Versicherungsbetrug: Kriminelle nutzen KI fĂŒr Fahrzeugbild-Manipulation
06.06.2026 - 21:25:13 | boerse-global.de
Die Allianz UK schlÀgt Alarm.
Die Masche ist perfide: BetrĂŒger kopieren öffentliche Fahrzeugfotos von Social Media oder Verkaufsplattformen. Mit KI-Werkzeugen fĂŒgen sie realistische UnfallschĂ€den hinzu. Die manipulierten Bilder reichen sie dann bei Versicherungen ein â zusammen mit gefĂ€lschten Rechnungen.
Von Social Media in die Schadensakte
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Konkrete FĂ€lle belegen die Bandbreite der neuen Betrugsform. So landete ein Transporter-Foto aus einem Social-Media-Beitrag auf dem Schreibtisch der Versicherung. Auch Bilder eines zum Verkauf angebotenen Mercedes wurden fĂŒr die Masche missbraucht.
Matt Crabtree von Allianz UK bestĂ€tigt einen deutlichen Trend: âDer Einsatz von KI und fortgeschrittener Bildbearbeitung fĂŒr Versicherungsbetrug nimmt massiv zu.â
Die Branche schlĂ€gt zurĂŒck
Die Versicherer reagieren mit eigenen KI-Systemen. Christoph Kemmner vom HDI erklĂ€rt, dass Unternehmen speziell trainierte Algorithmen einsetzen. Diese prĂŒfen Metadaten und Bildstrukturen automatisch auf Manipulationen.
Der technologische Wettlauf spiegelt einen allgemeinen Trend: Laut Ifo-Institut stieg die KI-Nutzung in deutschen Unternehmen zuletzt auf 54,5 Prozent. Vorreiter sind die Industrie und der Dienstleistungssektor.
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Vorsicht auch beim Autokauf
Parallel zur Bildmanipulation warnten Polizeibehörden Anfang Juni vor einer weiteren Masche. Kriminelle fordern beim Autoverkauf Zahlungen fĂŒr vermeintliche Online-Fahrzeugberichte. Die professionell gestalteten Webseiten zielen auf Finanzdaten und Fahrzeugidentifikationsnummern (VIN) ab.
In vielen FĂ€llen schlagen bereits die Betrugserkennungssysteme der Banken an. Experten raten zum sofortigen Kontaktabbruch, sobald eine Zahlung fĂŒr solche Berichte verlangt wird.
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