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Uber startet autonome Taxis in London: 15 Fahrzeuge mit Wayve-KI

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Uber bringt in London autonome Fahrten mit 15 Ford-Fahrzeugen an den Start, setzt zunÀchst aber weiterhin auf Sicherheitsfahrer und begrenzte Strecken.

Uber startet autonome Fahrten in London mit Wayve-Technologie
Eine ruhige, enge Wohnstraße in London mit historischer Backsteinarchitektur bei bewölktem Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Der MobilitĂ€tsdienstleister Uber hat am 3. September 2026 seinen ersten autonomen Ride-Hailing-Service in Großbritannien gestartet. In der britischen Hauptstadt London kommen dabei zunĂ€chst 15 Fahrzeuge des Typs Ford Mustang Mach-E zum Einsatz. Diese sind mit dem „AI Driver“-System des Technologiepartners Wayve ausgestattet. Der Betrieb erfolgt vorerst unter Aufsicht von Sicherheitsfahrern, die jederzeit eingreifen können.

Technische Umsetzung und Marktstart in der britischen Hauptstadt

Die in London eingesetzten Fahrzeuge nutzen eine KI-basierte Steuerung von Wayve, die ohne hochauflösende Karten (HD-Karten) auskommt. Der Dienst ist rĂ€umlich begrenzt; so sind Fahrten zu FlughĂ€fen derzeit nicht möglich. Laut Unternehmensangaben stieß das Angebot bereits vor dem Start auf großes Interesse, da sich ĂŒber 140.000 Londoner fĂŒr den Dienst angemeldet hatten.

WĂ€hrend Uber offiziell angab, dass fĂŒr die autonomen Fahrten keine Aufpreise im Vergleich zu regulĂ€ren Fahrten erhoben werden, berichteten Testfahrer im Rahmen einer Medienberichterstattung von einem Aufpreis in Höhe von 20 Prozent.

In einem dokumentierten Fall blieb ein Fahrzeug zudem in einer engen Passage stecken. Wayve-Verantwortliche wiesen darauf hin, dass die Technologie noch in der Reifung begriffen sei. VollstÀndig fahrerlose Dienste ohne Sicherheitsbegleitung werden in der Branche erst nach 2027 erwartet.

Globale Expansionsziele und personelle Umstrukturierung

Der Start in London markiert den zweiten europĂ€ischen Markt fĂŒr Uber, nachdem bereits ein Ă€hnlicher Dienst in Zagreb eingefĂŒhrt wurde. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen, autonome Fahrten in insgesamt 15 StĂ€dten anzubieten.

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Diese Bestrebungen sind Teil einer grĂ¶ĂŸeren Partnerschaft, die darauf abzielt, 12 globale MĂ€rkte zu erschließen. Unter anderem ist die EinfĂŒhrung eines Dienstes in Tokio mit Fahrzeugen des Typs Nissan Leaf fĂŒr den weiteren Verlauf des Jahres 2026 vorgesehen.

Parallel zum technischen Ausbau gab Uber einen Stellenabbau bekannt. Zeitgleich zum Start in London kĂŒndigte das Unternehmen die Streichung von 3.300 ArbeitsplĂ€tzen an. Uber-CEO Dara Khosrowshahi erklĂ€rte diesen Schritt mit notwendigen Einsparungen, um die Investitionen in die autonome Zukunft zu finanzieren. Khosrowshahi bezeichnete das Marktpotenzial autonomer MobilitĂ€t als eine GeschĂ€ftsmöglichkeit im Wert von ĂŒber einer Billion US-Dollar.

Herausforderungen im Testbetrieb und Marktentwicklung

Trotz der zunehmenden Automatisierung sieht Uber kurzfristig kein Risiko fĂŒr die aktuell bei dem Dienst registrierten Fahrer. In London sind neben einer Vielzahl privater Mietwagen auch weiterhin die traditionellen „Black Taxis“ prĂ€sent, deren Anzahl jedoch in den vergangenen Jahren deutlich zurĂŒckgegangen ist. Waren im Jahr 2010 noch rund 25.000 dieser Taxis registriert, liegt die Zahl aktuell bei etwa 16.000 Fahrzeugen.

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Die EinfĂŒhrung der Wayve-Technologie unterscheidet sich von AnsĂ€tzen anderer Wettbewerber durch den Verzicht auf detailliertes Kartenmaterial. Das System soll stattdessen in der Lage sein, Fahrentscheidungen allein auf Basis von Kameradaten und Sensoren in Echtzeit zu treffen.

Experten beobachten diesen Ansatz genau, da er eine schnellere Skalierung in neuen StÀdten ermöglichen könnte, sofern die ZuverlÀssigkeit im komplexen Stadtverkehr von London nachhaltig nachgewiesen wird.

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