Waymo-Pannen am 4. Juli: BrÀnde und BatterieausfÀlle in San Francisco
Veröffentlicht: 06.07.2026 um 12:10 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Am UnabhĂ€ngigkeitstag am 4. Juli 2026 gerieten mehrere Fahrzeuge in Brand oder blieben mit leeren Batterien liegen â ein Desaster fĂŒr den Pionier des autonomen Fahrens.
Feuer durch illegale Feuerwerkskörper
Im Stadtteil Potrero Hill fing ein unbemanntes Waymo-Fahrzeug Feuer, nachdem es ĂŒber einen kleinen Feuerwerkskörper gefahren war. Der Vorfall ereignete sich im 1200er Block der Connecticut Street. Das Fahrzeug wurde beschĂ€digt, doch es gab keine Verletzten. Waymo bestĂ€tigte, dass man mit der Feuerwehr von San Francisco und den örtlichen Behörden zusammengearbeitet habe, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und das beschĂ€digte Auto zu bergen.
Weitere Videoaufnahmen vom selben Abend zeigen andere autonome Fahrzeuge, die durch StraĂen navigierten, in denen illegale Feuerwerkskörper explodierten. In einem Fall ĂŒberfuhr ein Waymo-Auto einen Feuerwerkskörper, ohne Schaden zu nehmen â so die EinschĂ€tzung des Unternehmens. Waymo wertet die VorfĂ€lle nun aus, um die WiderstandsfĂ€higkeit seiner autonomen Systeme gegen solche Gefahren zu verbessern.
Batterien leer im Stau-Chaos
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Neben dem Brand sorgte ein weiteres Problem fĂŒr massive Störungen: Ein groĂer Teil der Waymo-Flotte fiel aufgrund extremer Verkehrsstaus mit leeren Akkus aus. GroĂ angelegte Feierlichkeiten und Feuerwerke nahe der Golden Gate Bridge fĂŒhrten zu ungeplanten StraĂensperrungen und massivem Stau. Die Fahrzeuge konnten ihre Ladestationen nicht erreichen.
Waymo-Sprecher Chris Bonelli bestĂ€tigte, dass die schwierigen Verkehrsbedingungen bei mehreren Robotaxis zur Batterieentladung fĂŒhrten. Mindestens ein Dutzend Fahrzeuge â viele davon vom Modell Jaguar I-PACE â strandeten auf den StraĂen der Stadt und mussten abgeschleppt werden, nachdem ihnen im Leerlauf der Strom ausgegangen war. Die liegen gebliebenen Autos verschĂ€rften die Verkehrsprobleme zusĂ€tzlich. Das BĂŒro von BĂŒrgermeister Lurie teilte mit, dass die Staus und die damit verbundenen Verzögerungen mehr als 100.000 Menschen betrafen.
FlottengröĂe und Infrastrukturprobleme
Die VorfĂ€lle ereigneten sich in einer Phase, in der Waymo seinen Betrieb in San Francisco massiv ausbaut. Das Unternehmen betreibt dort derzeit 577 Robotaxis und wickelt wöchentlich rund 500.000 Fahrten ab. Die Fahrzeuge sind mit einer hochentwickelten Sensorausstattung ausgestattet â 29 Kameras, fĂŒnf Lidars und sechs Radars â, die fĂŒr komplexe urbane Umgebungen ausgelegt ist.
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Die Störungen am 4. Juli 2026 sind kein Einzelfall. Bereits bei einem stadtweiten Blackout im Dezember 2025 gab es Ă€hnliche operative Probleme. Nach den jĂŒngsten Ereignissen betonten sowohl Stadtvertreter als auch Waymo, dass die Sicherheit oberste PrioritĂ€t habe. Waymo-Teams arbeiteten das gesamte Feiertagswochenende mit den örtlichen Behörden zusammen, um liegen gebliebene Fahrzeuge zu bergen und den normalen Betrieb wiederherzustellen.
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