Uber-Betrug Schweiz: 1,5 Millionen CHF durch fiktive Fahrten gestohlen
Veröffentlicht am: 25.07.2026 um 13:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In einem großangelegten Betrugsfall zulasten des Fahrdienstvermittlers Uber Schweiz sind zwischen Mai und Juli 2021 rund 1,5 Millionen CHF entwendet worden. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, nutzten die Täter eine Masche mit fiktiven Fahrten, um Gelder systematisch aus dem System des Unternehmens abzuziehen. Uber selbst hatte die Unregelmäßigkeiten im Jahr 2021 entdeckt und in der Folge Anzeige erstattet.
Systematische Manipulation des Buchungssystems
Der Modus Operandi der Täterschaft basierte auf der Generierung und anschließenden Stornierung fiktiver Fahrten. Durch diese Manipulationen gelang es den Akteuren, Zahlungsströme auszulösen, ohne dass tatsächliche Transportdienstleistungen erbracht wurden. Die so erbeuteten Beträge wurden über ein komplexes Netzwerk von Konten in der Schweiz abgewickelt.
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Von dort aus floss das Geld an verschiedene internationale Destinationen. Die Ermittlungen zeigten, dass die Transaktionen unter anderem nach China, Hongkong und Ägypten führten. Zudem wurden Kryptoplattformen genutzt, um die Herkunft der Gelder zu verschleiern und den weiteren Verbleib der Summen zu maskieren.
Verurteilungen wegen Geldwäscherei in der Schweiz
Im Rahmen der juristischen Aufarbeitung wurden nun mehrere Beteiligte in der Schweiz zur Rechenschaft gezogen. Per Strafbefehl wurden Tariq Hedari und Ahmed Elsayed wegen Geldwäscherei verurteilt. Die Strafen fielen dabei unterschiedlich hoch aus: Hedari erhielt eine Strafe von 180 Tagessätzen zu je 30 CHF sowie eine zusätzliche Busse von 700 CHF. Elsayed wurde ebenfalls zu 180 Tagessätzen verurteilt, wobei der Tagessatz hier auf 70 CHF festgesetzt wurde, ergänzt um eine Busse von 1700 CHF.
Die Verurteilten fungierten als Teil einer Logistikkette, die von Hintermännern rekrutiert worden war. Ihre Aufgabe bestand darin, die in der Schweiz entgegengenommenen Gelder ins Ausland oder in digitale Währungen weiterzuleiten. Im Zuge der Verfahren konnten bisher 34.000 CHF sichergestellt und an Uber herausgegeben werden.
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Drahtzieher in Ägypten weiterhin flüchtig
Trotz der Erfolge bei der Verfolgung der Geldwäscher in der Schweiz bleiben die eigentlichen Organisatoren des Betrugsmodells bislang straffrei. Die Ermittlungsbehörden konnten die Drahtzieher, die in Ägypten vermutet werden, nicht identifizieren. In der Konsequenz wurde das entsprechende Verfahren gegen die unbekannte Täterschaft vorerst sistiert.
Der Fall verdeutlicht die Herausforderungen für digitale Plattformbetreiber bei der Absicherung ihrer Zahlungssysteme gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität. Während die lokalen Gehilfen durch die Justiz belangt werden konnten, zeigt die internationale Dimension der Geldflüsse nach Ostasien und Nordafrika die Komplexität der strafrechtlichen Verfolgung in solchen Fällen.
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