Washington, Autonome

Washington D.C.: Autonome Lieferroboter starten ab sofort

Veröffentlicht: 18.07.2026 um 07:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Washington D.C. genehmigt autonome Lieferroboter von Serve Robotics und Coco Robotics für den Essenslieferdienst in der Innenstadt.

Lieferroboter erobern Washington: Serve und Coco starten
Ein autonomer Lieferroboter mit sauberem, modernem Design fährt auf einem Bürgersteig an Fußgängern und Stadtarchitektur vorbei. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die US-Hauptstadt weitet ihre autonomen Lieferdienste aus. Serve Robotics und Coco Robotics erhalten die Genehmigung für den Betrieb auf den Bürgersteigen Washingtons.

Die Verkehrsbehörde von Washington, D.C. (DDOT) hat grünes Licht für zwei neue Anbieter von autonomen Lieferrobotern gegeben. Serve Robotics und Coco Robotics dürfen ab sofort Essen in der Innenstadt ausliefern. Sie gesellen sich damit zum bereits etablierten Anbieter Robot.com. Die Entscheidung fiel in dieser Woche und ist ein weiterer Schritt in der Integration von Persönlichen Liefergeräten (PDDs) in den städtischen Alltag.

Strenge Auflagen für den Start

Die neuen Genehmigungen gelten zunächst für eine dreimonatige Testphase. Die Auflagen sind streng: Jedes Unternehmen darf maximal 25 Roboter einsetzen, und das auch nur in einem Gebiet von maximal 2,6 Quadratkilometern. Beide Firmen werden für Uber Eats liefern, Coco Robotics hat zudem einen Vertrag mit DoorDash abgeschlossen.

Vor dem Start mussten die Unternehmen einen Behindertentest bestehen. Dabei wurde geprüft, ob die Roboter Gehwege sicher nutzen können, ohne Fußgänger oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu behindern. Coco Robotics wird seinen Dienst im Stadtteil Logan Circle aufnehmen – eine logische Erweiterung, nachdem das Unternehmen bereits in den benachbarten Städten Arlington und Alexandria in Virginia aktiv ist.

Hunderte Tausend Lieferungen als Erfahrung

Coco Robotics, das vom OpenAI-Chef Sam Altman unterstützt wird, bringt reichlich Erfahrung mit. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 500.000 Lieferungen in Städten wie Los Angeles, Miami, Chicago, Helsinki und Turku absolviert. Das Ziel: Bis Ende 2026 soll die Flotte auf Tausende Fahrzeuge anwachsen.

Die Technologie verspricht Effizienzgewinne. Laut Unternehmensdaten können die Roboter die Kosten für die letzte Meile um bis zu 20 Prozent senken. Ganz ohne menschliche Hilfe geht es aber nicht: Pro zehn eingesetzter Roboter entsteht ein Arbeitsplatz für die Überwachung und Steuerung.

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DoorDash drängt auf neue Regeln in New Mexico

Während an der Ostküste die ersten Roboter rollen, bereitet DoorDash den nächsten Schritt vor. In New Mexico verhandelt der Lieferdienst mit Politikern über eine gesetzliche Grundlage für seinen eigenen Roboter namens "Dot". Das Gerät ist mit 1,50 Meter Höhe und 1,20 Meter Länge ein echter Brocken – 160 Kilogramm schwer und mit einer Nutzlast von 14 Kilogramm.

"Dot" ist mit Kameras, Radar und Lidar ausgestattet und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 32 km/h. DoorDash wirbt für ein einheitliches Landesgesetz, das einzelne Städte daran hindern würde, eigene Steuern oder Gebühren zu erheben. Die Roboter sollen Fahrer nicht ersetzen, sondern für Kurzstrecken von fünf bis acht Kilometern ergänzen.

Milliardenmarkt in Sicht

Die Expansion fällt in eine phase rasanten Wachstums für die Branche. Serve Robotics, an der NASDAQ notiert, meldete für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von drei Millionen Euro – ein Plus von 578 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit Erlösen von rund 24 Millionen Euro.

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Doch der Markt befindet sich noch in der Investitionsphase. Serve Robotics verbuchte im ersten Quartal einen Verlust von 46 Millionen Euro, verfügt aber über Barmittel von rund 185 Millionen Euro. Die Branche visiert einen Markt für Lieferroboter an, der bis 2030 auf umgerechnet rund 420 Milliarden Euro anwachsen soll. Die Effizienzgewinne in der Logistik treiben die Entwicklung – und die Roboter rollen nun auch durch die Straßen der US-Hauptstadt.

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