Vorzeitige, Menopause

Vorzeitige Menopause: Bluthochdruck-Risiko steigt um 22,6 Prozent

Veröffentlicht am: 02.08.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Zwei Langzeitstudien belegen: Frühe Menopause erhöht Risiko für Hypertonie um 12,3% und für koronare Herzkrankheiten um 40%.

Vorzeitige Menopause: Deutlich erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen
Ein Stethoskop auf einer medizinischen Patientenakte als Symbol für Herz-Kreislauf-Vorsorge. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Frauen mit vorzeitiger Menopause haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Das zeigen zwei aktuelle Langzeitstudien aus dem Jahr 2026.

Bluthochdruck-Risiko steigt mit frühem Menopausenbeginn

Eine Ende Juli im Fachjournal Menopause veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von 107.836 postmenopausalen Frauen aus der UK Biobank aus. Über einen Beobachtungszeitraum von rund 14,5 Jahren entwickelten 18.508 Teilnehmerinnen – also 17,2 Prozent – eine Hypertonie.

Die Forscher verglichen das Risiko nach Alter bei Eintritt der Menopause. Bei normalem Eintrittsalter lag es bei 16,6 Prozent. Bei früher Menopause stieg es auf 18,8 Prozent, bei vorzeitiger Menopause vor dem 40. Lebensjahr sogar auf 22,6 Prozent.

Nach statistischer Adjustierung – mehr als 50 Variablen flossen ein – errechneten die Wissenschaftler für Frauen mit vorzeitiger Menopause ein um 12,3 Prozent höheres Risiko. Interessant: Eine chirurgisch herbeigeführte Menopause stellte keinen unabhängigen Risikofaktor dar.

Höchstes Risiko zwischen 25 und 35

Das Risiko hängt stark vom exakten Alter des Menopauseneintritts ab. Die höchste Gefahr für Bluthochdruck bestand bei Frauen, deren Menopause zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr begann.

Stephanie Faubion von der Menopause Society fordert deshalb regelmäßige Screenings auf kardiovaskuläre Risikofaktoren bei betroffenen Patientinnen. Als wesentliche Ursache sehen Fachleute den Verlust von Östrogen, der weitreichende Effekte auf das Gefäßsystem hat. Das Menopausenalter sollte daher in der klinischen Praxis als eigenständiger Risikofaktor behandelt werden.

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Frauen mit vorzeitiger Menopause haben ein um 22,6 Prozent höheres Risiko für Bluthochdruck – das zeigt eine aktuelle Langzeitstudie. Mit der richtigen Vorsorge können Sie aktiv gegensteuern. Sichern Sie sich jetzt den kostenlosen Ratgeber mit Checklisten und Praxis-Tipps. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

Lebenszeitrisiko für Herzkrankheiten um 40 Prozent erhöht

Eine weitere Studie, veröffentlicht im März in JAMA Cardiology, begleitete 10.036 postmenopausale Frauen über mehrere Jahrzehnte. Ergebnis: Eine vorzeitige natürliche Menopause vor dem 40. Lebensjahr ist mit einem um 40 Prozent höheren Lebenszeitrisiko für koronare Herzkrankheiten verbunden.

Die Studie zeigt zudem deutliche ethnische Unterschiede: Bei weißen Frauen lag die Rate der vorzeitigen Menopause bei 4,8 Prozent, bei schwarzen Frauen mit 15,5 Prozent mehr als dreimal so hoch. Das erhöhte Herzkrankheitsrisiko bestand jedoch in beiden Gruppen gleichermaßen – betroffene Frauen verbrachten im Schnitt weniger Lebensjahre ohne diagnostizierte Herzerkrankung.

Was Ärztinnen und Patientinnen jetzt beachten sollten

Mediziner empfehlen auf Basis der Studienlage verstärkte Aufmerksamkeit für Frauen mit früher oder vorzeitiger Menopause. Konkret bedeutet das:

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Eine weitere Studie belegt: Vorzeitige Menopause erhöht das Lebenszeitrisiko für Herzkrankheiten um 40 Prozent. Doch es gibt wirksame Maßnahmen, um Ihr Herz zu schützen – von Ernährung bis Bewegung. Herzschutz-Ratgeber jetzt sichern

  • Regelmäßige Blutdruckkontrollen und Überwachung kardiovaskulärer Kennwerte
  • Das Menopausenalter in der Anamnese als Risikofaktor verankern
  • Beratung zu Ernährung und Bewegung
  • Prüfung einer Hormonersatztherapie nach individueller Abwägung
  • Stressmanagement-Strategien

Die Fachwelt will das Menopausenalter fest in der Präventivmedizin für Frauen verankern. Das Ziel: Langzeitfolgen wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte durch frühzeitige Interventionen bei Bluthochdruck vermeiden.

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