USA, Cyclospora-Fälle

USA: 1.645 Cyclospora-Fälle in 34 Bundesstaaten bestätigt

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Mehrere Rückrufe belasten den deutschen Lebensmittelhandel. Noroviren in Beeren, Salmonellen in Nudossi und STEC-Erreger in Wurstwaren wurden nachgewiesen.

Lebensmittel-Rückrufe: Noroviren, Salmonellen und mehr
Ein steriler Labortisch mit Petrischalen und Analysegeräten zur Lebensmittelsicherheitsprüfung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Gleich mehrere Rückrufe erschüttern aktuell den deutschen Lebensmittelhandel. Noroviren in Tiefkühlbeeren, Salmonellen im Nuss-Nougat-Aufstrich und gefährliche Bakterien in Wurstwaren – die Warnungen häufen sich.

Noroviren in Lidl-Beerenmischung

Der Tiefkühlkost-Hersteller Jütro hat einen Rückruf für die Beerenmischung „Freshona“ gestartet. Das Produkt wurde über Lidl vertrieben. In Proben der 300-Gramm-Packung fanden sich Noroviren. Betroffen sind Chargen mit Mindesthaltbarkeitsdatum April 2028.

Noroviren überleben selbst bei Minusgraden. Für Senioren und Kleinkinder können sie schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen.

Salmonellen in Nudossi-Creme

Auch die sächsische Süßwaren-Branche ist betroffen. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH warnt vor ihrer Haselnuss-Nougat-Crème der Marke Nudossi. In dem Brotaufstrich wurden Salmonellen nachgewiesen.

Der Rückruf betrifft Gläser mit Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 1. August und dem 30. September 2026. Salmonellen verursachen fieberhafte Darminfektionen, die bei empfindlichen Personen schwer verlaufen können.

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STEC-Erreger in Mettwurst

Die Fleischwaren Wulff GmbH ruft verschiedene Mettwurstprodukte und Pfefferlinge zurück. Grund: der Nachweis von STEC/VTEC-Erregern – Shiga-Toxin bildende Escherichia coli. Die Waren stammen aus Produktionszeiträumen Ende Mai 2026.

Bereits Mitte Juli warnten Behörden vor diesen Erzeugnissen. Die aktuelle Warnung richtet sich vor allem an Verbraucher, die noch Vorräte zu Hause haben.

Listerien in Kebab-Sandwich

In der Schweiz rief der Discounter Denner ein Kebab-Sandwich des Herstellers Riva Alimentari Uniti zurück. Grund: Listerien-Nachweis. Das Produkt hat ein Verbrauchsdatum bis Ende Juli 2026.

Listerien sind besonders gefährlich für Schwangere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

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USA: Massiver Cyclospora-Ausbruch

Während Europa vor allem mit Viren und Bakterien kämpft, erschüttert die USA ein massiver Ausbruch von Cyclosporiasis. Der Parasit Cyclospora cayetanensis wird meist durch kontaminiertes Obst oder Gemüse übertragen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC meldete am 22. Juli 2026 insgesamt 1.645 bestätigte Fälle in 34 Bundesstaaten. Die Zahl der Verdachtsfälle wird auf über 5.100 geschätzt. Zunächst stand Eisbergsalat eines großen Zulieferers im Verdacht. Mitte Juli folgten umfangreiche Rückrufe bei Walmart und McDonald's.

Die FDA revidierte jedoch ein erstes positives Testergebnis als falsch-positiv. Die Suche nach der genauen Ursache gestaltet sich schwierig: Die Symptome treten oft erst ein bis zwei Wochen nach dem Verzehr auf. Dann sind die Frischprodukte meist nicht mehr für Analysen verfügbar.

US-Gesundheitsminister Kennedy erklärte am 21. Juli, der Ausbruch sei unter Kontrolle. Die Übertragung erfolgt laut Experten primär über kontaminiertes Wasser oder Düngemittel – nicht direkt von Mensch zu Mensch.

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