Vitamin, B12

Vitamin B12: Jeder Vierte über 65 Jahren hat kritischen Mangel

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 23:04 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Ein Viertel der Senioren leidet unter Vitamin-B12-Mangel. Die Regeneration des Nervensystems kann bis zu sechs Monate dauern.

Vitamin-B12-Mangel: Jeder Vierte über 65 ist betroffen
Eine Hand hält ein Fläschchen Vitamin-B12-Nahrungsergänzungsmittel über einem unscharfen Hintergrund aus Gemüse und Beeren. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Besonders gefährdet: Menschen über 65 Jahre – hier zeigt bereits jeder Vierte einen Mangel.

Die Folgen sind schwerwiegend. Chronische Müdigkeit, Blutarmut und dauerhafte Nervenschäden können die Folge eines langfristigen Defizits sein. Das Problem: Vitamin B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vor. Wer sich vegan ernährt, kommt um eine Supplementierung kaum herum.

Regeneration dauert Monate

Doch wie schnell erholt sich der Körper? Das hängt von der betroffenen Funktion ab. Das Blutbild verbessert sich bereits nach ein bis zwei Wochen Supplementierung. Symptome einer Anämie klingen meist nach zwei bis vier Wochen ab.

Ganz anders sieht es beim Nervensystem aus. Erste Besserungen neurologischer Symptome zeigen sich frühestens nach zwei bis drei Monaten. Eine vollständige Genesung kann drei bis sechs Monate dauern. Bei schweren Mangelerscheinungen oder Aufnahmestörungen empfehlen Fachleute Injektionen – sie wirken schneller als Tabletten.

Nicht nur Veganer sind gefährdet

Auch wer sich nicht pflanzlich ernährt, kann einen Mangel entwickeln. Besonders ältere Menschen haben häufig Probleme mit der Aufnahme des Vitamins. Autoimmunerkrankungen wie eine Gastritis können die Verwertung zusätzlich erschweren.

Pflanzliche Quellen wie Sanddorn liefern zwar reichlich Vitamin C – bis zu 1.200 mg pro 100 Gramm bei Wildpflanzen. Als B12-Quelle taugen sie aber nicht. Der Gehalt schwankt zu stark, um eine verlässliche Versorgung zu gewährleisten.

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Was Sportler beachten müssen

Vegan lebende Sportler müssen besonders aufpassen. Neben B12 sollten sie Eisen, Zink, Omega-3-Fettsäuren und Calcium im Blick behalten. Ein Tipp: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme erheblich.

Auch bei chronischen Erkrankungen wie Fibromyalgie spielt die Ernährung eine Rolle. Zwei bis vier Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Eine antientzündliche, mediterrane Kost kann helfen – besonders in Kombination mit ausreichend Vitamin D, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren.

Neues Präparat auf dem Markt

Die Industrie reagiert auf den wachsenden Bedarf. Mit „Limptar Duo-Aktiv“ kam ein kombiniertes Präparat auf den Markt. Es enthält Chinarindenextrakt, Magnesium sowie die Vitamine B6, B12 und D. Die Zwei-Phasen-Tablette gibt einen Teil der Wirkstoffe sofort frei, den Rest über mehrere Stunden. Ziel: typische Mangelerscheinungen wie nächtliche Wadenkrämpfe oder Erschöpfung bekämpfen.

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CMD: Sieben Millionen Betroffene

Ein weiteres Gesundheitsproblem rückt zunehmend in den Fokus: die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD). Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dieser Kiefergelenkserkrankung. Die Symptome reichen von Kieferschmerzen über Migräne und Nackenschmerzen bis zu Tinnitus. Als Auslöser gelten Stress, Zahnfehlstellungen oder Zähneknirschen. Die Behandlung erfolgt meist mit Aufbissschienen, Physiotherapie und Stressmanagement.

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