Vorsorgewoche der Verbraucherzentrale: 25 kostenlose Online-Vorträge
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 10:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Verbraucherzentrale widmet sich vom 02. bis 06.11.2026 im Rahmen einer Fokuswoche Vorsorge den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und digitaler Nachlass.
Geplant sind insgesamt 25 kostenlose Online-Vorträge, für die eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Die Veranstaltungen bieten Interessierten eine strukturierte Hilfestellung, um persönliche und rechtliche Angelegenheiten für Ausnahmesituationen rechtzeitig zu regeln.
Termine und Informationsangebote der Verbraucherzentralen
Die Vorträge der Fokuswoche decken unterschiedliche Zeitfenster ab. Am Dienstag, 3.11., sowie am Mittwoch, 4.11., finden die Online-Sitzungen jeweils um 10:00, 15:00 und 18:00 Uhr statt. Für Donnerstag, 5.11., und Freitag, 6.11., sind jeweils Vorträge um 15:00 und 18:00 Uhr angesetzt.
Ergänzend dazu hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen den Ratgeber „Das Vorsorge-Handbuch. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, digitaler Nachlass, Betreuungsverfügung, Testament“ in einer neuen Auflage herausgebracht. Das Werk ist zum Preis von 14,63 Euro im Buchhandel, im Online-Shop ratgeber-verbraucherzentrale.de oder telefonisch unter 0211 3809-555 beziehbar.
Auch auf kommunaler Ebene gibt es gezielte Aufklärungsangebote. Die Stadt Neckarbischofsheim veranstaltet gemeinsam mit dem Betreuverein ARV Rhein-Neckar am Mittwoch, 4. November, von 17:00 bis 18:30 Uhr einen kostenlosen Vortrag in der Zehntscheune an der Hauptstraße 22 in Neckarbischofsheim.
Der Termin behandelt rechtliche Grundlagen, praktische Schritte sowie typische Fehler bei Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Anmeldungen sind bei der Stadtverwaltung unter 07263 607-21 oder über die E-Mail-Adresse marina.steck@neckarbischofsheim.de möglich.
Bausteine der persönlichen und rechtlichen Vorsorge
Dokumente wie Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Bestattungsvorsorge schaffen Klarheit im Ernstfall. Beim Verfassen empfiehlt sich die fachliche Beratung durch Mediziner, zudem ist eine gebührenfreie Prüfung der Unterlagen möglich.
Eine Altersbeauftragte rät dazu, Vorsorgeaufträge, Patientenverfügungen, Vollmachten für Banken und Krankenkassen sowie Bestattungswünsche frühzeitig zu besprechen und auffindbar aufzubewahren, da ein ruhiger Moment weitaus besser geeignet sei als eine akute Notlage. Das Vorgehen lässt sich in fünf Themenfelder gliedern: Wohnen und Pflege, Vorsorge und Medizin, Geld und Unterlagen, Abschied sowie Mobilität.
Wer sich mit der rechtlichen Absicherung befasst, findet in diesem kostenlosen Ratgeber geprüfte Vorlagen für das Berliner Testament und die Patientenverfügung. Sichern Sie Ihre Familie unkompliziert ab und vermeiden Sie teure Fehler bei der Nachlassregelung. Kostenlosen Vorsorge-Ratgeber mit Vorlagen herunterladen
Juristische Aspekte werden auch über andere Medien vermittelt. Eine Fachanwältin für Erbrecht widmete eine Podcast-Folge den Themen Sorgerecht ab Minute 03:20, Testament ab Minute 17:50 sowie Vorsorgevollmacht ab Minute 41:19. Um gemeinnützige Zwecke über das Lebensende hinaus zu fördern, informiert die Initiative Vergissmeinnicht im Rahmen der Aktion „Wochen des guten Testaments“ zweimal jährlich über Testamentsspenden, bei denen Organisationen mit Teilen des Nachlasses oder Barvermögens bedacht werden können.
Steigende Kosten und finanzielle Herausforderungen
Die Dringlichkeit einer vorausschauenden Regelung wird durch die Kostenentwicklung im Bestattungswesen unterstrichen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes legten die Preise für Bestattungsleistungen und Friedhofsgebühren im Jahr 2025 um 3,2 Prozent zu, während die Preise für Särge, Urnen und Grabsteine um 1,9 Prozent stiegen.
Nach Angaben der Organisation Aeternitas erhöhten sich die Bestattungspreise innerhalb von fünf Jahren um gut 20 Prozent. Kommunale Gebühren summierten sich 2014 auf rund 710 Millionen Euro und erreichten zehn Jahre später knapp 952 Millionen Euro, was einem Zuwachs von gut einem Drittel entspricht. Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Bestatter liegen die Ausgaben für eine Erdbestattung meist zwischen 5.000 und 10.000 Euro.
Neben der persönlichen Vorsorge spielen auch finanzielle Aspekte beim Erben eine entscheidende Rolle für die Angehörigen. Dieser PDF-Report bietet wertvolle Erbschaftstipps zum Geldsparen und zeigt, wie Sie Ihren Nachlass ohne juristisches Vorwissen rechtssicher regeln. Berliner Testament & Erbschaftstipps: Jetzt gratis Ratgeber sichern
Die Sozialämter übernahmen im Jahr 2025 die Kosten für 15.400 Beerdigungen mit einem Gesamtvolumen von 51,6 Millionen Euro, verglichen mit 23.400 Fällen und 61,7 Millionen Euro im Jahr 2015. Gleichzeitig gewinnen alternative Finanzierungswege an Bedeutung: Auf der Plattform GoFundMe kamen bis zum 11. Oktober 2026 insgesamt 32,6 Millionen Euro über 8.990 Spendenaufrufe für Bestattungen und Gedenken zusammen – eine Vervierfachung gegenüber 2023. Parallel dazu sank der Bestand an Risikolebensversicherungen laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2025 um 1,7 Prozent auf 7,2 Millionen Verträge.
