VR-Training, Malteser

VR-Training: Malteser testen Herzdruckmassage-Messung ab August

Veröffentlicht am: 13.09.2026 um 00:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Virtuelle Trainingssysteme unterstützen Rettungskräfte, Militär und Industrie. Sensoren, KI und Drohnen erweitern die realitätsnahe Ausbildung.

VR-Training: Digitale Simulationen stärken Notfallhilfe und Sicherheit
Ein moderner, minimalistischer Trainingsraum für medizinische Simulationen mit einer Übungspuppe auf dem Boden. Illustration mit AI erstellt.

In der modernen Notfallmedizin und Gefahrenabwehr gewinnt der Einsatz von Virtual-Reality-Technologien (VR) zunehmend an Bedeutung. Einsatzkräfte nutzen diese digitalen Werkzeuge, um komplexe Notfallsituationen und Evakuierungsszenarien in einer kontrollierten, aber hochrealistischen Umgebung zu trainieren.

Aktuelle Projekte und Kooperationen verdeutlichen, wie die Verknüpfung von Hardware-Sensoren und virtuellen Welten die Ausbildung von Fachpersonal und Freiwilligen prägt.

Innovative VR-Projekte in der medizinischen Ausbildung

Ein Beispiel für diese Entwicklung ist das Projekt „ReadyToSave VR“, das von der italienischen Ulss 9 Scaligera in Zusammenarbeit mit dem im Jahr 2016 gegründeten Unternehmen Digital Mosaik initiiert wurde. Wie aus Berichten vom 11. September 2026 hervorgeht, wurde das Projekt im Polo didattico des Ospedale Orlandi in Bussolengo vorgestellt.

Das System richtet sich an medizinisches Personal, Sicherheitskräfte, Freiwillige und Studenten. Es umfasst sowohl einen Training- als auch einen Test-Modus, wobei die Leistung der Teilnehmenden durch ein Scoring-System für Hard- und Soft-Skills bewertet wird.

Die Ulss 9 Scaligera, die weitere Standorte in Legnago und San Bonifacio betreibt, konnte bereits rund 2.800 Ärzte und Pflegekräfte sowie etwa 3.000 Schüler im Raum Verona durch ihr Ausbildungszentrum erreichen.

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Auch in Deutschland werden VR-Lösungen in der Breitenausbildung erprobt. Die Malteser in Braunschweig testen seit August 2026 eine VR-Brille des Herstellers Weltenmacher in der Erste-Hilfe-Ausbildung.

Das Pilotprojekt, an dem auch die Standorte Münster und Köln beteiligt sind, nutzt ein System aus VR-Brille, Controllern und einem Sensor-Armband. Damit lassen sich Frequenz und Drucktiefe einer Herzdruckmassage präzise messen.

Ein regelmäßiger Einsatz dieser Technik wird für das Jahr 2027 angestrebt. Ergänzend dazu weihte das DRK Warendorf laut einem Bericht vom 12. September 2026 ein neues Bildungs- und Simulationszentrum an der Katzheide ein, um moderne Voraussetzungen für die Aus- und Weiterbildung zu schaffen.

Simulationen für Militär und Industrie

Neben dem zivilen Rettungswesen setzt auch die Bundeswehr auf virtuelle Trainingsumgebungen. Im Schießausbildungszentrum in Hannover wurde ein Simulator vorgestellt, der mit Sensoren, VR-Brillen und individuell erstellten Karten arbeitet. Hauptfeldwebel Maiki erläuterte hierzu, dass das System die Ausbildung deutlich verbessere, da verschiedene Einsatzszenarien ohne physische Gefährdung geübt werden könnten.

Im industriellen Sektor erweitert das Unternehmen Circle4XR seine Trainingsangebote für Großanlagen. Seit September 2026 integriert das Unternehmen KI-Avatare, die als digitale Trainer fungieren.

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Für einen italienischen Multi-Utility-Konzern wurden drei Gasanlagen maßstabsgetreu virtualisiert, während für einen internationalen Energiekonzern fünf Forschungslabore digital nachgebildet wurden. In einem Durchgang absolvierten bereits 55 Mitarbeitende aus 14 Ländern diese XR-Trainings.

Spezialtraining für Katastrophenschutz und Verkehrssicherheit

Für extreme Wetterereignisse bietet das im Mai 2025 eröffnete Lvxing Disaster Simulation Training Center im chinesischen Hangzhou spezialisierte Übungsmöglichkeiten.

Mit Taifun-Simulationen von bis zu 165 km/h und Sturzfluten, bei denen 900 Tonnen Wasser bewegt werden, trainieren Einsatzkräfte Rettungsmanöver in überfluteten Stadtgebieten. Seit der Eröffnung haben über 160.000 Personen an den Trainings teilgenommen, wobei ein eintägiger Kurs 1.599 Yuan (ca. 235 US-Dollar) kostet.

Im Bereich der Verkehrssicherheit bietet Milebay VR-Kurse als Alternative zum praktischen Training im Straßenverkehr an. Fahrer können dabei die Perspektive von Radfahrern und Fußgängern einnehmen. Das Angebot umfasst zugelassene Module für Berufskraftfahrer, unter anderem für die Zertifizierungen FORS Silver und Gold.

Unterstützung durch Drohnentechnologie und XR-Workshops

Die praktische Ergänzung zu virtuellen Trainings bildet der Einsatz moderner Technik im Feld. Bei einer Übung der Feuerwehr Gussendorf, über die am 12. September 2026 berichtet wurde, kam Drohnentechnologie zur Personensuche zum Einsatz. Die eingesetzte Drohne der FF Preding verfügte über Wärmebildkameras, eine KI-gestützte Fundorterkennung und GPS-Markierungen.

Auch im Bildungsbereich werden XR-Technologien (Extended Reality) verankert. Die schottische Dornoch Academy führte im September 2026 einen Workshop durch, der vom Scotland RESILIENCE Hub geleitet wurde. Schüler trainierten dabei virtuelle Labortechniken wie aseptische Verfahren und den Umgang mit Bioreaktoren, um frühzeitig Kompetenzen in hochspezialisierten technischen Umgebungen aufzubauen.

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