UP-Carrier GTJ: Jungheinrich und Automha bringen Zwei-Wege-Shuttle fĂŒr Lager
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 11:00 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Intralogistikkonzern Jungheinrich und der italienische Automatisierungsspezialist Automha haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Im Rahmen dieser Kooperation haben beide Unternehmen gemeinsam den Zwei-Wege-Paletten-Shuttle UP-Carrier GTJ fĂŒr die hochdichte Lagerung von Paletten entwickelt. Das System zielt darauf ab, Betreibern bestehender Logistikanlagen einen schrittweisen Einstieg in die Automatisierung zu ermöglichen.
Schrittweiser Migrationspfad fĂŒr Bestandsimmobilien
Der UP-Carrier GTJ ist gezielt fĂŒr Brownfield-Lager konzipiert, in denen Betreiber eine höhere Lagerdichte und gesteigerte Durchsatzraten realisieren wollen, ohne dafĂŒr Neubauten errichten oder aufwendige, vollautomatische Materialflusssysteme installieren zu mĂŒssen. Das modulare System kommt ohne gröĂere bauliche VerĂ€nderungen aus und lĂ€sst sich an bestehende Lager- sowie IT-Systeme anbinden.
Die Zielgruppe umfasst Anlagenbetreiber, die zusĂ€tzliche KapazitĂ€ten und Prozessleistung benötigen, fĂŒr die sich ein kompletter Neubau jedoch weder wirtschaftlich rechtfertigen noch rĂ€umlich unterbringen lĂ€sst. Innerhalb des Konzepts werden Paletten zunĂ€chst weiterhin mit konventionellen Flurförderzeugen transportiert.
Wer sich mit dem technologischen Wandel in der Logistik befasst, sollte auch die rechtlichen Rahmenbedingungen fĂŒr Flurförderzeuge im Blick behalten. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt, wie Sie eine rechtssichere Unterweisung effizient planen und rechtliche Risiken minimieren. Rechtskonforme Gabelstapler-Unterweisung mit bewĂ€hrten Mustern â jetzt gratis herunterladen
Das Shuttlesystem arbeitet somit parallel zu bestehenden Fahrzeugflotten. Eine spÀtere Automatisierung der Zubringung ist modular möglich, sodass Investitionen dem tatsÀchlichen operativen Wachstum folgen können.
Kombination aus Shuttle-Technik und Systemintegration
Das gemeinsame Angebot schlieĂt eine LĂŒcke im Markt und positioniert sich zwischen klassischer Lagertechnik und hochkomplexen Gesamtsystemen. Der Zwei-Wege-Shuttle ergĂ€nzt bei Jungheinrich das Portfolio um Vier-Wege-Shuttles, die ĂŒber eine Partnerschaft mit Movu Robotics fĂŒr vollautomatische Hochleistungslager bereitgestellt werden.
Die Entwicklung des UP-Carrier GTJ dauerte von der ersten Konzeption bis zur Marktreife neun Monate. Die zugrunde liegende Shuttle-Technologie bewĂ€hrte sich bereits in ĂŒber 200 Projekten in ĂŒber 25 LĂ€ndern. Die Vermarktung des neuen GerĂ€ts erfolgt exklusiv ĂŒber Jungheinrich.
Neben der EinfĂŒhrung neuer Shuttlesysteme bleibt der Zeitfaktor bei der obligatorischen Sicherheitsunterweisung fĂŒr das Bestandspersonal eine zentrale Herausforderung. Mit einer sofort einsetzbaren Muster-PowerPoint und einem Teilnehmer-Quiz erledigen Betriebsleiter diese Aufgabe kĂŒnftig deutlich schneller. Gabelstapler-Unterweisung in 30 Minuten erledigt: So sparen Betriebsleiter wertvolle Zeit
Im Rahmen der Aufgabenverteilung steuert Automha das spezifische Shuttle-Know-how bei. Jungheinrich ĂŒbernimmt die Systemintegration, steuert die Softwareanbindung sowie Regal- und Fördertechnik bei und deckt die anschlieĂenden Lifecycle-Services ab. Das System lĂ€sst sich zudem um autonome mobile Roboter von Jungheinrich erweitern.
Strategische Bedeutung fĂŒr beide Partner
Unternehmensvertreter heben die Vorteile der Kooperation hervor. Dr. Tobias Harzer, Chief Automation Officer bei Jungheinrich, betont vor allem den flexiblen Entwicklungspfad, den die Lösung Anwendern biete.
Gianni Togni, Vice President Sales und Marketing bei Automha, verweist auf das Zusammenspiel aus bewÀhrter Shuttle-Mechanik und der weltweiten Integrations- und Serviceexpertise von Jungheinrich. Mit der Partnerschaft wollen beide Unternehmen der steigenden Nachfrage nach flexiblen und risikoarmen Automatisierungsstufen in der industriellen Lagerlogistik begegnen.
