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Vera Rubin: Nvidia startet KI-Plattform in 350 Fabriken weltweit

01.06.2026 - 21:48:50 | boerse-global.de

Nvidia hat die Fertigung seiner neuen KI-Plattform Vera Rubin gestartet. Das System soll zehnmal leistungsfähiger sein als der Vorgänger.

Vera Rubin: Nvidia startet KI-Plattform in 350 Fabriken weltweit - Bild: ĂĽber boerse-global.de
Vera Rubin: Nvidia startet KI-Plattform in 350 Fabriken weltweit - Bild: ĂĽber boerse-global.de

Der Chip-Gigant Nvidia startet die Fertigung seiner neuen KI-Plattform Vera Rubin – mit 350 Fabriken in 30 Ländern und einer Leistung, die die Branche aufmischt.

Jensen Huang, CEO von Nvidia, gab heute auf der Computex in Taipeh den Startschuss für die nächste Generation der KI-Infrastruktur. Die Vera-Rubin-Plattform soll die Ära der „agentischen KI" einläuten – Systeme, die eigenständig handeln statt nur zu antworten. Das Besondere: Die Produktion ist bereits angelaufen, und zwar in einem Umfang, der selbst für Nvidia beispiellos ist.

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Rekordverdächtige Leistungssprünge

Das Herzstück bildet das NVL72-System mit 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs, verbunden durch die neue NVLink-6-Technologie. Die Versprechen sind gewaltig: Zehnmal höherer Durchsatz für KI-Agenten als beim Vorgänger Grace Blackwell.

Die neue Vera-CPU setzt auf 88 Olympus-Kerne und erreicht eine Bandbreite von 1,2 TB/s. In Tests arbeitet sie 1,8-mal schneller als herkömmliche x86-Prozessoren – ein deutliches Signal an Intel und AMD. Hinzu kommt der BlueField-4-Datenprozessor mit 800 Gb/s und verbesserter Sicherheitsarchitektur.

Für die Vernetzung sorgt das Spectrum-X-Ethernet-System mit integrierter Optik. Es soll fünfmal energieeffizienter sein und die KI-Verfügbarkeit drastisch erhöhen.

Die Racks selbst sind technische Wunderwerke: Rund 1,3 Millionen Komponenten und 6 Billionen Transistoren stecken in einem kabellosen Design. Die Montage eines Racks dauert laut Nvidia nur fünf Minuten – ein entscheidender Faktor für den Masseneinsatz.

Globale Produktion mit Schwerpunkt Taiwan

Die Fertigung stĂĽtzt sich auf ein Netzwerk von 150 Partnern allein in Taiwan. Ăśber eine Million MGX-Rack-Komponenten entstehen in 25 Fabriken auf der Insel. TSMC, Foxconn, Pegatron und Quanta Cloud Technology sind die zentralen Akteure.

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Foxconn errichtet derzeit ein 1,4 Milliarden Euro teures KI-Rechenzentrum in Taiwan mit 10.000 Nvidia-GPUs. Die Fehleranalyse soll sich um 80 Prozent verbessern, die Arbeitsproduktivität um 15 Prozent steigen. TSMC wiederum integriert Nvidias CUDA-X- und cuLitho-Software und steigert damit die Fertigungseffizienz um 20 bis 50 Prozent.

Bei den Speicherchips setzt Nvidia auf HBM4-Technologie von SK hynix, Samsung und Micron. SK hynix wird voraussichtlich 60 bis 70 Prozent der ersten Lieferungen ĂĽbernehmen, Samsung 25 bis 30 Prozent. Samsung hat bereits mit der Auslieferung von 12-Lagen-HBM4-Modulen begonnen und liefert erste Muster von HBM4E fĂĽr die fĂĽr Ende 2027 geplante Vera-Rubin-Ultra-Generation.

Wer setzt auf die neue Technologie?

Die ersten Kunden stehen bereits fest: OpenAI, Anthropic, SpaceXAI und ByteDance haben sich als frĂĽhe Nutzer verpflichtet. Auf der Cloud-Seite sind Microsoft Azure, Oracle Cloud Infrastructure, CoreWeave und Lambda mit an Bord.

Die Serienproduktion der eigenständigen Vera-CPU soll im dritten Quartal 2026 hochgefahren werden. Die kompletten Vera-Rubin-Systeme werden ab Herbst 2026 an die ersten Kunden ausgeliefert.

KI-Agenten als Wirtschaftsfaktor

Parallel zur Hardware stellte Nvidia das NeMo Enterprise AI Agent Toolkit vor – eine Plattform zur Entwicklung digitaler Arbeitskräfte. Huang rechnet vor: Weltweit gibt es vier Millionen Softwareentwickler mit einem Gesamtgehalt von drei Billionen Euro. Durch KI-Agenten könnte deren wirtschaftlicher Output auf neun Billionen Euro steigen.

Und das ist erst der Anfang. Nvidia prognosticert den Bau von 100-Gigawatt-KI-Fabriken bis zum Ende des Jahrzehnts – einzelne Anlagen könnten bis zu 100 Milliarden Euro kosten. Die Vera-Rubin-Plattform ist der erste Schritt in diese Richtung.

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