Verbraucherrechts-Gesetz 2026: Reparaturpflicht ab 1. Oktober
Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 12:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt stellt 478.000 Franken bereit. Bürger können sich 50 Prozent der Reparaturkosten erstatten lassen – maximal 100 Franken pro Jahr. Bereits 22 Betriebe machen mit. Ziel sind rund 40.000 Reparaturen, die knapp 960 Tonnen CO2 einsparen sollen.
Auch deutsche Kommunen ziehen nach
Bad Kreuznach legt ab dem 20. Juli ein Klimaanpassungsprogramm auf. 100.000 Euro fließen in Maßnahmen wie Entsiegelung oder Dachbegrünung. Pro Haushalt sind bis zu 7.500 Euro Zuschuss drin. In Bebra startet am 1. August eine neue Solarförderung – Balkonkraftwerke werden pauschal mit 100 Euro unterstützt. Der Regionalverband Großraum Braunschweig setzt sein Programm „Klimafreundlich leben" in einer zweiten Runde fort. Bewerbungen sind bis zum 1. September möglich.
Gesetzgeber verschärft die Regeln
Der Bundesrat stimmte am 15. Juli einstimmig für das Verbraucherrechts-Änderungsgesetz 2026. Ab 1. Oktober müssen Online-Shops einen verpflichtenden Widerrufsbutton anbieten. Hersteller von Smartphones oder Waschmaschinen werden zur Reparatur verpflichtet. Der Clou: Nach einer erfolgreichen Reparatur verlängert sich die Gewährleistungsfrist um ein Jahr.
Am 19. Juli tritt ein EU-weites Verbot der Vernichtung unverkaufter Textilien in Kraft. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Allerdings gibt es Ausnahmen: Wenn Reparaturen zu teuer sind oder Spendenversuche scheitern, bleiben die Kleider doch im Müll.
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Lernen von Hanoi
Dass nachhaltiger Konsum in der Gemeinschaft wurzeln muss, zeigt ein Projekt in Vietnam. In den Regionen Kim Anh und Soc Son bei Hanoi lief von September 2025 bis Juli 2026 eine Initiative für grünen Konsum. Die Ergebnisse sind beeindruckend: 94,8 Prozent der Teilnehmer verstehen nachhaltige Praktiken jetzt besser. Über 97 Prozent lesen regelmäßig Etiketten, 70 Prozent erkennen Asbestrisiken in Produkten. Finanziert wurde das Ganze von der australischen Regierung und der Organisation APHEDA.
Die BAGSO setzt in Deutschland auf langfristige Modellprojekte. Bis 2028 sollen in fünf Pilotkommunen – darunter der Kreis Berchtesgadener Land und die Stadt Wolfenbüttel – Strategien für planetare Gesundheit entwickelt werden. Im Fokus: Gesundheitsförderung älterer Menschen im Klimawandel und nachhaltige Ernährung.
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Auszeichnung für den Wochenmarkt
Der Wochenmarkt in Überlingen erhielt am 11. Juli als erster Markt in Baden-Württemberg den Titel „Kulturgut". Das unterstreicht die Bedeutung lokaler Handelsstrukturen für Nachhaltigkeit und regionale Identität.
Das EU-Projekt „RISE" zeigt, wie Wirtschaft und Umwelt zusammengehen. Nach zweieinhalb Jahren Laufzeit wurde es am 16. Juli abgeschlossen. Es unterstützte kleine und mittlere Unternehmen in der Donauregion bei der Umstellung auf Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz. Mentoring und digitale Analysetools sollen die Lebensmittelbranche widerstandsfähiger gegen ökologische Herausforderungen machen.
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