Vitamin, Gehirn

Vitamin C und Gehirn: Niedriger Spiegel schwÀcht graue Substanz

Veröffentlicht: 11.06.2026 um 20:03 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Japanische Forscher belegen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-C-Werten und verringerter grauer Substanz im Gehirn Àlterer Menschen.

Vitamin-C-Mangel: Japan-Studie zeigt Folgen fĂŒr Gehirnstruktur
Ein Nahaufnahme einer Glasphiole mit Vitamin C, im Hintergrund verschwommene, leuchtende neuronale Netzwerke, die GehirnaktivitĂ€t darstellen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Japanische Forscher fanden einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Konzentration des Vitamins im Blut und der Gesundheit des Gehirns.

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Studie mit ĂŒber 2.000 Senioren

Wissenschaftler der Hirosaki University in Japan untersuchten die Daten von 2.044 Probanden ĂŒber 64 Jahren. Das Team um Haruka Nagaya und Tomohiro Shintaku maß die Vitamin-C-Werte im Blutplasma und verglich sie mit Gehirnscans.

Die Ergebnisse, veröffentlicht im Juni 2026 im Fachjournal PLOS One, zeigen: Teilnehmer mit niedrigen Vitamin-C-Werten hatten weniger graue Substanz im Gehirn. Besonders betroffen war das Default Mode Network (DMN) – ein Netzwerk, das bei RuhezustĂ€nden aktiv ist und fĂŒr GedĂ€chtnis und Selbstreflexion zustĂ€ndig ist.

Bei Probanden mit geringen Vitamin-C-Werten war die Verbindung innerhalb dieses Netzwerks sowie in GedÀchtnisregionen geschwÀcht.

Objektive Messung statt Selbstauskunft

Im Gegensatz zu frĂŒheren Studien setzten die Forscher auf objektive Biomarker. Statt sich auf ErnĂ€hrungstagebĂŒcher zu verlassen, maßen sie die tatsĂ€chliche Vitamin-C-Konzentration im Blut. Das minimiert Ungenauigkeiten durch falsche SelbstauskĂŒnfte.

Die Statistik berĂŒcksichtigte zudem Alter, Geschlecht, Bildungsstand und Lebensstil der Teilnehmer. Finanziert wurde die Studie unter anderem von KAGOME CO., LTD. und der Japan Agency for Medical Research and Development.

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Was die Ergebnisse wirklich bedeuten

Trotz der klaren ZusammenhĂ€nge warnen die Forscher vor voreiligen SchlĂŒssen. „Eine höhere Vitamin-C-Konzentration ist mit einer besser erhaltenen Gehirnstruktur verbunden“, sagt Dr. Tomohiro Shintaku. „Das beweist aber keine KausalitĂ€t.“

Ob eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr direkt vor Hirnatrophie oder kognitivem Abbau schĂŒtzt, bleibt offen. Dr. Richard Oakley von der Alzheimer’s Society bestĂ€tigt: „Die Studie zeigt einen interessanten Zusammenhang, aber keine Ursache.“

Da es sich um eine Querschnittsanalyse handelt, sind LĂ€ngsschnittstudien nötig, um die langfristigen Effekte zu prĂŒfen. Dennoch: „Optimale Vitamin-C-Werte könnten die kognitive Gesundheit im Alter unterstĂŒtzen“, so Dr. Haruka Nagaya.

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