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watchOS 27: Apple stoppt Updates für fünf ältere Watch-Modelle

Veröffentlicht am: 25.08.2026 um 04:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de

US-Klage gegen Apple: watchOS 27 lässt fünf ältere Watch-Modelle ohne Updates. Nutzer werfen dem Konzern geplante Obsoleszenz vor.

Apple Watch: Sammelklage wegen kurzer Update-Garantie eingereicht
Eine Apple Watch liegt auf einem Holztisch in einer hellen, professionellen Büroumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Am 12. August 2026 wurde am U.S. District Court for the Northern District of California eine Sammelklage gegen Apple eingereicht. Das Verfahren mit dem Aktenzeichen No. 3:26-cv-08384 wirft dem Technologiekonzern vor, mit der Einführung des Betriebssystems watchOS 27 den Software-Support für fünf ältere Modelle der Apple Watch einzustellen.

Betroffen sind die Modelle Series 6, Series 7, Series 8, die SE 2 sowie die erste Generation der Apple Watch Ultra. Die Klageschrift argumentiert, dass diese Geräte, die teilweise für bis zu 799 US-Dollar erworben wurden, durch den Wegfall künftiger Updates faktisch unbrauchbar gemacht würden.

Vorwürfe zur geplanten Obsoleszenz und mangelnder Transparenz

Der Kläger Richard Goetz, der im Dezember 2022 eine Apple Watch Ultra zum Preis von 799 US-Dollar erwarb, führt an, Apple habe die verhältnismäßig kurze Update-Periode von lediglich drei Jahren beim Kauf nicht offengelegt.

Die Klage macht geltend, dass die betroffenen Uhren zwar technisch funktionsfähig bleiben, jedoch auf dem Stand von watchOS 26 eingefroren werden. Damit blieben den Nutzern nicht nur neue Funktionen verwehrt, sondern vor allem kritische Sicherheitsupdates.

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Ein zentraler Punkt der juristischen Auseinandersetzung ist die Vermarktungsstrategie der Apple Watch SE 2. Dieses Modell wurde noch bis September 2025 offiziell verkauft. Dass der Support für dieses Gerät bereits im darauffolgenden Jahr mit watchOS 27 endet, unterstreicht laut der Klageschrift die Problematik der kurzen Support-Zeiträume.

Die Kläger werfen Apple unter anderem Software-Tethering, Vertragsbruch sowie Verstöße gegen das kalifornische Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (California Unfair Competition Law, UCL §17200) vor.

Einschränkungen des neuen Betriebssystems watchOS 27

Nach vorliegenden Berichten unterstützt watchOS 27 ausschließlich Modelle ab der Apple Watch Series 9 sowie neuere Versionen. Voraussichtlich ab Mitte September 2026 werden die älteren Modelle keine Aktualisierungen mehr erhalten.

Branchenbeobachter werten diesen Schritt als strategische Maßnahme von Apple, um das eigene Ökosystem zu straffen und die Hardware-Anforderungen für künftige Software-Generationen zu vereinheitlichen. Gleichzeitig löst dieses Vorgehen jedoch erhebliche Bedenken hinsichtlich einer beschleunigten Obsoleszenz von Premium-Hardware aus.

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Apple selbst gibt keine offiziellen Garantien oder verbindlichen Zusagen über die Dauer des Software-Supports für seine Wearables ab. Während die Geräte nach dem Stopp der Betriebssystem-Updates weiterhin ihre Grundfunktionen erfüllen, fehlen ihnen künftig wichtige Patches, die Sicherheitslücken schließen oder die Stabilität verbessern.

Fokus auf Stabilität und Verzögerungen bei Gesundheitsfunktionen

Für watchOS 27 hat Apple den Fokus primär auf die Systemstabilität und die allgemeine Leistung gelegt. Zudem wurde die Technologie zur Herzfrequenzmessung überarbeitet. Ein ursprünglich erwartetes Großprojekt im Bereich der künstlichen Intelligenz, der Gesundheits-Coach „Project Mulberry“, wurde jedoch verschoben. Berichten zufolge soll dieses Projekt erst im Zyklus von iOS 27 realisiert werden.

Die Verzögerung von „Project Mulberry“ wird auf den Wettbewerbsdruck im Wearable-Markt sowie auf einen erhöhten Bedarf an technischer Feinabstimmung zurückgeführt. Nachdem Eddy Cue die Leitung der Gesundheitsgruppe übernommen hatte, sei die Entscheidung gefallen, das KI-Projekt zugunsten einer tieferen Integration in das mobile Betriebssystem zeitlich nach hinten zu verschieben.

Die aktuelle Sammelklage ist derzeit auf Käufer im Bundesstaat Kalifornien beschränkt. Ein Vergleich oder eine Stellungnahme von Apple zu den spezifischen Vorwürfen des Software-Tethering und der kurzen Support-Zyklen liegt bislang nicht vor.

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