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Vision Pro: Apple streicht über 200 Stellen und setzt auf Smart Glasses

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 18:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Apple streicht über 200 Stellen im Vision-Pro-Umfeld, entwickelt visionOS 27 weiter und richtet die Produktstrategie auf Smart Glasses aus.

Apple kürzt Vision-Pro-Teams und setzt auf Smart Glasses
Ein leerer, minimalistischer Büroarbeitsplatz in einem modernen Firmengebäude bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Apples Entlassungswelle im Bereich Vision Pro ist umfangreicher ausgefallen als ursprünglich bekannt. Über 200 Stellen wurden insgesamt gestrichen, davon rund 100 im direkten Umfeld der Mixed-Reality-Plattform. Betroffen sind nicht nur, wie zunächst berichtet, die Teams für Gaming und immersives Video, sondern auch die Bereiche Sicherheit, Audio, Siri-Integration, Testing und visionOS selbst.

Kürzungen vor dem CEO-Wechsel

Die Einschnitte erfolgten vor dem bevorstehenden Wechsel an der Konzernspitze zu John Ternus. Laut einem WARN-Filing entfielen von den rund 200 gestrichenen Stellen in den Bereichen Vision Pro, Siri und Software 147 auf die Bay Area. Bereits im Juni 2026 hatte mit Paul Meade der bisherige Vision-Pro-Verantwortliche Apple verlassen und war zu OpenAI gewechselt – ein weiteres Signal für den Umbruch in der Sparte.

Ternus setzt andere Prioritäten

Der künftige CEO John Ternus gilt als skeptisch gegenüber dem Vision Pro in seiner bisherigen Form, unterstützt aber die Entwicklung von Smart Glasses mit der internen Bezeichnung N50, die für 2027 geplant sind. Ein direkter Nachfolger des aktuellen Vision Pro, intern als N224 geführt, wird demnach nicht vor Ende 2028 erwartet.

Ternus hat stattdessen eine Roadmap für KI-gestützte Smart Glasses genehmigt: Ein Modell ohne Display soll 2027 kommen, eine AR-Brille mit Display erst 2029. Die Brillen sollen laut den vorliegenden Plänen Funktionen wie visuelle Intelligenz, Objekterkennung, Übersetzung sowie Siri-Kontextfunktionen bieten. Eine mögliche Vorstellung könnte im Rahmen der WWDC 2027 oder im September 2027 erfolgen.

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Die Verschiebung der Prioritäten weg vom kopfgetragenen Headset hin zu leichteren Smart-Glasses-Formaten deckt sich mit dem Umfang der aktuellen Personalkürzungen: Wenn selbst Kernteams wie Sicherheit, Audio und visionOS-Entwicklung betroffen sind, deutet das auf eine grundsätzliche Neuausrichtung der Ressourcen hin, weg vom bisherigen Vision-Pro-Konzept.

Software-Update trotz Umbruch

Ungeachtet der organisatorischen Einschnitte treibt Apple die Software-Entwicklung für die bestehende Plattform weiter voran. Am 31. August 2026 wurde Entwicklern die achte Beta-Version von visionOS 27 zur Verfügung gestellt. Sie bringt unter anderem eine überarbeitete Siri-KI mit neuem Siri-Orb-Design, räumliche Umgebungen, Unterstützung für Web-Environments, gebogene App-Fenster, ein neu organisiertes Kontrollzentrum, kleinere Widgets sowie automatisch erweiternde Benachrichtigungen.

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Das Update zeigt, dass Apple die aktuelle Vision-Pro-Generation trotz der personellen Einschnitte und der längerfristig ausgerichteten Smart-Glasses-Strategie weiterhin mit Software-Updates pflegt.

Der gleichzeitige Stellenabbau und die fortgesetzte Softwarepflege verdeutlichen den Spagat, in dem sich Apple derzeit befindet: Die aktuelle Vision-Pro-Generation soll offenbar bis zu einem möglichen Nachfolger frühestens Ende 2028 im Portfolio bleiben, während das Unternehmen sein strategisches Kapital zunehmend in die für 2027 und 2029 geplanten Smart-Glasses-Generationen investiert.

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