Vivo, X500

Vivo X500 Pro: Europas Vorverkauf läuft, Handel startet am 5. November

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 20:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vivo startet den Vorverkauf seiner X500-Pro-Modelle; Oppo kündigt neue Geräte und eine Ausweitung seiner regionalen Präsenz an.
Eine moderne Architekturfassade aus Vulkangestein vor einer weitläufigen Küstenlandschaft auf Teneriffa bei Morgenlicht. Illustration mit AI erstellt.

Die chinesischen Smartphone-Hersteller Vivo und Oppo verstärken ihren Vorstoß in westliche Märkte. Vivo präsentierte auf Teneriffa seine neue Flaggschiff-Reihe mit den Modellen X500 Pro und X500 Pro Max für Europa, während Oppo parallel mit dem Find X10 Pro Max und einer Produktoffensive im Premiumsegment gegen etablierte Wettbewerber antritt.

Vivos X500-Serie setzt auf Kamerasysteme und neue Chips

Der europäische Auftritt der Vivo-X500-Serie folgt gut einen Monat nach der Premiere in China am 21. September 2026. Das Standardmodell X500 bleibt vorerst dem chinesischen Markt vorbehalten, sodass in europäischen Ländern ausschließlich die beiden Pro-Varianten vertrieben werden.

Das X500 Pro Max verfügt über ein 6,85 Zoll großes 2K-OLED-Display mit einer Bildwiederholrate von 1 bis 144 Hertz und einer Spitzenhelligkeit von 4.400 Nits. Als Recheneinheit dient der im 2-Nanometer-Verfahren (TSMC N2P) gefertigte MediaTek Dimensity 9600 Pro mit Taktraten von bis zu 4,55 GHz.

Nach Angaben des Chipherstellers vom 27. Oktober 2026 bietet der Prozessor im Vergleich zum Vorgänger Dimensity 9500 ein Plus von 17 Prozent bei der Single-Core- sowie 15 Prozent bei der Multi-Core-Leistung, während der Multi-Core-Verbrauch um 61 Prozent gesunken sei.

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Im X500 Pro Max verbaut Vivo eine 200-Megapixel-Zeiss-APO-Telekamera auf Basis des Samsung-HP0-Sensors mit einer äquivalenten Brennweite von 85 Millimetern, die sich über den Zeiss Telephoto Extender Gen 2 Ultra auf bis zu 400 Millimeter erweitern lässt. Das kompaktere X500 Pro besitzt ein 6,36-Zoll-Display und ein 64-Megapixel-Teleobjektiv von Sony.

Beide Pro-Modelle teilen sich die Sony-LYTIA-L910-Hauptkamera mit 17 Blendenstufen Dynamik sowie eine 50-Megapixel-Frontkamera. Die Akkus fassen in der europäischen Ausführung 6.750 mAh beim Spitzenmodell und 6.510 mAh beim X500 Pro.

Die unverbindlichen regulären Preise in Europa starten bei 1.399 Euro für das X500 Pro (12 GB RAM und 256 GB Speicher) sowie bei 1.599 Euro für das X500 Pro Max. Letzteres kostet mit 512 GB Speicher 1.799 Euro und mit 1 TB Speicher 2.199 Euro.

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Alle europäischen Versionen sind mit 12 GB RAM ausgestattet. Der Vorverkauf hat begonnen, während der reguläre Handel am 5. November 2026 startet. In den USA und Großbritannien findet kein Marktstart statt; bedient werden unter anderem Spanien, Italien, Österreich und Frankreich.

Oppos Expansion mit dem Find X10 Pro Max

Oppo kündigte parallel eine europäische Offensive mit High-End-Geräten an. Mit dem Find X10 Pro Max bringt der Hersteller ein Gerät mit drei 200-Megapixel-Kameras in Kooperation mit Hasselblad.

Das Kamerasystem besteht aus einer Hauptkamera mit Samsungs ISOCELL-HPC-Sensor, einem Ultraweitwinkel- und einem Periskop-Teleobjektiv. Auch Oppo setzt auf den MediaTek Dimensity 9600 Pro und verbaut in der europäischen Version einen Akku mit 7.150 mAh Kapazität sowie ColorOS 17 auf Basis von Android 17.

Zudem baut der viertgrößte Smartphone-Hersteller der Welt seine regionale Präsenz aus: Oppo tritt offiziell in den baltischen Markt ein und übernimmt den Vertrieb über Elisa sowie Euronics, nachdem sich die Konzernmarke OnePlus im Sommer aus Europa zurückgezogen hatte. In der Schweiz kehrt Oppo ebenso wie Vivo vorerst über eigene Online-Shops auf den Markt zurück.

Druck im Gesamtmarkt durch Kostensteigerungen

Die Expansion beider Marken erfolgt in einem herausfordernden Marktumfeld. Daten von IDC zufolge sanken die weltweiten Smartphone-Verkäufe im dritten Quartal 2026 um 22 Prozent auf 255,3 Millionen Einheiten, was den stärksten Quartalsrückgang darstellt.

Gleichzeitig verteuerten sich Speicherkomponenten gegenüber dem Vorjahr um etwa 350 Prozent, während die allgemeinen Verkaufspreise im Jahresverlauf bisher um 20 Prozent zulegten. Bei Counterpoint lag Vivo im dritten Quartal 2026 mit einem weltweiten Marktanteil von 8 Prozent auf dem sechsten Rang, nach 9 Prozent im Vorjahresquartal.

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