Vitamin C: Höhere Blutkonzentration schĂŒtzt Hirnsubstanz
Veröffentlicht: 17.06.2026 um 09:05 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine japanische Studie zeigt: Höhere Vitamin-C-Spiegel im Blut hĂ€ngen mit einem gröĂeren Volumen an grauer Hirnsubstanz zusammen. Die Forscher fanden zudem Hinweise auf bessere Vernetzungen im Gehirn.
Zusammenhang zwischen Vitamin C und Gehirnstruktur
Wissenschaftler der UniversitĂ€t Hirosaki veröffentlichten ihre Ergebnisse im Juni 2026 im Fachjournal PLOS ONE. Sie untersuchten 2.044 Teilnehmer mit einem Durchschnittsalter von 69 Jahren. Die Analyse konzentrierte sich auf den Zusammenhang zwischen Vitamin-C-Werten im Blutplasma und der Gehirnstruktur â gemessen mit bildgebenden Verfahren.
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Das Ergebnis: Höhere Vitamin-C-Spiegel korrelierten signifikant mit einem gröĂeren Volumen an grauer Substanz. Bei Personen mit niedrigeren Werten zeigte sich ein geringeres Volumen in diesen Hirnarealen. Die graue Substanz ist entscheidend fĂŒr die Informationsverarbeitung.
Bei direkten GedĂ€chtnistests fanden die Forscher keine zwingenden KausalitĂ€ten. Allerdings zeigten Teilnehmer mit besserer Vitamin-C-Versorgung tendenziell leicht ĂŒberdurchschnittliche kognitive Ergebnisse.
Was das Default-Mode-Netzwerk damit zu tun hat
Ein zentraler Aspekt der Studie betrifft das Default-Mode-Netzwerk (DMN). Dieses neuronale Netzwerk wird aktiv, wenn das Gehirn ruht. Es steuert Aufmerksamkeit, das autobiografische GedÀchtnis und selbstbezogene Denkprozesse.
Die Daten der UniversitĂ€t Hirosaki weisen erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen der Vitamin-C-Konzentration im Blut und der KonnektivitĂ€t innerhalb dieses Netzwerks nach. Höhere Plasmaspiegel waren mit stĂ€rkeren strukturellen VerknĂŒpfungen assoziiert.
Dr. Tomohiro Shintaku, einer der beteiligten Wissenschaftler, betont jedoch: Es handle sich um eine einmalige Bewertung im Rahmen einer Beobachtungsstudie. Ein direkter kausaler Beweis stehe noch aus. Die Ergebnisse seien zudem primĂ€r auf Ă€ltere japanische Erwachsene ĂŒbertragbar.
DemenzprÀvention: Mehrere Faktoren im Spiel
Die Erkenntnisse ergĂ€nzen weitere Studien aus dem FrĂŒhjahr und Sommer 2026 zur langfristigen Gehirngesundheit. Eine Untersuchung der UniversitĂ€t Leipzig vom Mai 2026 zeigte: Risikofaktoren fĂŒr kognitiven Abbau spielen bereits in jungen Jahren zwischen 20 und 39 eine Rolle. Bei JĂŒngeren sind es vor allem Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen. Bei Ălteren stehen Bluthochdruck und GefĂ€Ăerkrankungen im Vordergrund.
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Eine sĂŒdkoreanische Kohortenstudie von Mitte Juni 2026 verdeutlichte zudem die Relevanz der FlĂŒssigkeitsaufnahme. Weniger als 1.200 Milliliter tĂ€glich wurden mit einem Anstieg von Amyloid-Ablagerungen im Gehirn in Verbindung gebracht â ein typisches Merkmal fĂŒr Alzheimer.
Der Bedarf an prĂ€ventiven AnsĂ€tzen ist enorm. Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK zufolge könnten die DemenzfĂ€lle in Deutschland bis 2060 auf 2,1 Millionen ansteigen. Experten gehen davon aus, dass sich durch die gezielte Beeinflussung von bis zu 14 bekannten Risikofaktoren â darunter Bluthochdruck, Diabetes, ErnĂ€hrung und Bildung â die Zahl der Neuerkrankungen deutlich senken lieĂe.
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