WhatsApp-Backup, Euro

WhatsApp-Backup: 2 GB kostenlos, 50 GB für 0,99 Euro monatlich

Veröffentlicht am: 16.07.2026 um 14:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

WhatsApp entwickelt einen eigenen Cloud-Dienst für Chat-Backups, der Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist und iCloud sowie Google Drive ersetzen soll.

WhatsApp plant eigenen Cloud-Speicher als iCloud-Alternative
Ein Smartphone mit WhatsApp-Logo auf dem Bildschirm, verbunden mit abstrakten Cloud-Netzwerklinien, die Cloud-Speicher und Datensicherung darstellen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Messaging-Dienst arbeitet an einer hauseigenen Speicherlösung für Nachrichten-Backups – eine direkte Alternative zu iCloud und Google Drive.

WhatsApp-Nutzer könnten bald unabhängiger von den Cloud-Diensten der großen Tech-Konzerne werden. In aktuellen Beta-Versionen der App haben Entwickler Hinweise auf einen internen Cloud-Speicher gefunden, der künftig als erste Anlaufstelle für die Sicherung von Chat-Verläufen dienen soll.

Gestaffelte Speichermodelle geplant

Die neue Funktion, die in dieser Woche in frühen App-Versionen entdeckt wurde, sieht sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Speicherkontingente vor. Ein Basis-Tier mit 2 GB Speicherplatz soll kostenlos bleiben – genug für Nutzer mit kleineren Chat-Verläufen, die zudem Speicher auf ihren primären Cloud-Konten freigeben möchten.

Für größere Backup-Bedürfnisse sind kostenpflichtige Optionen in der Entwicklung:

  • 50 GB für etwa 0,99 Euro pro Monat
  • 1 TB als High-Capacity-Option

Branchenbeobachter spekulieren, dass diese Angebote künftig in ein mögliches „WhatsApp Plus"-Abo integriert werden könnten. Trotz der neuen Alternative bleibt iCloud vorerst der Standard-Backup-Speicher für iPhone-Nutzer – es sei denn, sie wählen manuell den WhatsApp-eigenen Dienst.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Pflicht

Ein entscheidendes Merkmal des neuen Systems: der Fokus auf Datensicherheit. Anders als bei aktuellen Drittanbieter-Lösungen, bei denen die Verschlüsselung oft optional ist, wird der WhatsApp-Cloud-Speicher standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. In den Beta-Versionen gibt es bislang keine Möglichkeit, diese Sicherheitsebene zu deaktivieren.

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Nutzer müssen ihre Backups mit einer der folgenden Methoden sichern:

  • Passkey
  • Individuelles Passwort
  • 64-stelliger Wiederherstellungsschlüssel

Das Ziel ist klar: Weder der Cloud-Anbieter noch WhatsApp selbst sollen auf den Inhalt der gespeicherten Nachrichten zugreifen können.

Plattformübergreifende Perspektiven

Erstmals entdeckt wurde die Funktion in der iOS-Beta-Version 26.28.10.16 über das TestFlight-Programm Mitte Juli. Während die ersten Hinweise auf iPhone-Nutzer beschränkt waren, deuten weitere Funde darauf hin, dass eine ähnliche Alternative zu Google Drive auch für Android entwickelt wird.

Der Schritt zu einem eigenen Speicherdienst könnte künftig plattformübergreifende Wiederherstellungen vereinfachen. Statt wie bisher an die Cloud-Ökosysteme von Apple oder Google gebunden zu sein, ließen sich Chat-Verläufe dann leichter zwischen verschiedenen Betriebssystemen übertragen.

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Derzeit befindet sich die Backup-Funktion noch in der Entwicklungsphase und ist selbst für die breite Masse der Beta-Tester noch nicht nutzbar. Meta, der Mutterkonzern von WhatsApp, hat bislang weder einen offiziellen Veröffentlichungstermin noch einen Zeitplan für den globalen Rollout bekannt gegeben.

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