WhatsApp-Benutzernamen: 626.000 Spam-Anrufe im Juni – Warnung
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 10:15 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Künftig sollen Nutzer zusätzliche Geräte per Passkey statt QR-Code verknüpfen können. Das zeigen Analysen aktueller Beta-Versionen der Android-App.
Die biometrische Authentifizierung ergänzt oder ersetzt das bisherige Verfahren. Statt einen QR-Code zu scannen, greifen Nutzer auf die Sicherheitsmerkmale ihres Smartphones zurück. Dazu gehören Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder die Bildschirmsperre des Primärgeräts.
Sicherheit durch Public-Key-Kryptografie
Bisher überträgt WhatsApp die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf weitere Geräte per QR-Code. Passkeys basieren auf Public-Key-Kryptografie und gelten als deutlich sicherer. Das britische NCSC bewertet sie als resistenter gegen Phishing-Angriffe als herkömmliche Passwörter oder Einmal-Codes.
Wann die Funktion für alle Nutzer verfügbar sein wird, steht noch nicht fest.
Benutzernamen: Neue Freiheit, neue Risiken
Parallel dazu hat WhatsApp eine globale Reservierungsphase für Benutzernamen gestartet. Seit Ende Juni können Anwender individuelle Namen zwischen 3 und 35 Zeichen wählen. Ziel: Kommunikation ohne Preisgabe der eigenen Telefonnummer.
Allein im Juni 2026 wurden über 626.000 Spam-Anrufe gemeldet – ein Anstieg von 20 Prozent. Mit der Einführung von Benutzernamen wächst auch das Risiko von Identitätsbetrug. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen in 3 Schritten, wie Sie Ihren Account schützen. Jetzt kostenlosen Sicherheits-Leitfaden anfordern
Die Verbraucherzentrale NRW warnt jedoch vor Betrugsszenarien. Da Benutzernamen frei wählbar sind, könnten Kriminelle sich als Prominente, Behörden oder vertraute Kontakte ausgeben. Meta hat bereits Namen von Institutionen und bekannten Persönlichkeiten vorab reserviert.
Die mehr als drei Milliarden Nutzer sollten zudem einen optionalen vierstelligen Benutzernamen-Schlüssel aktivieren. Er dient als zusätzliche Barriere gegen Spam und unbefugte Kontaktanfragen.
Die Warnung ist nicht unbegründet: Allein im Juni meldeten Nutzer über 626.000 Spam-Anrufe auf der Plattform. Das entspricht einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vormonat.
EU ringt um Chatkontrolle
Die technischen Neuerungen fallen in eine Zeit intensiver regulatorischer Debatten. Das EU-Parlament hat eine Übergangsregelung zur Chatkontrolle gebilligt, befristet bis April 2028. Unter strengen Auflagen dürfen Anbieter private Nachrichten auf Material zu Kindesmissbrauch scannen.
WhatsApp führt neue Sicherheitsfunktionen ein – doch viele Nutzer sind unsicher, wie sie diese richtig nutzen. Besonders der Benutzernamen-Schlüssel und die Passkey-Verknüpfung bieten effektiven Schutz. Erfahren Sie in unserer Checkliste, wie Sie Spam-Anrufe blockieren und Betrug vermeiden. Checkliste jetzt kostenlos sichern
Die Abstimmung fiel mit 286 zu 276 Stimmen knapp aus. Besonders umstritten bleibt das sogenannte Client-Side Scanning. Befürworter betonen die Notwendigkeit der Strafverfolgung, Kritiker fordern den Schutz der Verschlüsselungsintegrität. Weitere Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament sind für den Herbst angesetzt.
Auch international verschärfen Aufsichtsbehörden die Sicherheitsvorgaben. Die Hongkonger SFC hat Krypto-Plattformen angewiesen, innerhalb eines Jahres auf phishing-resistente Authentifizierung wie Passkeys umzustellen.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
