Astronomie, Deutschland

Nach der Sonnenfinsternis folgte ein Sternschnuppen-Strom

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 01:27 Uhr | dpa.de

Wer wollte, konnte alle seine Wünsche loswerden. Denn nach der Sonnenfinsternis gab es in der Nacht auch noch besonders viele Sternschnuppen. Ein Komet sorgt für den kosmischen Schauer.

  • Ein Meteor mit grünem Schweif ist in der Nacht zu Donnerstag am Sternenhimmel zu sehen.  - Bild: Patrick Pleul/dpa
    Ein Meteor mit grünem Schweif ist in der Nacht zu Donnerstag am Sternenhimmel zu sehen. - Bild: Patrick Pleul/dpa
  • Einige Perseiden waren bereits mehrere Nächte vor dem Maximum gut zu sehen, wie hier am 9. August. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa
    Einige Perseiden waren bereits mehrere Nächte vor dem Maximum gut zu sehen, wie hier am 9. August. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa
Ein Meteor mit grünem Schweif ist in der Nacht zu Donnerstag am Sternenhimmel zu sehen.  - Bild: Patrick Pleul/dpa Einige Perseiden waren bereits mehrere Nächte vor dem Maximum gut zu sehen, wie hier am 9. August. - Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Kaum war die Sonnenfinsternis am Mittwochabend vorbei, bot der Himmel schon ein weiteres Spektakel: Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden, einer der schönsten Meteorströme des Jahres, hat in der Nacht seinen Höhepunkt erreicht. Bis zu hundert Meteore pro Stunde sollte man an dunklen Orten über den Himmel huschen sehen. 

In diesem Jahr hatten es die Menschen, die viele Wünsche loswerden wollten, besonders leicht. Denn das Maximum der Perseiden fiel genau in die Neumondnacht. Kein Mondlicht störte das Erspähen der Leuchterscheinungen und das Wetter spielte weitgehend mit. Nur über Norddeutschland waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein paar hohe Wolkenfelder vorhanden. Da könnte es lokal zu Sichteintrübungen gekommen sein, sagte ein DWD-Meteorologe. Sternschnuppen gelten vielen als klassische Glücksbringer, denen nachgesagt wird, dass sie Wünsche erfüllen.

Selbst in Berlin waren in der Nacht bereits vor 23.00 Uhr Sternschnuppen zu sehen. Trotz der Lichtverschmutzung seien schon einige beobachtet worden, sagte der Direktor des Zeiss-Großplanetariums, Tim Florian Horn, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Neben dem Planetarium verfolgten Gäste das Spektakel auf einer Freifläche direkt. «Jede Sternschuppe wird mit lauten Ah und Oh bestaunt», sagte Horn. 

Die Perseiden waren bereits in den Nächten vor ihrem Maximum zu beobachten. Auch in den nächsten Nächten seien bei gutem Wetter noch viele zu sehen, sagte Horn. Die Kurve flache langsam ab und ende am 24. August. 

Komet verliert an Substanz

Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt den Strom aus winzigen Staubteilchen, die der Komet auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat. Treten die Teilchen in die Erdatmosphäre ein, verglühen sie. Mit rund 60 Kilometer pro Sekunde Eindringgeschwindigkeit sind die Perseiden recht schnelle Meteore. Einige von ihnen können als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen. 

Blick nach Nordosten richten

Wie der Name sagt, scheinen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen - nach Einbruch der Dunkelheit liegt dieses über dem Nordosthorizont. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike.

de | wissenschaft | 69941964 |