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VLC Media Player: Microsoft Defender verursacht 33-Sekunden-Verzögerung

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 19:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

VideoLAN meldet Startverzögerungen von über 30 Sekunden für VLC auf Windows-Systemen. Ursache ist ein Fehler im Microsoft Defender, der den Plugin-Cache beeinträchtigt.

VLC Media Player: Microsoft Defender verursacht massive Startverzögerungen
Ein Laptop-Bildschirm zeigt die Benutzeroberfläche des VLC Media Players in einer professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nutzer des VLC Media Players sehen sich derzeit mit erheblichen Leistungseinbußen auf Windows-Systemen konfrontiert. Nach Angaben des Entwicklerteams VideoLAN verursacht ein Fehler in der Sicherheitssoftware Microsoft Defender Verzögerungen beim Programmstart von mehr als einer halben Minute. Betroffen sind Berichten zufolge sowohl Systeme mit Windows 11 als auch Installationen unter Windows 10.

Technische Ursache im Microsoft Defender verortet

Die Ursache für die Performance-Probleme liegt laut VideoLAN in der Art und Weise, wie Microsoft Defender den sogenannten Plugin-Cache des VLC Media Players verarbeitet. Die Sicherheitssoftware beeinträchtige diesen Cache massiv, was bei Anwendern zu einer Startverzögerung von etwa 33 Sekunden führe. Während dieser Zeit bleibt die Anwendung weitgehend inaktiv, bevor sie die Benutzeroberfläche vollständig lädt.

Neben dem allgemeinen Programmstart wirkt sich der Bug im Microsoft Defender auch auf das Abspielen spezifischer Medienformate aus. So wurde dokumentiert, dass das Laden von MP3-Dateien innerhalb des VLC Media Players rund 30 Sekunden in Anspruch nehmen kann. Diese Verzögerung tritt unmittelbar im Zusammenhang mit den Scan-Prozessen der Microsoft-Sicherheitslösung auf.

Kritik an Microsoft und Debatte um Open Source

Im Zuge der Problemanalyse verteidigte VideoLAN die Prinzipien von Open-Source-Software und übte öffentliche Kritik an Microsoft. Das Entwicklerteam sieht die Verantwortung für die Fehlfunktion eindeutig bei dem US-amerikanischen Softwarekonzern. Die öffentliche Stellungnahme unterstreicht das Spannungsverhältnis zwischen unabhängigen Softwareprojekten und den tief in das Betriebssystem integrierten Sicherheitsmechanismen von Microsoft.

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Die Diskussion um die Zuverlässigkeit des VLC Media Players wird zudem durch prominente Kritiker befeuert. So äußerte sich der Softwareentwickler Jonathan Blow negativ über den aktuellen Zustand des Players sowie über Open-Source-Software im Allgemeinen.

Blow gab an, dass er inzwischen zum Microsoft Media Player gewechselt sei. Er begründete diesen Schritt damit, dass er bereits für das Microsoft-Produkt zahle und dieses in einem akzeptablen Maße funktioniere. Während VLC vor vielen Jahren die bessere Alternative gewesen sei, bevorzuge er nun die integrierte Lösung des Betriebssystems.

Empfohlene Maßnahmen für betroffene Anwender

Um die Wartezeiten beim Programmstart zu umgehen, wurden vorläufige Lösungsansätze veröffentlicht. Eine Möglichkeit besteht darin, den Plugin-Cache des VLC Media Players manuell zu regenerieren. Dies könne die Kommunikation zwischen der Anwendung und dem Betriebssystem kurzzeitig stabilisieren.

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Als effektivere Übergangslösung gilt jedoch das Festlegen von Ausnahmeregeln innerhalb des Microsoft Defenders. Experten raten dazu, das Installationsverzeichnis des VLC Media Players von den automatischen Scans der Sicherheitssoftware auszuschließen.

Durch diesen manuellen Eingriff in die Defender-Konfiguration lassen sich die Verzögerungen beim Laden von Plugins und Mediendateien umgehen, bis eine offizielle Fehlerbehebung seitens Microsoft oder ein entsprechendes Update für den Media Player zur Verfügung steht.

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