Waymo und Uber trennen sich in Phoenix: Robotaxi-Experiment beendet
Veröffentlicht: 30.06.2026 um 02:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der Pilotversuch, der 2023 startete, wurde im Mai 2026 still und leise beendet â die offizielle BestĂ€tigung folgte nun am Montag.
Einzigartiges Modell eingestellt
Phoenix war der einzige Markt, auf dem Waymo-Fahrzeuge sowohl ĂŒber die hauseigene Waymo One-App als auch ĂŒber Uber buchbar waren. Drei Jahre lang lief das Experiment, Hunderttausende Fahrten wurden absolviert. Doch nun zieht Waymo seine autonomen Fahrzeuge zurĂŒck in die eigene Flotte.
Was passiert mit den Robotaxis? Sie werden kĂŒnftig fĂŒr andere Dienste eingesetzt â unter anderem fĂŒr DoorDash-Lieferungen und Via-Operationen in der Region. Ein cleverer Schachzug, um die Flotte auszulasten.
Uber steht derweil nicht ohne Plan da. Der Fahrdienstvermittler arbeitet bereits an einem neuen Partner fĂŒr den Phoenix-Markt. Das Unternehmen setzt weiter stark auf autonome MobilitĂ€t: Im ersten Quartal 2026 verzehnfachte sich die Zahl der autonomen Fahrten auf der Plattform im Jahresvergleich.
Kein kompletter Bruch
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Die Trennung in Phoenix bedeutet nicht das Ende der gesamten Beziehung. In Austin und Atlanta können Uber-Nutzer weiterhin Waymo-Robotaxis buchen. Doch die Zeichen stehen auf Konkurrenz: Branchenberichten zufolge könnten die beiden Unternehmen schon bald in London direkt gegeneinander antreten. Waymo bereitet zudem einen Start mit Lyft in Nashville vor.
Uber hat sein Portfolio an autonomen Technologiepartnern krĂ€ftig ausgebaut. Zu den Partnern zĂ€hlen Wayve, Avride, Rivian und Lucid. Besonders spektakulĂ€r: der Deal mit Rivian ĂŒber eine Flotte von 50.000 Robotaxis. Und auch im MikromobilitĂ€tssektor ist Uber aktiv â als Ankerinvestor mit rund 200 Millionen Euro beim jĂŒngsten Börsengang von Lime.
Waymos Flotte wÀchst und modernisiert sich
Waymo betreibt aktuell rund 4.000 autonome Fahrzeuge in elf US-Metropolregionen. Pro Woche werden mehr als 500.000 Fahrten absolviert. Die Flotte wird modernisiert: Der neue Zeekr-Ojai-Robotaxi ist pro Einheit umgerechnet rund 70.000 Euro gĂŒnstiger in der Produktion als die bisher genutzten Jaguar I-PACE-Modelle.
Uber setzt kĂŒnftig auf Rivian (50.000 Robotaxis) und andere Partner, Waymo modernisiert seine Flotte mit dem gĂŒnstigeren Zeekr-Ojai. Wer die Kosten- und Strategie-Implikationen verstehen will, erhĂ€lt im Report eine neutrale Analyse. Robotaxi-Kostenvergleich jetzt sichern
Auch beim Flottenmanagement tut sich etwas. Waymo arbeitet mit Component Fleet Administration zusammen, um Lebenszyklus, Wartung und Laden der Fahrzeuge zu optimieren â zunĂ€chst in San Diego. Und auf der regulatorischen Seite: Waymo rief kĂŒrzlich rund 3.900 Robotaxis wegen eines Softwareproblems zurĂŒck.
Die Börse reagierte verhalten: Uber-Aktien fielen leicht auf umgerechnet rund 69 Euro, Alphabet-Papiere stiegen auf etwa 328 Euro. Branchenbeobachter bleiben gespannt â die gefahrenen Kilometer ohne Sicherheitsfahrer bei Waymo legten im Jahresvergleich um 134 Prozent zu.
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