Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Neues Robotaxi startet in drei US-Städten

Veröffentlicht: 03.06.2026 um 04:50 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Waymo präsentiert mit dem Ojai ein speziell entwickeltes Robotaxi. Erste Testfahrten in drei US-Städten laufen, weitere Metropolen folgen.

Waymo Ojai: Neues Robotaxi startet in drei US-Städten Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de
Waymo Ojai: Neues Robotaxi startet in drei US-Städten Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Waymo startet mit dem Ojai eine neue Generation autonomer Fahrzeuge – größer, komfortabler und speziell für den fahrerlosen Betrieb konzipiert.

Der Alphabet-Konzern Waymo hat am 2. Juni 2026 sein neuestes autonomes Fahrzeugmodell vorgestellt. Der Ojai markiert einen strategischen Wandel: Weg von umgerüsteten Serienfahrzeugen, hin zu einem eigens entwickelten Robotaxi. Seit Anfang der Woche bietet Waymo ausgewählten Passagieren in Phoenix, San Francisco und Los Angeles kostenlose Testfahrten an. Als Nächstes sollen Denver, San Diego und Las Vegas folgen.

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Wohnzimmer auf Rädern: Der Innenraum im Detail

Das Ojai-Modell ist als rollendes Wohnzimmer konzipiert. Der Innenraum besticht durch einen durchgehend flachen Boden und eine niedrige Einstiegshöhe. Breite Schiebetüren, die Waymo als „Aufzugtüren“ beschreibt, erleichtern den Zugang. Im Fahrgastraum finden vier Passagiere Platz, die auf drei LED-Bildschirme und integrierte Ladeanschlüsse zugreifen können.

Waymo legt zudem Wert auf Barrierefreiheit: Haltegriffe, Blindenschrift-Beschriftungen und Bildschirmlesegeräte sollen die Nutzung erleichtern. Allerdings ist die aktuelle Version des Ojai noch nicht rollstuhlgerecht – ein Punkt, den Branchenbeobachter kritisch sehen. Trotz der vollautonomen Technik behält das Fahrzeug vorerst Lenkrad und Außenspiegel. Waymo begründet dies mit der Gewöhnung der Fahrgäste an die neue Technologie.

Technik aus China, Endmontage in Arizona

Technisch basiert der Ojai auf einer Plattform des chinesischen Herstellers Zeekr, einer Tochter des Geely-Konzerns. Während das Basisfahrzeug in China produziert wird, erfolgt die Endmontage in Waymos Werk in Mesa, Arizona. Die Fabrik soll langfristig eine Kapazität von mehreren Zehntausend Fahrzeugen pro Jahr erreichen. Aktuell sind jedoch erst rund 100 Ojai-Einheiten auf den Straßen unterwegs.

Angetrieben wird der Ojai von der sechsten Generation des Waymo-Driver-Systems. Die Sensorik umfasst 13 Kameras, vier Lidar-Sensoren und sechs Radareinheiten. Nach Angaben des Unternehmens bietet die neue Generation deutlich verbesserte Leistung bei schwierigen Wetterbedingungen – insbesondere bei Schnee und Regen.

Flottenausbau und regulatorische Hürden

Der Ojai-Start erfolgt parallel zum Betrieb von rund 3.700 Jaguar I-Pace-Robotaxis. Branchenkreisen zufolge könnte der Hyundai Ioniq 5 künftig zum primären Flottenfahrzeug werden – Handelsfragen machen dies aus strategischer Sicht attraktiv. Parallel dazu kartiert Waymo Straßen in Virginia, um einen möglichen Service-Start in der Region vorzubereiten.

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Die derzeit kostenlosen Fahrten in Kalifornien sollen nach behördlicher Genehmigung in einen kostenpflichtigen Dienst umgewandelt werden. Die California Public Utilities Commission wird voraussichtlich bis zum 27. Juni 2026 über die Tarife entscheiden.

Der Rollout erfolgt, nachdem Waymo seine Freeway-Dienste in mehreren Städten vorübergehend ausgesetzt hatte. Grund waren Bauarbeiten, lokale Überschwemmungen und notwendige Software-Updates. Erste Auslieferungsaktivitäten für das neue Modell hatten bereits am 28. Mai 2026 begonnen – vier Tage vor der offiziellen Präsentation.

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