Vitamin, Schwangerschaft

Vitamin D in der Schwangerschaft: 70 ”g verbessern GedÀchtnis um Jahrzehnt

Veröffentlicht am: 21.08.2026 um 08:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Kopenhagener Forscher belegen bessere GedÀchtnisleistungen bei Kindern nach hoher prÀnataler Vitamin-D-Zufuhr. Beobachtungsstudie deutet zudem auf weniger Verhaltensprobleme hin.

Vitamin D in der Schwangerschaft: Neue Studie zeigt positive Effekte aufs kindliche GedÀchtnis
Nahaufnahme der HĂ€nde einer schwangeren Frau, die sanft ihren Bauch halten, in weichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die NĂ€hrstoffversorgung wĂ€hrend der Schwangerschaft gilt als entscheidender Faktor fĂŒr die spĂ€tere Gesundheit und Entwicklung des Kindes. Aktuelle wissenschaftliche Daten der UniversitĂ€t Kopenhagen sowie vorangegangene Beobachtungsstudien werfen ein detailliertes Licht auf die Rolle von Vitamin D. Insbesondere die Auswirkungen auf die GedĂ€chtnisleistung und das Sozialverhalten stehen dabei im Fokus der Forschung.

Langfristige kognitive Vorteile durch Vitamin D

Ergebnisse einer Untersuchung der UniversitÀt Kopenhagen weisen auf einen Zusammenhang zwischen einer hohen Vitamin-D-Dosierung wÀhrend der Schwangerschaft und der kognitiven LeistungsfÀhigkeit der Kinder hin.

Im Rahmen dieser im Mai 2026 veröffentlichten Studie wurden 498 Kinder untersucht, deren MĂŒtter wĂ€hrend der Schwangerschaft unterschiedliche Mengen des Vitamins supplementierten. Die Forscher verglichen dabei eine tĂ€gliche Zufuhr von 70 ”g mit einer Dosis von 10 ”g.

Die Auswertungen zeigten, dass Kinder, deren MĂŒtter die höhere Dosis von 70 ”g Vitamin D pro Tag eingenommen hatten, im Alter von zehn Jahren bessere GedĂ€chtnisleistungen aufwiesen.

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Die Forscher stellten fest, dass sich dieser Vorteil sowohl auf das verbale als auch auf das visuelle GedĂ€chtnis erstreckte. Dies deutet darauf hin, dass die prĂ€natale Vitamin-D-Versorgung eine wesentliche Rolle bei der AusprĂ€gung zentraler Hirnfunktionen spielt, die ĂŒber das frĂŒhe Kindesalter hinaus Bestand haben können.

ZusammenhÀnge mit dem kindlichen Sozialverhalten

ErgĂ€nzend zu den kognitiven Aspekten lieferte bereits eine Beobachtungsstudie aus dem Jahr 2023 wichtige Anhaltspunkte fĂŒr die psychische Entwicklung. In dieser Untersuchung wurden 2195 Paare aus Mutter und Kind beobachtet. Ziel war es, den Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status der Mutter wĂ€hrend der Schwangerschaft und möglichen VerhaltensauffĂ€lligkeiten der Kinder zu analysieren.

Die Ergebnisse dieser Erhebung zeigten, dass ein höherer Vitamin-D-Status der Mutter mit einer geringeren AusprĂ€gung sogenannter externalisierender Verhaltensprobleme bei den Kindern assoziiert war. Diese Beobachtungen bezogen sich auf Kinder im Alter zwischen sechs und 13 Jahren. Damit unterstreicht die Studie die potenzielle Bedeutung des Vitamins fĂŒr die emotionale Regulation und die soziale Integration wĂ€hrend der gesamten Schulzeit.

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Empfehlungen und gesundheitliche Grenzwerte

Trotz der positiven Studienergebnisse bleibt die korrekte Dosierung ein zentrales Thema in der gesundheitlichen Beratung. In Deutschland geben Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) und das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) den Rahmen fĂŒr eine sichere Supplementierung vor.

Die DGE empfiehlt fĂŒr die allgemeine Bevölkerung eine Zufuhr von 20 ”g Vitamin D pro Tag, sofern die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht nicht ausreicht. Dieser Wert dient als Richtschnur fĂŒr eine adĂ€quate Versorgung unter normalen Bedingungen.

Gleichzeitig warnt das BfR vor einer Überdosierung, um gesundheitliche BeeintrĂ€chtigungen zu vermeiden. Der festgelegte Höchstwert fĂŒr die tĂ€gliche Vitamin-D-Zufuhr liegt laut dem Bundesinstitut bei 100 ”g pro Tag.

Die vorliegende Datenlage verdeutlicht, dass eine gezielte Versorgung mit Vitamin D in der Schwangerschaft ĂŒber die reine Knochengesundheit hinausgeht. WĂ€hrend die Forschung aus Kopenhagen den Nutzen höherer Dosen fĂŒr das GedĂ€chtnis betont, mĂŒssen diese Erkenntnisse stets im Kontext der bestehenden Sicherheitsrichtlinien betrachtet werden. Experten raten dazu, die individuelle Supplementierung eng mit den behandelnden Medizinern abzustimmen.

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