WeiĂer Reis: Erhöhtes Diabetesrisiko und Arsen-Belastung
Veröffentlicht am: 16.06.2026 um 03:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes fĂŒr den Zeitraum 2022/23. Das Getreide gilt als wichtiger Energielieferant â doch gesundheitliche Risiken und Umweltfolgen trĂŒben das Bild.
WeiĂer Reis erhöht Diabetesrisiko
Wissenschaftliche Studien weisen auf mehrere Gefahren hin: Eine Untersuchung aus dem Jahr 2023 zeigt ein erhöhtes Diabetesrisiko bei hohem Konsum von weiĂem Reis. Bereits 2019 fanden Forscher Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit verminderter Lungenfunktion.
Anzeige: Wer seinen Reiskonsum reduzieren möchte, findet in diesem kostenlosen Ratgeber die besten Alternativen â von ballaststoffreichen Haferflocken bis zur richtigen Zubereitung. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern
Besonders kritisch bleibt die Belastung mit Arsen. Das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung (BfR) warnt vor einer langfristig erhöhten Krebsgefahr durch Arsenaufnahme. Das Amt rĂ€t vor allem bei der ErnĂ€hrung von SĂ€uglingen und Kleinkindern zur Vorsicht.
Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung (DGE) empfiehlt maximal 300 Gramm ungegartem Reis pro Tag. Entscheidend sei eine abwechslungsreiche Lebensmittelauswahl, um einseitige Belastungen zu vermeiden.
Reisanbau belastet Klima und Wasserressourcen
Die Umweltfolgen der Produktion sind erheblich. Laut einer Studie aus dem Jahr 2021 beansprucht der Reisanbau zwischen 25 und 33 Prozent des weltweiten SĂŒĂwasservorkommens. Gleichzeitig entfallen rund 10 Prozent der globalen landwirtschaftlichen Methanemissionen auf diesen Sektor â so SchĂ€tzungen des International Rice Research Institute (IRRI).
Metro Deutschland reagiert auf den wachsenden Transparenzdruck. Der GroĂhĂ€ndler stellt fĂŒr sein gesamtes Sortiment modellierte CO?-FuĂabdrĂŒcke bereit. Das Unternehmen erzielte im GeschĂ€ftsjahr 2024/25 einen Umsatz von 32,4 Milliarden Euro und will so ökologische Auswirkungen auf Produktebene sichtbar machen.
Reis als strategischer Notvorrat
Trotz der Risiken bleibt Reis in der nationalen Krisenvorsorge unverzichtbar. Das Bundesamt fĂŒr Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fĂŒhrt Getreideprodukte wie Reis, Nudeln und Haferflocken als zentrale Bestandteile eines Lebensmittelvorrats auf. Dieser sollte fĂŒr mindestens zehn Tage ausgelegt sein â pro Person und Tag sind 2200 Kilokalorien und zwei Liter Wasser veranschlagt.
Das BBK unterscheidet zwischen einem einmalig angelegten Notvorrat und einem âlebenden Vorratâ, der regelmĂ€Ăig in den tĂ€glichen Verbrauch integriert wird.
Anzeige: Arsen im Reis? Das BfR warnt vor langfristiger Krebsgefahr. Unser Ratgeber zeigt, wie Sie die Belastung beim Kochen um bis zu 60 % senken â und welche Sorten Sie meiden sollten. Arsen-Ratgeber jetzt sichern
Haferflocken als funktionale Alternative
Als ErgĂ€nzung zu Reisprodukten rĂŒcken Ballaststoffe in den Fokus der ErnĂ€hrungsforschung. Haferflocken enthalten Beta-Glukan â ein löslicher Ballaststoff, der nach BestĂ€tigung der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit (EFSA) den LDL-Cholesterinspiegel senken kann. Eine tĂ€gliche Aufnahme von etwa drei Gramm gilt als wirksam.
Ballaststoffreiche ErnĂ€hrung unterstĂŒtzt nicht nur Verdauung und Stoffwechsel, sondern wirkt auch prĂ€ventiv gegen Diabetes und erhöhte Cholesterinwerte. Im Gegensatz zu hochverarbeiteten Instant-Produkten liefern reine Getreideprodukte zudem wichtige MikronĂ€hrstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink.
