Verwaltungs-Digitalisierung, Hessen

Verwaltungs-Digitalisierung: Hessen fördert Open-Source-Plattform mit 1,3 Mio.

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 16:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Acht hessische Kommunen entwickeln Limbas gemeinsam weiter. Das Land unterstützt die Open-Source-Plattform mit rund 1,3 Millionen Euro.

Hessen fördert kommunale Open-Source-Verwaltung mit 1,3 Millionen Euro
Ein heller, modern gestalteter Flur in einem Verwaltungsgebäude mit klaren architektonischen Linien und Holzverkleidungen. Illustration mit AI erstellt.

Der Main-Kinzig-Kreis treibt gemeinsam mit sieben weiteren hessischen Kommunen die Modernisierung der Verwaltung voran. Im Rahmen des Kooperationsprojekts OSLOCO-Hessen arbeiten die beteiligten Kommunalverwaltungen an der gezielten Weiterentwicklung der Open-Source-Low-Code-Plattform Limbas, wie der Behörden Spiegel berichtete.

Ziel der Initiative ist es, bestehende Verwaltungsprozesse durch frei zugängliche und flexibel anpassbare Softwarekomponenten digital abzubilden und zu beschleunigen.

Finanzielle Unterstützung durch das Land Hessen

Unterstützung erhält der kommunale Zusammenschluss von der Landespolitik. Das Hessische Digitalministerium fördert das Vorhaben OSLOCO-Hessen mit Mitteln in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro. Die Fördersumme stammt aus dem landeseigenen Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“, das gezielt darauf ausgerichtet ist, digitale Initiativen auf kommunaler Ebene zu stärken und zukunftsfähige IT-Strukturen zu etablieren.

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Durch den Low-Code-Ansatz sollen Verwaltungsmitarbeitende in die Lage versetzt werden, spezifische Fachanwendungen auch ohne tiefgehende Programmierkenntnisse zu konfigurieren und an örtliche Anforderungen anzupassen. Die Open-Source-Basis stellt dabei sicher, dass entwickelte Lösungen von weiteren öffentlichen Stellen transparent eingesehen und ohne Lizenzgebühren übernommen werden können.

Das Landesprogramm „Starke Heimat Hessen“

Die Zuwendung an den Main-Kinzig-Kreis und seine Projektpartner fügt sich in eine breit angelegte Digitalisierungsstrategie des Landes ein. Das Programm „Starke Heimat Hessen“ läuft seit 2021 und verfügt über ein jährliches Volumen von rund 15,5 Millionen Euro.

Über die gesamte Programmlaufzeit hinweg wurden im Rahmen dieses Fördertopfs bereits 149 Vorhaben bewilligt. Das Gesamtvolumen der zugesagten Mittel beläuft sich dabei auf rund 110 Millionen Euro, mit denen hessenweit unterschiedlichste Digitalprojekte in den Städten, Gemeinden und Landkreisen umgesetzt werden.

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Vernetzung und Nachnutzung kommunaler Lösungen

Dass das Land Hessen neben der Plattform-Entwicklung auch spezialisierte IT-Werkzeuge bezuschusst, zeigt sich an weiteren Zuwendungen aus demselben Fördertopf. So erhält die Stadt Rüsselsheim 309.000 Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“, um ein KI-gestütztes Assistenzsystem für die kommunale Arbeit aufzubauen, wie die Fachzeitschrift Kommune21 berichtete.

Dieses System setzt sich aus drei Modulen zusammen: einer automatischen Protokollerstellung, einer semantischen Such- und Dialogkomponente sowie einem E-Mail-Assistenten.

Ähnlich wie beim Plattformprojekt OSLOCO-Hessen steht auch hier die interkommunale Kooperation im Mittelpunkt: Rüsselsheim plant für das Vorhaben eine Referenzarchitektur, damit die entwickelten Komponenten im Anschluss von anderen Kommunen nachgenutzt werden können.

Der Trend zu offenen Standards und gemeinschaftlicher Entwicklung soll dazu beitragen, redundante Softwareausgaben in den Kommunalverwaltungen zu verringern und die digitale Transformation des öffentlichen Sektors landesweit zu beschleunigen.

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