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VW und Rivian starten Wintertests neuer Fahrzeug-Architektur

13.11.2025 - 03:50:11 | dpa.de

VW ging einen milliardenschweren Pakt mit dem Tesla-Rivalen Rivian ein, um technisch aufzuholen. Erste Autos aus der Kooperation sind jetzt reif für einen Härtetest.

  • Das Einstiegsmodell ID.EVERY1 soll das erste VW-Auto mit der zusammen mit Rivian entwickelten Elektronik-Architektur werden. (Archivbild) - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
    Das Einstiegsmodell ID.EVERY1 soll das erste VW-Auto mit der zusammen mit Rivian entwickelten Elektronik-Architektur werden. (Archivbild) - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
  • Carsten Helbing (l) und Wassym Bensaid führen das Gemeinschaftsunternehmen von VW und Rivian. - Foto: Andrej Sokolow/dpa
    Carsten Helbing (l) und Wassym Bensaid führen das Gemeinschaftsunternehmen von VW und Rivian. - Foto: Andrej Sokolow/dpa
Das Einstiegsmodell ID.EVERY1 soll das erste VW-Auto mit der zusammen mit Rivian entwickelten Elektronik-Architektur werden. (Archivbild) - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa Carsten Helbing (l) und Wassym Bensaid führen das Gemeinschaftsunternehmen von VW und Rivian. - Foto: Andrej Sokolow/dpa

Volkswagen und der Tesla-Rivale Rivian starten ein Jahr nach der Gründung ihrer Gemeinschaftsfirma Wintertests erster Fahrzeuge. Mit den Wagen soll unter anderem die Elektronik-Architektur des für 2027 geplanten günstigeren Volkswagen-Elektroautos ID.Every1 einem Härtetest unterzogen werden. In den Schnee in Schweden kommen demnach Anfang kommenden Jahres auch Referenzfahrzeuge mit Technik für ein künftiges Audi-Modell und einen Wagen der von VW wiederbelebten US-Marke Scout.

Das Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen Rivian and Volkswagen Group Technologies (RV Tech) entwickelt die Elektronik-Architektur künftiger Elektroautos von VW für westliche Märkte, also vor allem außerhalb Chinas. Volkswagen entschloss sich im vergangenen Jahr für eine milliardenschwere Kooperation mit Rivian, um technologisch zu Tesla und chinesischen Konkurrenten aufzuschließen. Volkswagen lässt sich die Zusammenarbeit bis zu 5,8 Milliarden Dollar kosten. In China wird die Fahrzeugarchitektur für den dortigen Markt mit dem einheimischen Partner Xpeng entwickelt.

Ein zentraler Unterschied der bei Rivian entwickelten Architektur ist, dass sie nach Zonen im Fahrzeug statt nach Funktionen aufgebaut ist. Traditionell gibt es etwa separate Kontrolleinheiten für einzelne Aufgaben wie zum Beispiel die Temperatur-Steuerung. Im Rivian-Konzept werden die Funktionen hingegen gebündelt - so kann zum Beispiel ein Computer auf der Fahrerseite sowohl das Gaspedal als auch die Fensterheber steuern. Bei der Gemeinschaftsfirma soll die Technik weiterentwickelt werden.

Kürzere Kabelstränge 

Die Lösung sorgt für weniger Komplexität und kürzere Kabelstränge - und drückt damit auch die Kosten. Auf Zonen-Architektur setzen auch der Elektroauto-Vorreiter Tesla und diverse chinesische Hersteller. 

Bei der Zusammenarbeit mit Volkswagen geht es unter anderem darum, dass die bei Rivian entwickelten Steuergeräte mit Bauteilen des deutschen Konzerns zusammenspielen. Der ID.Every1 mit einem angepeilten Preis um die 20.000 Euro soll mit einem Zonen-Kontroller auskommen, bei Premium-Modellen von VW werden es mehr sein, da der Funktionsumfang größer ist.

Das Gemeinschaftsunternehmen könnte die Architektur in der Zukunft auch anderen Herstellern anbieten, sagten die Co-Chefs Carsten Helbing und Wassym Bensaid. Aktuell gehe es aber vorrangig darum, die Technologie bei Volkswagen und Rivian einzusetzen.

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