Waymo, Ojai

Waymo Ojai: Sechste Generation Robotaxi startet ab 28. Mai

30.05.2026 - 12:30:49 | boerse-global.de

Waymo bringt günstigere Ojai-Robotaxis auf die Straße, während Großbritannien bezahlte Fahrten mit autonomen Fahrzeugen freigibt.

Waymo Ojai: Sechste Generation Robotaxi startet ab 28. Mai - Foto: über boerse-global.de
Waymo Ojai: Sechste Generation Robotaxi startet ab 28. Mai - Foto: über boerse-global.de

Die autonome Fahrzeugbranche erlebt dieser Tage einen historischen Doppelschlag: Während Waymo in den USA seine sechste Generation des selbstfahrenden Systems auf die Straße bringt, startet Großbritannien offiziell die ersten bezahlten Fahrten mit Roboter-Taxis und -Bussen. Beide Entwicklungen deuten auf eine beschleunigte Kommerzialisierung und internationale Expansion der Branche hin.

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Waymo bringt den Ojai auf die Straße

Seit dem 28. Mai 2026 bietet Waymo ausgewählten Fahrgästen in San Francisco, Los Angeles und Phoenix Fahrten im neuen Ojai-Robotaxi an. Das Fahrzeug basiert auf der Zeekr-RT-Plattform des chinesischen Geely-Konzerns und wurde für niedrigere Produktionskosten und mehr Innenraum optimiert. Für Teilnehmer des Testprogramms sind die ersten Fahrten kostenlos – ein cleverer Schachzug, um Daten zu sammeln und Akzeptanz aufzubauen.

Das Design erinnert an ein „Wohnzimmer auf Rädern“: flacher Boden, drei Touchscreens im Innenraum und ein herausnehmbares Lenkrad. Zur besseren Barrierefreiheit gibt es Haltegriffe und Beschriftungen in Blindenschrift. Anders als der bisher genutzte Jaguar I-Pace, der Ende 2024 auslief, ist der Ojai auf einfache Wartung und Massenproduktion ausgelegt.

Weniger Sensoren, mehr Leistung

Die sechste Generation des Waymo Driver setzt auf einen verschlankten Sensorpark – und spart damit kräftig Kosten. Statt 29 Kameras und fünd Lidar-Einheiten wie beim Vorgänger kommen nun 13 Kameras, vier Lidar- und sechs Radarsensoren zum Einsatz. Das Ziel: die Hardwarekosten pro Fahrzeug auf unter 20.000 Euro zu drücken.

Trotz der Reduzierung soll die neue Technik bei schlechtem Wetter sogar besser funktionieren. Die verbesserten Lidar- und Radarsysteme meistern Regen und Schnee, während die 17-Megapixel-Kameras für optimale Sicht bei Dämmerung und Nacht sorgen. Das ist kein Zufall: Waymo plant für den Sommer den Start in Denver, Las Vegas und San Diego – Städte mit anspruchsvollerem Klima.

Großbritannien macht den Weg frei

Am heutigen Samstag hat das britische Verkehrsministerium ein Pilotprojekt gestartet, das erstmals bezahlte Fahrten in autonomen Taxis und Bussen erlaubt. Verkehrsminister Simon Lightwood spricht von einer „transformierenden Chance für unabhängige Mobilität und Wirtschaftswachstum“.

Die Ergebnisse fließen in die künftige Regulierung nach dem Autonomous Vehicles Act von 2024 ein. Unterstützt wird das Projekt von Branchengrößen wie Wayve, Uber und Waymo. Branchenanalysten rechnen noch in diesem Jahr mit ersten kommerziellen Einsätzen in London und Tokio.

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Milliarden für die Massenproduktion

Waymo hat nach eigenen Angaben inzwischen über 20 Millionen autonome Fahrten absolviert und wickelt wöchentlich mehr als 500.000 bezahlte Fahrten ab. Das Ziel: bis Jahresende eine Million Fahrten pro Woche. Möglich macht das eine Kapitalspritze von umgerechnet rund 14,5 Milliarden Euro aus dem Februar 2026, die das Unternehmen auf eine Bewertung von etwa 114 Milliarden Euro katapultierte.

Doch der Weg zur Massenproduktion ist nicht frei von Hindernissen. Anfang des Jahres musste Waymo einen Software-Rückruf für rund 3.800 Fahrzeuge durchführen – Probleme mit überfluteten Straßen hatten die Systeme überfordert. Zudem pausierte der Dienst auf Autobahnen, um Navigationsprobleme in Baustellen zu beheben.

Trotz dieser Rückschläge soll die Produktion des Ojai auf mehrere Zehntausend Einheiten pro Jahr hochgefahren werden. Bis Ende 2026 könnten bereits mehrere Tausend Fahrzeuge der neuen Generation in den Flotten stehen. Die Branche steht offenbar kurz vor dem entscheidenden Sprung von der Testphase in den Massenmarkt.

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