UniExtract2, Open-Source-Tool

UniExtract2: Open-Source-Tool entpackt über 500 Dateiformate

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 02:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Open-Source-Programme erschließen über 500 Dateiformate, prüfen Firmware und synchronisieren digitale Bücher über mehrere Plattformen hinweg.

Open-Source-Tools: Archive analysieren und E-Books synchronisieren
Ein minimalistischer, moderner Arbeitsplatz mit einem ausgeschalteten Monitor in einem hellen Raum. Illustration mit AI erstellt.

Spezialisierte Open-Source-Werkzeuge zur Extraktion von über 500 Dateiformaten sowie plattformübergreifende Lösungen zur Verwaltung von E-Books mit Synchronisation über mehrere Geräte hinweg stehen im Mittelpunkt aktueller technischer Dokumentationen. Die vorgestellten Dienstprogramme decken ein breites Spektrum ab, das von der Analyse gepackter Spiel- und Systemarchive bis hin zur Bereitstellung privater Cloud-Bibliotheken reicht.

Universelle Extraktion von Archiven und Spielressourcen

Für Dekomprimierungsaufgaben bietet das unter der Lizenz GPLv2 stehende, kostenlose Programm UniExtract2 eine breite Formatunterstützung. Die Anwendung verarbeitet mehr als 500 Formate, darunter klassische Archivtypen wie 7z, RAR, ZIP, TAR, GZIP, BZIP2, ACE und ARJ, Installer von Inno Setup, NSIS oder InstallShield sowie Abbilder in den Formaten ISO, BIN, NRG und MDF.

Zudem lassen sich Spielressourcen aus Engines wie Unity, Godot, RPG Maker, GameMaker und RenPy analysieren. Das Werkzeug integriert eine TrIDLib-Erkennung, unterstützt Stapel- sowie Parallelverarbeitung, verfügt über einen Silent-Modus, bindet sich in das Kontextmenü ein und bietet neben einer Befehlszeilenschnittstelle Übersetzungen in über 30 Sprachen.

Der praktische Nutzen liegt unter anderem in der Prüfung von Installationsdateien ohne vorherige Ausführung, der Datenrettung sowie dem Auslesen von Dateien wie RPG Maker .rpgmvp.

Ergänzend existieren stark fokussierte Lösungen:
- godot-unpacker: Das ab Python 3.10 lauffähige Programm kommt ohne externe Abhängigkeiten aus. Es entpackt Godot-Dateien der Typen .pck und .exe mittels GDPC-Magic, behält die Verzeichnisstruktur bei und wandelt Formate wie .tex, .stex oder .oggstr in webp, png, jpg oder ogg um.

Ein Parameter erlaubt zudem das Beibehalten des Containers.
- unrpa: Das unter GPLv3 lizenzierte Skript benötigt mindestens Python 3.7 und liegt als CLI-Tool sowie als Python-Bibliothek vor. Es extrahiert die RenPy-Formate RPA-1.0 bis RPA-4.0, ALT-1.0 und ZiX-12A/B und stellt Befehle für Ausgabepfade, Baumansichten, Versionsauswahl, Schlüsselangaben sowie Fehlertoleranz bereit.
- unnpk: Das auf C und Python basierende Werkzeug für Linux und macOS nutzt libmagic, um NetEase NeoX NPK-Dateien fehlertolerant zu entpacken.

Skripte zur Dekodierung unterstützen zudem die Python-2-basierte Analyse.
- Zarchiver: In Version 1.0.11 stellt die kostenlose Android-App (ab Android 4.3) ein 5,41 MB großes Archivverwaltungstool bereit. Neben 15 Formaten einschließlich RAR5 verarbeitet die App Archive über 2 GB, Teildateien zwischen 1 MB und 2 GB und bietet Vorschaufunktionen sowie dateiübergreifendes Verschieben.

Firmware- und Systemanalyse ohne Originalhardware

Für tiefergehende Sicherheitsanalysen stellen die in C++20 verfassten Werkzeuge moria und mithril (unter MIT-Lizenz) eine Umgebung bereit, mit der sich Firmware isoliert untersuchen lässt.

Während moria diverse Dateisysteme wie SquashFS, ext2-4, F2FS, XFS, btrfs, HFS+, NTFS, EROFS, JFFS2 und UBIFS sowie U-Boot und UPX-Signaturen auswertet, liefert mithril softwarebezogene Stücklisten (SBOM nach CycloneDX und SPDX), CVE-Abgleiche, Geheimniserkennung sowie Boot-Audits.

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Das auf Tauri 2, Rust und React aufbauende Demoprojekt Meow~Detective demonstriert unter Verwendung von SQLite mit Write-Ahead-Logging das Parsen von NTFS-, EXT4- und XFS-Dateibäumen. Es ermöglicht unter anderem Cluster-Importe für Proxmox VE und Ceph-RBD sowie das schreibgeschützte Auslesen forensischer Abbilder im E01- und RAW-Format.

Plattformübergreifende E-Book-Verwaltung und Reader

Im Bereich des digitalen Lesens positioniert sich Koodo Reader als quelloffenes Programm für Windows, macOS, Linux, Android, iOS und das Web. Die Software synchronisiert Lesestände, Lesezeichen, Notizen und Einstellungen über sechs Geräte hinweg.

Unterstützt werden 35 Sprachen, zwölf Cloud-Dienste – darunter Microsoft OneDrive, Google Drive, WebDAV und S3-Speicher – sowie eine AES-256-Verschlüsselung. Zu den lesbaren Formaten zählen EPUB, PDF, MOBI, AZW3, TXT, Markdown, DOCX, CBR und CBZ.

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Für den Aufbau privater Bibliotheken dokumentieren Anleitungen zudem das Zusammenspiel von Calibre-Web (Port 8083) und Audiobookshelf (Port 8084) via Docker auf FeiNiuOS. Als Mindestanforderung für das x86-64-system gelten 4 GB Arbeitsspeicher und 100 GB Speicherplatz. Das Calibre-Douban-Plugin ermöglicht dabei die automatische Buchmetadaten-Beschaffung per Web-Scraping.

Mobile Leseanforderungen bedienen unter anderem die quelloffene, werbefreie App legado-Harmony für HarmonyOS mit WebDAV-Backup und OPDS-Schnittstellen sowie die kostenpflichtige Android-App Librera PRO v9.6.17, die neben breiter Formatvielfalt auch RSVP-Schnelllesen und einen Musikermodus integriert.

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