Vitamin, B12

Vitamin B12: Jeder vierte Senior hat Mangel laut Studie

09.06.2026 - 23:52:42 | boerse-global.de

Studien belegen: Vitamin-B12-Mangel betrifft jeden vierten Senior. Neue Erkenntnisse zeigen präventive Effekte ab 40.

Mikronährstoffe: B12 und D im Fokus der Präventionsforschung
Vitamin - Eine Nahaufnahme der Hände einer älteren Person, die sanft die Hand einer jüngeren Person berühren, mit unscharfem wissenschaftlichem Hintergrund. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Besonders Vitamin B12 und Vitamin D rücken in den Fokus – und das nicht erst im Seniorenalter.

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Jeder vierte Senior hat B12-Mangel

Eine aktuelle Studie in Nutrients (Juni 2026) sorgt fĂĽr Aufsehen. Forscher analysierten ĂĽber 1.000 Blutproben von Menschen ĂĽber 65 Jahren. Das Ergebnis: 25 Prozent der Senioren leiden an einem Vitamin-B12-Mangel.

Die Ursache liegt oft im Alterungsprozess selbst. Die Produktion von Magensäure lässt nach, ebenso die Bereitstellung des sogenannten Intrinsic Factors. Beides ist aber notwendig, um B12 aus der Nahrung aufzunehmen.

Die Symptome sind tückisch. Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder Kribbeln in Händen und Füßen – viele schieben das aufs Alter. Dabei steckt oft ein behandelbarer Mangel dahinter.

Bereits 2025 zeigte eine Studie in Brain Disorders: Ein niedriger B12-Spiegel beschleunigt den kognitiven Abbau. Auf dem Pharmacon-Kongress in Meran im Juni 2026 warnte Prof. Dr. Mona Tawab deshalb vor blindem Supplementieren. Ihre Botschaft: Erst messen, dann nehmen.

Das Risiko beginnt mit 40

Die Weichen für gesundes Altern werden früher gestellt als gedacht. Eine Studie des ICMR-NIN aus Telangana untersuchte 570 Erwachsene zwischen 40 und 80 Jahren. Die Forscher fanden: Rund 40 Prozent der Teilnehmer hatten ein erhöhtes Demenzrisiko.

Auffällig: In der Risikogruppe traten Mängel an Vitamin D, B2, B6 und B12 signifikant häufiger auf. Wer mehr Ballaststoffe und Obst aß, senkte sein Risiko dagegen spürbar.

Noch präziser wird die Prognose durch Biomarker. Eine Studie in The Lancet Ende Mai 2026 zeigt: Bestimmte Blutwerte verraten bereits ab Mitte 40, ob später Alzheimer droht. In der CARDIA-Kohorte mit 1.350 Teilnehmern wiesen 6 Prozent erhöhte Amyloid- und Tau-Werte auf. Diese Gruppe zeigte frühe kognitive Einbußen – und ein bis zu vierfach höheres Risiko für raschen Verfall innerhalb von fünf Jahren.

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Weniger ist mehr bei Knochen-Medikamenten

Auch in der Knochengesundheit gibt es neue Erkenntnisse. Die Reduse-Studie des Swiss Cancer Institute untersuchte Denosumab, ein Medikament gegen Knochenmetastasen. Über 40 Spitäler waren beteiligt.

Das Ergebnis ĂĽberrascht: Eine Gabe alle 12 Wochen wirkt genauso gut wie das bisherige 4-Wochen-Intervall. Der Vorteil: Das Risiko fĂĽr Kiefernekrosen sank um 25 Prozent. Und die Kosten pro Patient fielen von 14.000 auf 6.500 Franken.

Parallel dazu zeigt der TARGET-D Trial (2017–2023): Wer seinen Vitamin-D-Spiegel optimiert, schützt nicht nur die Knochen. Auch das Risiko für erneute Herzinfarkte sinkt signifikant.

Zellen verjüngen – die nächste Stufe

Die Forschung geht noch einen Schritt weiter. Wissenschaftler des IRB Barcelona entdeckten: Vitamin B12 spielt eine Schlüsselrolle bei der zellulären Reprogrammierung und Geweberegeneration. Das könnte völlig neue Therapieansätze eröffnen.

In Australien läuft bereits eine Phase-1-Studie für einen Wirkstoff, der die Autophagie fördert – die zellinterne Reinigung. Ziel: altersbedingte Krankheiten wie Demenz verhindern. Die ersten Ergebnisse werden für August 2026 erwartet.

Bis dahin bleibt der einfache Rat: Blutwerte checken, Mängel gezielt ausgleichen – am besten schon ab 40.

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