Vera, Rubin

Vera Rubin: Nvidia-Chef Huang bestätigt pünktliche Massenproduktion

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 19:46 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Nvidia-Chef Jensen Huang stellt klar: Die neue KI-Chip-Plattform Vera Rubin kommt planmäßig und ist bereits in Produktion.

Nvidia-CEO Huang dementiert Produktionsverzögerungen bei Vera Rubin
Zukunftssicherer Server-Rack mit blauen und grünen Leuchten, die fortschrittliche KI-Hardware und Rechenzentren darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Jensen Huang stellt klar: Die nächste KI-Chip-Generation Vera Rubin kommt wie geplant.

Der CEO des US-Chipriesen reagierte am heutigen Mittwoch auf Berichte über mögliche Verzögerungen. Huang betonte, dass die Plattform bereits in Produktion sei und bald in großer Stückzahl auf den Markt komme. „Die Hardware läuft rund", so der Nvidia-Chef.

Zweifel an der Produktion

Noch am Vortag hatten Analysten von KeyBanc von möglichen Problemen gesprochen. Grund seien Schwierigkeiten bei der Wärmeableitung und der Integration von HBM4-Speichermodulen. Auch der Branchendienst SemiAnalysis hatte auf Probleme mit Leiterplatten hingewiesen.

Huang wies diese Bedenken entschieden zurück. Das Unternehmen habe die Kühlungsprobleme gelöst, und von Schwierigkeiten mit den Leiterplatten könne keine Rede sein. Die KeyBanc-Analysten bleiben dennoch optimistisch: Sie halten an einem Kursziel von 330 Dollar für die Nvidia-Aktie fest. Sollte es zu Engpässen kommen, könnten die bestehenden B300-GPUs die Lücke füllen.

Erste Systeme bereits im Einsatz

Die Massenproduktion für die breite Auslieferung an Kunden ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Einige Komponenten des Vera-Rubin-Ökosystems laufen jedoch bereits seit Monaten. Der Cloud-Anbieter CoreWeave beansprucht für sich, bereits Anfang Juni das erste funktionsfähige Vera-Rubin-NVL72-System in Betrieb genommen zu haben – geliefert durch eine Partnerschaft mit Dell.

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Branchenkreisen zufolge werden einzelne Vera-Rubin-Chips bereits seit Januar 2026 in Serie produziert. Analysten rechnen damit, dass Nvidia im Laufe des Jahres rund 5,7 Millionen Rubin-GPUs fertigen wird. Zu den ersten großen Abnehmern dürften die Cloud-Riesen Amazon Web Services, Google Cloud und Microsoft gehören.

Rechenpower und Rekordzahlen

Die neue Plattform verspricht einen gewaltigen Leistungssprung: Bis zu 3,6 Exaflops Rechenleistung und eine zehnfach höhere Effizienz bei der Token-Verarbeitung. Morgan Stanley hat aufgrund dieser Fähigkeiten bereits seine Preiserwartungen für Rubin-basierte Server-Racks nach oben korrigiert.

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Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Nvidia meldet Rekordzahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 setzte der Konzern umgerechnet rund 74 Milliarden Euro um – ein Plus von über 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das zweite Quartal stellt das Management rund 83 Milliarden Euro in Aussicht. Die Quartalserlöse könnten bald die Marke von 90 Milliarden Euro knacken.

Auch der Auftragsfertiger TSMC profitiert vom KI-Boom: Der taiwanesische Halbleiterriese steigerte seinen Juni-Umsatz um fast 68 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – ein klares Zeichen für die enorme Nachfrage nach modernsten Chips für KI-Anwendungen.

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