspricht. Dies stellt eine Steigerung von 44,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat dar. Gegenüber dem Vormonat Juni wuchs der Umsatz um 5,6 Prozent. Damit verzeichnet das Unternehmen seit inzwischen 31 aufeinanderfolgenden Monaten ein Umsatzwachstum. Für den Zeitraum von Januar bis Juli ergibt sich ein kumulierter Umsatz von NT$2,87 Billionen, ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Aufgrund der starken Geschäftsentwicklung hat die Konzernleitung die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben und rechnet nun mit einem Wachstum von über 40 Prozent auf Basis von US-Dollar. Parallel dazu wurden die geplanten Investitionsausgaben auf eine Spanne von 60 bis 64 Milliarden US-Dollar erhöht. Diese Kapitalinvestitionen sollen vor allem den Ausbau der Produktionskapazitäten und die Entwicklung neuer Technologien stützen. Bereits im zweiten Quartal verzeichnete TSMC einen Nettogewinn von NT$706,6 Milliarden (ca. 22 Milliarden US-Dollar), was einem Zuwachs von 77 Prozent im Jahresvergleich entspricht.

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Vollauslastung der fortschrittlichen Fertigungslinien

Ein wesentlicher Treiber für den Erfolg ist das Segment High Performance Computing (HPC), das im zweiten Quartal 66 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte. Die hochmodernen Fertigungslinien für 3-Nanometer- und 5-Nanometer-Chips arbeiten derzeit an der Kapazitätsgrenze. Laut Branchenberichten verfügt TSMC über eine Auftragsvisibilität von 12 bis 18 Monaten, was die starke Marktposition unterstreicht. Das Unternehmen hält schätzungsweise einen Marktanteil von 70 Prozent im Foundry-Geschäft und beliefert namhafte Kunden wie Nvidia, Apple, Broadcom und Qualcomm.

Trotz der wirtschaftlichen Erfolge bleibt die geografische Konzentration der Produktion ein Thema in der Branche. Da über 90 Prozent der fortschrittlichen KI-Chips in Taiwan gefertigt werden, bestehen weiterhin Diskussionen über geopolitische Risiken. TSMC begegnet diesen durch eine verstärkte internationale Expansion. Neben dem Ausbau der Standorte in Taiwan fließen Investitionen in neue Fabriken in Arizona (USA), Japan und Deutschland.

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Internationale Kooperationen und Marktreaktionen

In Japan treibt TSMC zudem ein Gemeinschaftsunternehmen mit Sony voran, das sich auf die Produktion von Bildsensoren in Kumamoto konzentriert. Die Investitionen für dieses Projekt belaufen sich auf etwa 6,3 Milliarden US-Dollar (ca. 1 Billion Yen). Während Sony 60 Prozent der Anteile hält, entfallen 40 Prozent auf TSMC. Die Massenproduktion an diesem Standort soll im Jahr 2029 beginnen.

Die Veröffentlichung der jüngsten Zahlen löste positive Impulse an den weltweiten Aktienmärkten aus. Europäische Chip-Werte wie ASML gewannen zwei Prozent hinzu, auch die Papiere von Infineon und STMicroelectronics verzeichneten Zuwächse. Die Aktie des Kunden Nvidia stieg auf 223,96 US-Dollar, während das Papier von Alphabet leicht nachgab. Die nächste detaillierte Gewinnmitteilung von TSMC wird für Mitte Oktober 2026 erwartet.

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