Volkswagen-Deal, T-Systems

Volkswagen-Deal mit T-Systems: EuropĂ€ische Cloud gĂŒnstiger als AWS

14.06.2026 - 18:12:52 | boerse-global.de

Volkswagen beauftragt T-Systems mit einer neuen Privatcloud. Der Deal verspricht mehr DatensouverĂ€nitĂ€t und soll gĂŒnstiger als US-Anbieter sein.

VW setzt auf T-Systems fĂŒr neue globale Cloud-Infrastruktur
Volkswagen-Deal - A modern car's digital dashboard showing data visualizations, with server racks in the background, symbolizing cloud infrastructure. 14.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Volkswagen hat T-Systems mit der Entwicklung und dem Betrieb einer neuen globalen Cloud-Infrastruktur beauftragt. Die sogenannte Group Private Cloud 2.0 soll als digitales Nervensystem fĂŒr den gesamten Konzern dienen – von Volkswagen ĂŒber Audi bis hin zu Porsche. Die finanziellen Details des Deals wurden nicht bekannt gegeben.

EuropÀische SouverÀnitÀt als Treiber

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Das Projekt ist vor allem eine strategische Entscheidung fĂŒr mehr digitale UnabhĂ€ngigkeit. Hauke Stars, IT-VorstĂ€ndin bei Volkswagen, betont, dass der Konzern seine Datenverarbeitung stĂ€rker unter eigene Kontrolle bringen will – und zwar innerhalb des europĂ€ischen Rechtsrahmens. Ziel ist es, die AbhĂ€ngigkeit von nicht-europĂ€ischen Technologieanbietern zu reduzieren.

Mit der spezialisierten Privatcloud-Lösung sichert sich Volkswagen die Hoheit ĂŒber sensible Industriedaten. Die Infrastruktur bleibt den europĂ€ischen Datenschutzstandards unterworfen – ein entscheidender Vorteil in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen.

Preislich unter den US-Hyperscalern

Ein ĂŒberraschender Aspekt des Deals: Die europĂ€ische Lösung soll gĂŒnstiger sein als die Angebote der großen amerikanischen Cloud-Anbieter. Ferri Abolhassan, CEO von T-Systems, stellt klar, dass digitale SouverĂ€nitĂ€t nicht automatisch teurer sein mĂŒsse. Die Preise fĂŒr die Group Private Cloud 2.0 sollen unter denen von Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud liegen.

ZusĂ€tzlich erhĂ€lt Volkswagen Zugang zu T-Systems' spezialisierter KI-Infrastruktur in MĂŒnchen. Das dĂŒrfte die Entwicklung von KI-gestĂŒtzten Anwendungen in den verschiedenen Konzernmarken erheblich beschleunigen.

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Herausforderungen bei der Migration

Doch der Weg zur neuen Cloud ist steinig. Die Migration tausender Altsysteme auf die neue Plattform wird als komplex und aufwendig beschrieben. Branchenbeobachter warnen vor erheblichen Kosten und Zeitverzögerungen.

Zudem entsteht mit dem Deal eine neue strategische AbhĂ€ngigkeit – diesmal von T-Systems. Ob der Dienstleister die versprochenen Preisvorteile und die technische LeistungsfĂ€higkeit langfristig halten kann, bleibt abzuwarten. Der Erfolg der Initiative hĂ€ngt maßgeblich davon ab, ob T-Systems die großflĂ€chige Integration der bestehenden IT-Landschaft von Volkswagen bewĂ€ltigt.

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