VPN-Apps, Tracker

VPN-Apps: 85% enthalten Tracker und teilen Standortdaten

Veröffentlicht am: 28.08.2026 um 22:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Proton-Analyse von 390 US-VPN-Apps zeigt Tracker in 85 Prozent der Anwendungen und verdeckte Eigentümer bei 31 Diensten.

Proton-Bericht: VPN-Apps sammeln Nutzerdaten und GPS-Standorte
Ein Smartphone liegt auf einem Schreibtisch neben einem Router, während die Datensicherheit bei VPN-Apps thematisiert wird. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein aktueller Untersuchungsbericht des Anbieters Proton deckt erhebliche Sicherheits- und Datenschutzmängel bei Virtual Private Network (VPN)-Anwendungen auf, die in den Vereinigten Staaten über gängige App-Stores vertrieben werden. Den Ergebnissen zufolge enthalten 85 Prozent der 390 analysierten VPN-Apps Tracker, welche die Aktivitäten der Nutzer protokollieren und Standortdaten an unbefugte Dritte übermitteln.

Die Untersuchung verdeutlicht das Ausmaß der Datensammlung in einem Marktsegment, das eigentlich für den Schutz der Privatsphäre konzipiert ist. Im Juni 2026 verzeichneten die untersuchten VPN-Anwendungen in den USA insgesamt 13,2 Millionen Downloads. Trotz des Versprechens von Anonymität und Sicherheit greifen viele dieser Programme aktiv auf sensible Informationen zu, ohne dass dies für die Endverbraucher unmittelbar ersichtlich ist.

Verschleierte Eigentümerstrukturen und internationale Verflechtungen

Ein wesentlicher Aspekt des Berichts betrifft die Hintergründe der App-Entwickler. Proton stellte fest, dass 64 der analysierten VPN-Anwendungen von chinesischen Unternehmen stammen. Zudem bemühen sich zahlreiche Anbieter aktiv darum, ihre Identität zu verbergen.

Bei 31 der untersuchten Apps wird die tatsächliche Inhaberschaft über Briefkastenfirmen verschleiert, was eine unabhängige Überprüfung der Sicherheitsstandards und der Datenhandhabung erschwert.

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Die Präsenz dieser Anwendungen ist auf den führenden Plattformen Apple App Store und Google Play ungebrochen. Millionen von Smartphone-Nutzern haben diese Dienste installiert, wobei viele der Apps direkte Verbindungen zu Unternehmen in China aufweisen. Die gesammelten sensiblen Daten werden laut dem Bericht im Hintergrund erfasst, während die Nutzer sich im Glauben an eine gesicherte Verbindung befinden.

Gezielte Erfassung von Standortdaten via GPS

Besondere Kritik äußerten die Autoren des Berichts an der systematischen Verfolgung der Standorte. Insgesamt 64 der untersuchten VPN-Apps erfassen den genauen GPS-Standort der Anwender. Auf diese speziellen Programme entfielen im Juni 2026 allein 3 Millionen Downloads. Die Datenerhebung erfolgt dabei oft heimlich und umfasst neben dem Standort auch Informationen über das verwendete Endgerät.

Die statistische Auswertung der trackerhaltigen Anwendungen zeigt eine klare Tendenz: Jede vierte dieser Apps sammelt gezielt GPS-Standortdaten. Über den gesamten Markt der VPN-Apps in den USA hinweg enthält statistisch gesehen jede sechste Anwendung Tracker. Unter den Programmen, die bereits für die Nutzung von Trackern identifiziert wurden, liegt der Anteil jener, die zusätzlich den Standort verfolgen, bei 25 Prozent.

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Die Ergebnisse des Berichts unterstreichen die Diskrepanz zwischen dem Marketingversprechen vieler VPN-Anbieter und der tatsächlichen technischen Umsetzung ihrer Software. Während Nutzer diese Dienste in Anspruch nehmen, um ihre digitale Spur zu verwischen, führen die integrierten Mechanismen zur Datenweitergabe dazu, dass persönliche Informationen und Bewegungsprofile systematisch an Drittparteien übermittelt werden.

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