Viture Pro 2: XR-Brille mit Micro-OLED kostet zum Start 299 US-Dollar
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 02:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Hersteller Viture hat mit der Pro 2 im Rahmen seiner fĂŒnften JubilĂ€umskollektion ein Modell auf den Markt gebracht, das den Zugang zu XR-Brillen deutlich gĂŒnstiger gestalten soll als bisherige GerĂ€te der Marke. Der Einstiegspreis liegt bei 299 US-Dollar â der VorgĂ€nger Pro 1 kostete zum Marktstart noch deutlich mehr.
Regional zeigen sich unterschiedliche Preispunkte: In Australien wird die Pro 2 mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 australischen Dollar gefĂŒhrt, in Deutschland tauchte das GerĂ€t zeitweise fĂŒr 329 Euro inklusive Versand bei Amazon auf, bei einem Vergleichspreis von 349 Euro und einer Kundenbewertung von 4,3 von 5 Sternen.
Technische Ausstattung
Die Pro 2 wiegt 63 Gramm und setzt auf ein Sony-Micro-OLED-Display mit einer Auflösung von 1920Ă1080 Pixel pro Auge, das mit bis zu 120 Hertz arbeitet. Die Spitzenhelligkeit wurde gegenĂŒber dem VorgĂ€ngermodell, das bei 1000 Nits lag, auf bis zu 1600 Nits angehoben.
Das Sichtfeld betrÀgt 50 Grad, die Brille deckt einen Dioptrienbereich von 0 bis -5,00D pro Auge ab und lÀsst sich auf einen Augenabstand (IPD) zwischen 56,5 und 71,5 Millimeter einstellen. Der Hersteller bewirbt einen virtuellen Bildschirm, der bei vier Metern Betrachtungsabstand einer 146-Zoll-Leinwand entsprechen soll.
Die Verbindung erfolgt ĂŒber USB-C mit DisplayPort Alt Mode, ein eigener Akku ist nicht verbaut â die Stromversorgung lĂ€uft ĂŒber das angeschlossene EndgerĂ€t. Ein internes Head-Tracking beziehungsweise 3DoF fehlt der Pro 2; entsprechende Funktionen lassen sich nur ĂŒber die begleitende SpaceWalker-App nutzen.
Testurteile fallen unterschiedlich aus
Erste Testberichte bewerten die Pro 2 ĂŒberwiegend positiv, weisen aber auf Kompromisse hin. Eine Bewertung mit 8,5 von 10 Punkten hob den Fortschritt gegenĂŒber dem VorgĂ€nger hervor, kritisierte jedoch die schwache AudioqualitĂ€t und die fĂŒr ProduktivitĂ€tsanwendungen unzureichende BildschĂ€rfe an den RĂ€ndern.
Ein anderer Test vergab 7,5 Punkte und bemĂ€ngelte, dass nur etwa 90 Prozent des Bildes in voller SchĂ€rfe sichtbar seien; zudem sei ein Audio-Ăbersprechen hörbar gewesen, weshalb Kopfhörer empfohlen wurden, und bei kurzen Tönen sei ein leichtes Zischen aufgetreten.
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KompatibilitÀt mit Smartphones und Konsolen
FĂŒr den Betrieb an iPhones ist mindestens ein iPhone 15 erforderlich; die Modelle iPhone 16e und iPhone 17 Air unterstĂŒtzen laut Testberichten keine Videoausgabe ĂŒber die Brille.
Android-GerĂ€te sollen grundsĂ€tzlich problemlos funktionieren, allerdings gab es bei einem Pixel 8 Pro Probleme mit der SpaceWalker-App, bei denen das Bild schwarz blieb â als Ursache wird der DisplayPort-Output des Smartphones vermutet.
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Auch das Redmi Note 17 Pro Max unterstĂŒtzt den nötigen DisplayPort Alt Mode nicht. FĂŒr die Nutzung an Konsolen wie Switch, Xbox oder PS5 ist zusĂ€tzliches Zubehör notwendig: das Viture Pro Mobile Dock fĂŒr 129 US-Dollar.
Parallel zum Launch brachte Viture zudem ein separates Mobile Dock Mini mit 10.000 mAh KapazitĂ€t fĂŒr Switch, Switch 2 und Steam Deck auf den Markt, das in den vorliegenden Tests noch nicht geprĂŒft wurde. 3D-Funktionen wie Side-by-Side-Wiedergabe, Apple Spatial Video oder immersive 3D-Inhalte wurden ebenfalls noch nicht getestet.
Expansion in den Golfstaaten
Parallel zur MarkteinfĂŒhrung baut Viture seine internationale PrĂ€senz aus. Laut einem Bericht der Khaleej Times vom 29. September 2026 wird die Jumbo Group in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum exklusiven autorisierten Distributor fĂŒr das XR-Portfolio des Herstellers in den VAE, Katar, Kuwait, Oman und Bahrain.
Den Auftakt in der Golfregion bildet demnach das Modell Viture Beast zum Preis von 2.499 Dirham, das ĂŒber Jumbo-KanĂ€le einschlieĂlich der Plattform jumbo.ae vertrieben wird.
Ein Rollout in weitere MĂ€rkte der Golfkooperationsrats-Region soll folgen, zudem plant Jumbo laut dem Bericht auch die EinfĂŒhrung der Pro 2 in der Region. Viture selbst gibt an, ĂŒber zwei GerĂ€tegenerationen hinweg bereits Hunderttausende Einheiten ausgeliefert zu haben.
FĂŒr preisbewusste Interessenten, die höhere AnsprĂŒche an Tracking-Funktionen stellen, bietet Viture mit dem Modell Beast XR zudem eine Variante an, die Head-Tracking und Bildfixierung beherrscht â allerdings zu einem deutlich höheren Preis von 1.199 australischen Dollar.
