Walnüsse, Zweijährige

Walnüsse: Zweijährige Studie zeigt bessere Entzündungswerte bei Älteren

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 03:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bei älteren Erwachsenen lag der Ernährungs-Entzündungsindex nach zwei Jahren mit täglichem Walnussverzehr signifikant niedriger.
Mehrere Walnüsse mit Schale auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Was aktuelle Forschung zu Nüssen und Entzündungsprozessen zeigt: Eine zweijährige klinische Studie der Loma Linda University School of Public Health belegt, dass der tägliche Verzehr von Walnüssen das entzündliche Profil der Ernährung bei älteren Erwachsenen signifikant verbessern kann.

Die im Fachblatt Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics publizierte Untersuchung ist Teil des Projekts WAHA (Walnuts and Healthy Aging). Das Vorhaben umfasst bereits über 20 Publikationen und wird von der Loma Linda University gemeinsam mit dem Hospital Clinic of Barcelona getragen. Finanziert wurde die Studie durch die Branchenorganisation California Walnut Commission.

Studienergebnisse des WAHA-Projekts

An der zweijährigen Untersuchung nahmen insgesamt 319 Personen aus Loma Linda im US-Bundesstaat Kalifornien teil. Das Durchschnittsalter der Probanden lag bei 69 Jahren, wobei zwei Drittel der Teilnehmenden Frauen waren. Für den Versuchsaufbau wurden die Personen in zwei Gruppen unterteilt.

Die Walnussgruppe mit 166 Teilnehmenden verzehrte täglich 28 bis 57 Gramm Walnüsse, was einer Menge von etwa 14 bis 28 halben Kernen entspricht. Die Kontrollgruppe mit 153 Personen nahm im selben Zeitraum keine Walnüsse und höchstens zwei Portionen anderer Nüsse pro Woche zu sich. Zusätzliche Ernährungsvorgaben gab es für die Teilnehmenden nicht.

Nach zwei Jahren zeigte sich beim Dietary Inflammatory Index (DII) ein Wert von ?0,025 in der Walnussgruppe gegenüber 0,615 in der Kontrollgruppe. Dieser Unterschied war statistisch signifikant, auch wenn die Effektgröße als bescheiden eingestuft wurde.

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Methodik und Aussagekraft des Entzündungsindex

Der ermittelte DII stützt sich auf fünf 24-Stunden-Ernährungsinterviews, die über die zwei Jahre hinweg mit den Teilnehmenden geführt wurden. Der Index basiert somit auf den Ernährungsprotokollen und nicht auf direkten Blutmessungen oder konkreten Krankheitsausgängen. Gleichwohl hatten frühere Analysen im Rahmen derselben Studie bereits Rückgänge bei einzelnen zirkulierenden Entzündungsmarkern im Blut nachgewiesen.

Die Studienleiterin Sujatha Rajaram, Professorin an der Loma Linda University School of Public Health, erklärte, der tägliche Walnussverzehr führe vor Augen, wie bereits eine einfache Lebensmittelauswahl die Qualität der Gesamternährung verbessern könne. Co-Autorin Lynnley Huey hob hervor, dass Walnüsse eine unkomplizierte und leicht zugängliche Maßnahme darstellten, um einen gesünderen Lebensstil zu unterstützen.

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Empfehlungen für den praktischen Alltag

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht lässt sich die Ergänzung des Speiseplans ohne großen Aufwand umsetzen. Die Forscherin Jayme Brisco merkte an, die einfachste Form des Konsums bestehe darin, eine Handvoll Walnüsse als Snack zu nutzen und damit zucker- sowie kohlenhydratreiche Zwischenmahlzeiten zu ersetzen.

Tatjana Solnzewa, Ärztin und Ernährungswissenschaftlerin am Forschungszentrum für Ernährung und Biotechnologie, bezifferte die optimale Portion auf etwa 14 Walnusshälften pro Tag, was rund 30 Gramm entspricht. Zudem empfahl sie, die dünne Haut der Nüsse nicht zu entfernen, da sich gerade darin wertvolle Antioxidantien befänden.

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