Vitamin B12: Nur sechs von 24 PrÀparaten sind empfehlenswert
Veröffentlicht: 14.07.2026 um 19:13 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Aktuelle Untersuchungen vom Juli 2026 zeigen: Die Kombination mit Kaffee kann die Wirkung zunichte machen, Hersteller ĂŒbertreiben massiv bei der Werbung, und viele PrĂ€parate sind deutlich ĂŒberdosiert.
Negativpreis fĂŒr 100-Euro-Saft
Ein bekanntes MikronĂ€hrstoffkonzentrat wurde Mitte Juli mit einem Negativpreis fĂŒr irrefĂŒhrende Werbung ausgezeichnet. Das Problem: Das Produkt besteht zu 70 Prozent aus Fruchtsaftkonzentrat, enthĂ€lt 26 isolierte Vitamine â und kostet umgerechnet 100 Euro pro Liter.
Rund 66.000 Menschen beteiligten sich an der Abstimmung, fast 40 Prozent der Stimmen entfielen auf das Konzentrat. Der Hersteller verteidigte die Bezeichnung zunĂ€chst als branchenĂŒblich, stoppte aber nach der Kritik bestimmte Werbebegriffe und kĂŒndigte PrĂŒfungen weiterer Slogans an.
VerbraucherschĂŒtzer schĂ€tzen, dass rund 98 Prozent der Gesundheitswerbung in sozialen Medien irrefĂŒhrend ist.
Kaffee blockiert wichtige Mineralstoffe
Wer seine NahrungsergĂ€nzungsmittel mit dem Morgenkaffee nimmt, tut sich keinen Gefallen. ErnĂ€hrungsmediziner warnen im Juli 2026 ausdrĂŒcklich vor dieser Kombination. Die Polyphenole und Tannine im Kaffee hemmen die Aufnahme von Eisen, Magnesium und Calcium erheblich.
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Hinzu kommt: Koffein wirkt harntreibend und schwemmt wasserlösliche Vitamine einfach wieder aus. Die Empfehlung der FachÀrzte: ein bis zwei Stunden Abstand zwischen Kaffee und Supplementen. Oder die Einnahme einfach auf den Abend verlegen.
Besonders gefĂ€hrdet sind Menschen mit Eisenmangel, chronischen Darmerkrankungen, Schwangere und Senioren. Die EuropĂ€ische Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) sieht fĂŒr gesunde Erwachsene 400 Milligramm Koffein pro Tag als unbedenklich, fĂŒr Schwangere gilt die HĂ€lfte.
Vitamin-B12-Studie: Nur jedes vierte Produkt empfehlenswert
Eine aktuelle Untersuchung von 29 Vitamin-B12-PrĂ€paraten zeigt erschreckende Ergebnisse: Nur sechs von 24 NahrungsergĂ€nzungsmitteln sind empfehlenswert. Vier Produkte wurden als Testsieger eingestuft â darunter PrĂ€parate von Pharmaherstellern und Discounter-Eigenmarken.
Das Hauptproblem: massive Ăberdosierung. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) empfiehlt maximal 25 Mikrogramm Vitamin B12 tĂ€glich ĂŒber NahrungsergĂ€nzungsmittel. Viele getestete Produkte lagen weit darĂŒber.
Mediziner betonen: Eine ausgewogene ErnÀhrung deckt den NÀhrstoffbedarf in der Regel. Hochdosierte PrÀparate gehören nur bei Àrztlich nachgewiesenem Mangel auf den Tisch.
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Glow Coffee: Hype ohne wissenschaftliche Basis
Der aktuelle Trend âGlow Coffeeâ â Kollagenpulver im Kaffee â stöĂt bei Fachleuten auf Skepsis. Dermatologen sehen keine wissenschaftlichen Belege fĂŒr eine direkte Wirkung gegen Hautalterung. Die Kollagenpeptide verteilen sich systemisch im Körper, eine gezielte Verbesserung der Hautstruktur bleibt aus.
Indirekte Effekte ĂŒber das Darmmikrobiom seien zwar möglich, so ErnĂ€hrungsmediziner. Der Fokus sollte aber auf ausgewogener ErnĂ€hrung, Sonnenschutz und bewĂ€hrten Wirkstoffen liegen.
Die Botschaft der Experten ist klar: NahrungsergĂ€nzungsmittel ersetzen keine gesunde Lebensweise. Wer sie einsetzt, sollte gezielt und evidenzbasiert vorgehen â und sie nicht einfach in den Morgenkaffee schĂŒtten.
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