Vitamin-D-Vergiftung, BfR

Vitamin-D-Vergiftung: BfR warnt vor Überdosierung bei Säuglingen

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 13:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das BfR meldet schwere Überdosierungsfälle bei Babys. Hochdosierte Erwachsenenpräparate aus dem Internet bergen erhebliche Gesundheitsrisiken.

BfR warnt vor Vitamin-D-Vergiftungen bei Säuglingen durch falsche Präparate
Nahaufnahme einer medizinischen Pipettenflasche für Vitamin-D-Präparate in der Hand eines Säuglings. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Supplementierung von Vitamin D gehört zur standardmäßigen Gesundheitsvorsorge für Säuglinge, um Knochenerkrankungen wie Rachitis vorzubeugen. Doch die Wahl des Präparats und die korrekte Dosierung sind entscheidend für die Sicherheit der Kinder. In einer Mitteilung vom 7. August 2026 (Nummer 045/2026) hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ausdrücklich vor den Gefahren einer Vitamin-D-Vergiftung durch fehlerhafte Prophylaxe gewarnt. Hintergrund sind Vorfälle von massiven Überdosierungen, die zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.

Schwerer Fall von Intoxikation durch Erwachsenenpräparate

Anlass für die verstärkte Sensibilisierung war unter anderem eine schwere Vitamin-D-Intoxikation bei einem Säugling im Juli 2026. In diesem Fall wurde dem Kind ein hochdosiertes Präparat verabreicht, das ursprünglich für Erwachsene konzipiert und über das Internet bezogen worden war. Solche Produkte enthalten oft ein Vielfaches der für Säuglinge notwendigen Tagesdosis.

Experten weisen darauf hin, dass insbesondere online verfügbare Nahrungsergänzungsmittel oft nicht den spezifischen Anforderungen für Kleinkinder entsprechen. Wenn hochkonzentrierte Tropfen oder Tabletten, die für den Bedarf von Erwachsenen berechnet sind, bei Säuglingen angewendet werden, wird die tolerierbare Höchstmenge schnell überschritten. Dies führt zu einer Anreicherung des Vitamins im Körper, da Vitamin D fettlöslich ist und nicht einfach über den Urin ausgeschieden werden kann.

Symptome und langfristige gesundheitliche Risiken

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Das BfR warnt vor schweren Vitamin-D-Vergiftungen bei Säuglingen – ausgelöst durch hochdosierte Erwachsenenpräparate. Erfahren Sie, wie Sie die richtige Dosis wählen und Warnsignale erkennen. Jetzt kostenlosen Leitfaden sichern

Eine Vitamin-D-Vergiftung bei Säuglingen äußert sich durch verschiedene klinische Anzeichen, die von den Eltern oft erst verzögert mit der Supplementierung in Verbindung gebracht werden. Zu den typischen Symptomen gehören eine ausgeprägte Trinkschwäche sowie wiederholtes Erbrechen. Diese Anzeichen resultieren aus einer sogenannten Hypercalcämie, einem krankhaft erhöhten Kalziumspiegel im Blut, der durch das überschüssige Vitamin D ausgelöst wird.

Die medizinischen Folgen einer solchen Überdosierung sind gravierend. Das Hauptrisiko besteht in dauerhaften Nierenschäden, da das überschüssige Kalzium in den Nieren abgelagert wird und deren Funktion beeinträchtigt. In schweren Fällen kann dies zu einem akuten Nierenversagen führen, das eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich macht.

Offizielle Dosierungsempfehlungen des BfR

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Um solche gesundheitlichen Risiken zu vermeiden, betont das BfR die Einhaltung der wissenschaftlich fundierten Dosierungsempfehlungen. Für Säuglinge wird eine tägliche Zufuhr von 400 bis 500 Internationalen Einheiten (I.E.) Vitamin D empfohlen, was einer Menge von 10 bis 12,5 Mikrogramm (µg) entspricht.

Diese Menge gilt als sicher und ausreichend, um die gewünschten präventiven Effekte für den Knochenstoffwechsel zu erzielen, ohne die Gefahr einer Toxizität heraufzubeschwören. Das Institut rät Eltern dringend dazu, ausschließlich Präparate zu verwenden, die explizit für Säuglinge zugelassen sind, und die Dosierung in Absprache mit dem behandelnden Kinderarzt festzulegen. Insbesondere vor der eigenständigen Verwendung von hochdosierten Internetprodukten wird gewarnt, da deren genaue Zusammensetzung und Eignung für Kinder oft nicht gewährleistet sind.

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