Vorhofflimmern: Neue Ablations-Technik erreicht 94,2% Haltbarkeit
Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 00:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
In der medizinischen Fachzeitschrift JACC: Clinical Electrophysiology wurden aktuelle Ergebnisse der Field PULSE-Studie veröffentlicht. Der Bericht vom 20. September 2026 umfasst die 12-Monats-Daten der ersten klinischen Untersuchung am Menschen, die vom Unternehmen Field Medical durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse (DOI 10.1016/j.jacep.2026.09.001) geben Aufschluss über die Wirksamkeit, die prozedurale Geschwindigkeit sowie das Sicherheitsprofil eines neuen Ansatzes in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen.
Klinische Ergebnisse zur Haltbarkeit und Wirksamkeit
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Untersuchung lag auf der Bewertung der Lungenvenenisolation (PVI), einem Standardverfahren bei der Behandlung von Vorhofflimmern. Laut den Studiendaten konnte bei der Verwendung einer optimierten Wellenform eine PVI-Haltbarkeit von 94,2 % pro Vene erreicht werden. Dieser Wert unterstreicht die Beständigkeit der durchgeführten Ablationen über den Beobachtungszeitraum hinweg.
Darüber hinaus liefert die Studie Erkenntnisse zum langfristigen Therapieerfolg. Den Ergebnissen zufolge lag die Freiheit von Vorhofarrhythmien nach einem Zeitraum von 12 Monaten bei 80 %. Diese Quote deutet darauf hin, dass ein Großteil der behandelten Patienten über ein Jahr hinweg stabil blieb und keine erneuten Rhythmusstörungen auftraten.
Die 12-Monats-Daten der ersten Studie am Menschen zeigen eine PVI-Haltbarkeit von 94,2 % pro Vene bei medianer Ablationszeit von 13 Minuten. Wer die Ergebnisse für den eigenen Klinikalltag einordnen will, findet im kostenlosen Fach-Report die Studien-Zusammenfassung, eine Vergleichstabelle der Verfahren und eine Checkliste zur Patientenselektion. Jetzt kostenlosen Fach-Report anfordern
Prozessoptimierung und Sicherheit im klinischen Einsatz
Neben der klinischen Wirksamkeit befasste sich die Field PULSE-Studie mit der Effizienz des Verfahrens. Die erhobenen Daten zeigen eine hohe Geschwindigkeit bei der Durchführung der Eingriffe. Die mediane Zeit für eine PVI-Ablation wird in der Studie mit 13 Minuten angegeben. Im effizientesten Fall konnte eine Ablation bereits innerhalb von 7,7 Minuten abgeschlossen werden.
Die Untersuchung verdeutlicht zudem eine Erweiterung des Behandlungsspektrums über die klassischen Zielgebiete hinaus. Bei 49 % der Patienten wurde die Ablation außerhalb des unmittelbaren Lungenvenenbereichs vorgenommen. Dies deutet auf eine flexible Anwendung des Systems bei unterschiedlichen anatomischen Anforderungen oder Krankheitsbildern hin.
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In Bezug auf die Patientensicherheit fielen die Ergebnisse der Field PULSE-Studie positiv aus. Laut Field Medical traten im Rahmen der Untersuchung keine primären Sicherheitsereignisse auf.
Das Fehlen schwerwiegender Komplikationen in dieser ersten Phase der Anwendung am Menschen gilt als wichtiger Indikator für die klinische Zuverlässigkeit der eingesetzten Technologie. Die vorliegenden Daten bieten somit eine fundierte Grundlage für die weitere Bewertung der Field-PULSE-Technologie im Bereich der Elektrophysiologie.
