Kritische, BootROM-LĂŒcke

usbliter8: Kritische BootROM-LĂŒcke betrifft Millionen Apple-GerĂ€te

23.06.2026 - 14:47:59 | boerse-global.de

Sicherheitsforscher entdecken dauerhafte Schwachstelle in Àlteren Apple-Prozessoren. Ein Software-Update kann den Hardware-Fehler nicht beheben.

Apple-Chips: Kritische BootROM-LĂŒcke betrifft Millionen GerĂ€te
Kritische - Ein zerbrochenes iPhone-Display, aus dem leuchtende Codezeilen austreten, symbolisiert eine tiefe Hardwareschwachstelle. 23.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Sicherheitsforscher der Gruppe Paradigm Shift haben eine kritische Schwachstelle in Apple-ChipsĂ€tzen aufgespĂŒrt. Die unter dem Namen „usbliter8“ bekannte LĂŒcke betrifft Millionen von GerĂ€ten – vom iPhone 11 bis zur Apple Watch. Das Problem: Der Fehler sitzt im BootROM der Hardware und lĂ€sst sich nicht durch Software-Updates schließen.

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Angriff in unter zwei Sekunden

Technisch handelt es sich um einen Fehler im USB-Controller Synopsys DesignWare USB 2.0. Dieser kommt in den Prozessoren A12 und A13 sowie den S4- und S5-Chips zum Einsatz. Die Schwachstelle tritt bereits beim Startvorgang auf, bevor das Betriebssystem geladen wird. Angreifer können so die gesicherte Boot-Kette umgehen.

In Demonstrationen genĂŒgte ein gĂŒnstiger Mikrocontroller, um den Exploit in weniger als zwei Sekunden auszufĂŒhren. Das ermöglicht die Installation nicht autorisierter Software oder den Zugriff auf tiefere Systemebenen – ein gefundenes Fressen fĂŒr die Jailbreak-Community und forensische Dienstister.

Welche GerÀte betroffen sind

Die Liste der anfÀlligen Modelle ist lang:

  • iPhones: XS, XS Max, XR, 11er-Serie, SE (2. Gen.)
  • iPads: Air (3. Gen.), Mini 5, 8. und 9. Generation
  • Weitere: Apple Watch Series 4 und 5, Watch SE (1. Gen.), HomePod Mini, Apple TV 4K (2. Gen.), Studio Display (2022)

Neuere Prozessoren ab der A14-Generation sind nicht betroffen.

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Keine Panik fĂŒr Normalnutzer

FĂŒr den Durchschnittsanwender besteht laut Sicherheitsexperten kein unmittelbares Risiko. Ein erfolgreicher Angriff setzt voraus, dass der Angreifer physischen Zugriff auf das entsperrte GerĂ€t hat und es per Kabel anschließt. Die Secure Enclave mit Passwörtern und biometrischen Daten bleibt durch den BootROM-Fehler nicht direkt kompromittiert.

Das BSI rĂ€t betroffenen Nutzern zu folgenden Maßnahmen:

  • Komplexen alphanumerischen Sperrcode verwenden
  • Face ID oder Touch ID aktivieren
  • „Wo ist?“ dauerhaft eingeschaltet lassen
  • GerĂ€te nie unbeaufsichtigt an öffentlichen Orten lassen

Nutzer mit hohen Sicherheitsanforderungen sollten mittelfristig auf Hardware mit ChipsÀtzen ab der A14-Serie umsteigen. Eine offizielle Stellungnahme von Apple oder eine CVE-Kennung lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor.

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