Typ-2-Diabetes, Teneligliptin

Typ-2-Diabetes: Teneligliptin senkt HbA1c zusätzlich um 0,7 Punkte

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 02:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Zwei Studien belegen einen zusätzlichen HbA1c-Rückgang von rund 0,7 Prozentpunkten; die Verträglichkeit ähnelte Placebo.
Ein helles, modernes klinisches Labor mit sterilen Arbeitsflächen und medizinischen Geräten in einer ruhigen, professionellen Umgebung. Illustration mit AI erstellt.

In der Behandlung des Typ-2-Diabetes gewinnt die Kombination verschiedener Wirkstoffklassen zunehmend an Bedeutung, wenn eine Monotherapie oder duale Behandlung keine ausreichende Blutzuckereinstellung ermöglicht.

Auf der Fachtagung ICDM 2026, die vom 15. bis 17. Oktober 2026 im Coex Magok in Seoul stattfand, präsentierte das pharmazeutische Unternehmen Handok unter Führung der CEOs Kim Young-jin und Baek Jin-ki neue Phase-3-Ergebnisse zu Tenelia (Teneligliptin).

Die Daten, die von Erstautor Prof. Moon Jun-seong von der Yeungnam-Universitätsklinik im Rahmen einer Posterpräsentation vorgestellt wurden, untersuchen den Einsatz des DPP-4-Hemmers als Zusatztherapie bei Patienten, deren Blutzuckerwerte unter Metformin und dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin unzureichend kontrolliert blieben.

Studiendesign von TERA304 und TERA305

Die vorgestellten Resultate basieren auf den beiden multizentrischen, randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studien TERA304 und TERA305. Insgesamt nahmen 449 Patienten an den Untersuchungen teil.

In der Studie TERA304 wurden 235 Probanden untersucht, die eine Hintergrundmedikation aus Metformin und Empagliflozin in einer Dosierung von 10 mg erhielten. Die Studie TERA305 umfasste 214 Patienten, die mit Empagliflozin in einer Dosierung von 25 mg behandelt wurden.

Vor Beginn der Intervention lag der durchschnittliche Baseline-HbA1c-Wert in TERA304 bei 7,5 % in der Teneligliptin-Gruppe und bei 7,6 % in der Placebogruppe. In TERA305 betrug der Ausgangswert 7,7 % unter Teneligliptin beziehungsweise 7,8 % unter Placebo.

Einen Ausgangs-HbA1c von 8,0 % oder mehr wiesen in TERA304 24,1 % der Teneligliptin- und 25,2 % der Placebopatienten auf, während dieser Anteil in TERA305 in beiden Behandlungsgruppen jeweils 38,3 % betrug.

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Signifikante Reduktion des HbA1c-Werts

Beide Studien erreichten ihren primären Endpunkt, die Veränderung des HbA1c-Wertes nach 24 Wochen. Die zusätzliche Gabe von Teneligliptin senkte den HbA1c-Wert im Vergleich zu Placebo signifikant stärker, wobei der zusätzliche Rückgang in beiden Untersuchungen bei rund 0,7 Prozentpunkten lag (p<0,0001). Dieser signifikante Unterschied zeigte sich bereits ab Woche 4 und blieb über die gesamte 24-wöchige Phase erhalten.

Bei der Subgruppe von Teilnehmern mit einem Ausgangs-HbA1c-Wert von mindestens 8,0 % sank der HbA1c-Wert nach 24 Wochen gegenüber dem Ausgangswert um 0,97 Prozentpunkte in TERA304 und um 0,90 Prozentpunkte in TERA305. Einen Ziel-HbA1c-Wert von unter 7,0 % nach 24 Wochen erreichten 59,5 % der Patienten in TERA304 und 58,1 % in TERA305 (p<0,0001). Der Nüchternblutzucker war ab Woche 4 signifikant reduziert, während der Wert für HOMA-? signifikant anstieg.

Langzeitwirkung und Verträglichkeit

Für die Studie TERA305 schloss sich an die initiale Phase eine offene Verlängerungsphase über 28 Wochen an, in der die Patienten mit 20 mg Teneligliptin weiterbehandelt wurden. Im Rahmen der Gesamtbewertung über 52 Wochen zeigte sich, dass der therapeutische Effekt bis zur 52. Woche stabil blieb und auch die Verbesserung des HOMA-?-Wertes über diesen Zeitraum anhielt.

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Hinsichtlich der Verträglichkeit traten unerwünschte Ereignisse unter Teneligliptin mit einer vergleichbaren Häufigkeit wie unter Placebo auf. Es wurden weder schwere unerwünschte Arzneimittelreaktionen noch schwere Hypoglykämien beobachtet.

Tenelia ist in Korea bereits seit 2015 auf dem Markt etabliert. Die neuen Daten liefern weiterführende klinische Evidenz für die gezielte Dreifachkombination mit Metformin und Empagliflozin bei anhaltendem Behandlungsbedarf.

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